Wallabag ...

Nachdem ich die beteiligten Komponenten zur Entstehung des Linkdumps einmal aufgeschrieben hatte, kam mir das alles mehr als merkwürdig und viel zu kompliziert vor.

"Drüben", bei Google+, wurde mir nochmals Wallabag als Lösung zum Selberhosten ans Herz gelegt. Als ich das zuletzt "vor 100 Jahren" getestet habe, hat es mir nicht gefallen.

Mittlerweile hat sich da aber eine Menge getan und ich bin schwer begeistert, wie toll Wallabag mittlerweile geworden ist. Very well done!.

Wallabag ist eine Webapplikation, mit der sich einfach Webseiten lesen lassen. Dabei sorgt sie dafür, dass das ganze Brimborium um den Haupttext abgeschnitten wird und so ein sehr gut lesbarer Text entsteht, der ablenkungsfrei gelesen werden kann. Die so entkernten Webseiten lassen sich auch als E-Book (epub in Version 3, Mobipocket oder PDF) herunterladen und mit einem entsprechenden Readern lesen.

Von dem Export mache ich aber keinen Gebrauch, weil es auch eine sehr gute Android-App gibt (an eine App für iOS und eine App für Windows Phone wurde ebenfalls gedacht).

Prima finde ich auch, dass sich Wallabag mir der Share-Funktion von Firefox nutzen lässt oder mit einem Bookmarklet oder mit dieser Extension.

Solltet Ihr die Dokumentation benötigen, rate ich stark, die englischsprachige zu nehmen, die Doku in deutscher Sprache ist veraltet und zum Teil falsch.

Der Workflow bei mir hat sich jetzt so verändert, dass ich gute Artikel in der Wallabag App favorisiere und auf gelesen setze. Das folgende kleine Skript erstellt mir dann das Gerüst für den Linkdump.

Ach ja, wer bei mir einen Account möchte, kann sich gerne melden.

#!/bin/bash

# wget_options="--no-check-certificate --quiet -O -"
wget_options="--quiet -O -"

wallabag_url="<DEINE URL>"
wallabag_token="<DEIN TOKEN>"
wallabag_userid="<DEINE USERID>"

echo
date +"Linkdump %V/%G ..."
echo

wget ${wget_options} "${wallabag_url}?feed&type=fav&user_id=${wallabag_userid}&token=${wallabag_token}" \
    | egrep "<title>|<link>" \
    | egrep -v "${wallabag_url}|wallabag — fav feed" \
    | while read line; do
    if [[ -z "${title}" ]]; then
        title=$(echo ${line} | sed 's/<.\{0,1\}title>//g')
    else
        link=$(echo ${line} | sed 's/<.\{0,1\}link>//g')
        echo "<a href=\"${link}\">${title}</a>"
        echo
        unset title
        unset link
    fi
done

Doing IT ...

"Eigentlich" ist die Idee zu Doing IT als Antwort auf meine Abneigung gegen Fremdhostings entstanden, mit PRISM kam jetzt noch ein weiterer Anwendungsfall dazu. Die Erlaubnis meiner Arbeitgeberin zum Nebenerwerb habe ich natürlich eingeholt.

Doing IT soll Leuten helfen, Ihr eigenes Ding zu tun. Du möchtest Deine Mails / Webseiten / Jabber / Server / vServer selber betreiben? Dir fehlt das Know-How? Ich helfe Dir! Für Leute, die gemeinnützig unterwegs sind, wird es nichts kosten, alle andere müssen etwas bezahlen. Das halte ich für fair.

Wenn Du als Techniker (oder Designer) bei Doing IT mitmachen möchtest, bewirb Dich bitte bei mir.

Prism ...

Ich verstehe die ganze Aufregung um Prism nicht. "Wir" sprechen seit Jahren (und noch länger) davon, dass man möglichst viel selber machen soll und wenn man Provider wählt, sollte man möglichst welche aus Zentraleuropa wählen, weil die der amerikanischen Gesetzgebung nicht unterliegen.

Wir haben ja nichts zu verbergen ... was Ihr nur immer habt.

Jetzt sieht man, dass die NSA alles durchanalysiert und die Aufregung ist gross.

Leute, sagt mal, habt Ihr immer noch nicht begriffen, dass der Kampf gegen den Terror im amerikanischen Gesetz der Regierung einen Freifahrtschein gibt?

Ich verstehe, dass viele Menschen das Know-How nicht haben, eine eigene Infrastruktur zu betreiben, aber es gibt vertrauensvolle Einzelpersonen und Firmen, die das können. Und diese gibt es dann auch noch in Rechtssystemem, die datenschutztechnisch sehr weit vorne sind, wie beispielsweise in Deutschland. Und dann gibt es darunter sogar noch welche, die relativ wenige Mailserver betreiben und daher der Regierung keine Schnittstelle anbieten müssen.

Das GNU Privacy Project wurde sogar von der deutschen Regierung gefördert, damit lassen sich Mails verschlüsseln. Das ist ziemlich sicher, wenn man sich an ein paar kleine Regeln hält aber zugegebenermassen ist das nicht sehr komfortabel.

Wer ein kleines bisschen technischer in das Thema einsteigen möchte, dem lege ich Maltes Artikel von heute ans Herz. Bitte auch die Kommentare verfolgen.

Zusammen LaTeX bearbeiten ...

Nachdem die ganzen Online-Editierlösungen wie EtherPad, GoogleDocs und andere das Licht der Welt erblickt hatten, war es nur eine Frage der Zeit bis es das auch für LaTeX gibt. Und ich muss gestehen, dass ich über die Umsetzung begeistert bin.

ShareLaTeX

Ich fürchte, dass das niemals Open-Source-Software wird und damit ist selber hosten ausgeschlossen. Doof.

Erfolgreiche Dienste ...

Maciej, der Macher von pinboard.in hat gerade ein Blogposting (englisch) veröffentlicht, dass gut in meine Rubrik fremdhosting passt.

Er schreibt, dass man komplett freien Diensten nicht vertrauen sollte, da sie - sobald sie sehr erfolgreich werden - für den Betreiber immer mehr Kosten verursachen. Mit steigender Popularität steigt ausserdem die Wahrscheinlichkeit oder die Bereitschaft, den Dienst zu verkaufen und damit zu kommerzialisieren.

Mir fehlt noch der Satz, dass es umgekehrt auch passieren kann, dass ein kommerzieller Dienst zu wenig Gewinn abwirft und dann eingestellt wird.

In Summe ist vielleicht zu sagen, dass man beim Nutzen fremdgehosteter Dienste immer abwägen und mit der Einstellung des Dienstes rechnen sollte.

BerliOS schliesst die Pforten ...

Au weia, eine der ältesten und zuverlässigsten Hosting-Platformen für Sourcecode und die damit verbundenen Projekte schliesst zum 31. Dezember dieses Jahres die Pforten: BerliOS.

BerliOS wurde vor 10 Jahren als eines der ersten Repositories in Europa gegründet. Es wurde von Fraunhofer FOKUS entwickelt und betrieben. Als ein europäisches, nicht-proprietäres Projekt verfolgt BerliOS das Ziel, die verschiedenen Open-Source-Akteure zu unterstützen und eine neutrale Vermittlerfunktion zu bieten. 2011 wurden 4800 Projekte auf BerliOS gehosted, mit 50.000 registrierten Nutzern und über 2,6 Millionen Dateien-Downloads jeden Monat. Wir sind stolz, dass wir mit BerliOS die Idee eines OSS-Repository nach Europa gebracht haben. Mittlerweile hat sich das Konzept durchgesetzt und es gibt zahlreiche gute Alternativen.

Leider hat ein Forschungsinstitut wie Fraunhofer FOKUS nur wenig Möglichkeiten, langfristig ein Repository wie BerliOS zu betreiben. Ein solches Projekt funktioniert nur, wenn es gelingt, eine Anschlussfinanzierung zu finden, bzw. Sponsoren oder Partner zu gewinnen, die das Repository übernehmen. Das ist im OSS-Bereich ein schwieriges Unterfangen. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage haben wir zwar Unterstützung an Geldmitteln und Arbeitsleistung signalisiert bekommen, für die wir uns bedanken. Leider reicht das Ergebnis aber nicht aus, um das Projekt auf eine nachhaltige finanzielle Basis zu stellen. Auch die Suche nach Sponsoren oder Partnern war leider erfolglos.

Das ist wirklich bedauerlich, die waren sehr zuverlässig und eine der wenigen deutschen Plattformen. Immerhin schliessen sie nicht von Heute auf Morgen, sondern kündigen das drei Monate im voraus an. Das finde ich klasse. Sie weisen auch auf mögliche Alternativen hin.

Vielleicht sind in diesem Fall Bezahldienste vielleicht langfristig besser. Ansonsten gilt für freie Dienste, das, was ich bis jetzt zu Fremdhosting geschrieben habe.

Ciao Dropbox ...

Es gibt Dinge, die gehen gar nicht. Die kann man noch nicht einmal schön reden. Auch wenn ich keine privaten Daten in der Dropbox ablege, ist es unentschuldbar, dass vier Stunden lang jeder auf alle Accounts zugreifen konnte. Darauf habe ich keine Lust, so bequem dieser Dienst auch ist. Fremdhosting bleibt böse.

Solltet Ihr trotzdem unbedingt nicht darauf verzichten wollen, nutzt unter Linux und Mac OS X bitte encfs oder TrueCrypt, schöne Erklärung hier.

Es wird Zeit, dass SparkleShare mal aus der Hüfte kommt.

Suchen in Microblogs ...

Vielleicht bin ich ein Informations-Junkie, aber ich möchte gerne bei Dingen, an denen ich beteiligt bin, über Entwicklungen und Änderungen informiert werden. Da eine grosse Menge an Informationen zusammenkommt, nutze ich sehr intensiv RSS-Feeds mit Tiny Tiny RSS als Feedreader.

Was mir bis dato fehlte, war eine vernünftige Suche in Microblogs, allen voran identi.ca und Twitter.

Genau in diese Bresche springt für mich nun Twingly. Ja, Suchen ist eines der (wenigen) Anwendungsgebiete, bei denen fremd gehostete Dienste sogar für mich sinnvoll sind.

In der Microblog Search kann man die Suchbegriffe eingeben und sich den Feed anzeigen lassen. Was ich dabei bemerkt habe, ist, dass der reine Suchbegriff nicht in Tags sucht. Daher sind in dem Fall mehrere Suchen oder Feeds erforderlich, diese Seite listet die Suchmöglichkeiten auf.

Kennt Ihr Alternativen?

Nichts ist umsonst, auch nicht vServer ...

Für "nichts ist umsonst" gibt es im Netzbürgerwörterbuch die Abkürzung TANSTAAFL. Merken durfte ich das einmal mehr mit dem Wegfall des vServers über den ich gestern kurz geschrieben habe.

Bei der Reorganisation meiner Bookmarks habe ich Die 4 Formen kostenloser Angebote gefunden und lange sah es mit dem vServer so aus als würde das Variante 4 werden:

Menschen geben Dinge umsonst weg für eine nichtmonetäre Entlohnung

Allerdings stellt sich die Sache jetzt anders dar und das gleicht vielen kostenlosen Diensten oder fremden Hostings, die man im Netz finden kann:

Man bekommt einen Dienst kostenlos und wird darum gebeten Feedback zu geben. Mit dem Feedback wird der Dienst verbessert und wenn man meint, dass er marktreif ist, wird das Produkt kostenpflichtig. Mit dem Verfahren gewinnt man eine grosse Menge beta-Tester, die nahezu kostenfrei testen und - nachdem sie sich an den Dienst oder das Produkt gewöhnt haben - manchmal auch zu zahlenden Kunden werden.

"Es gibt nicht so etwas wie (kosten-)freies Essen".

Und wieder weg ...

So eine Scheisse grosser Mist. Da habe ich vor einem Jahr einen vServer gewonnen und darf ihn auch wieder einstampfen lassen.

[...]

Diese Verbesserungsvorschläge sind direkt in die Weiterentwicklung unserer VServer mit eingeflossen. Wir freuen uns, in Kürze ein eigenes Control Panel mit zahlreichen neuen Funktionen vorstellen zu können.

Dies bedeutet jedoch auch, dass wir die kostenlosen Test-VServer nicht weiter verlängern werden. Die Entwicklung des neuen Panel ist fast vollkommen abgeschlossen

[...]

Falls der Test-VServer in einen kostenpflichtigen VServer umgewandelt werden soll, ...

[...]

Fremdhosting ist böse und es gibt nichts ohne Hintergedanken geschenkt.

Ein Jahr beta-Testing und danach der Rauswurf. Die Geschichte wiederholt sich. Ich zitiere einmal von der Webseite:

Wie lange kann man den VServer kostenlos behalten?

So lange man möchte. Die Laufzeit ist nicht befristet. Einzige Voraussetzung ist, dass der Trackback währenddessen bestehen bleibt. Wer möchte, kann natürlich auch jederzeit in einen bezahlten Tarif wechseln oder den VServer kündigen.

Vorschläge für einen vServer-Provider? Darf nicht Hetzner sein, weil da die root-Server liegen und sollte nicht mehr als 5 EUR im Monat kosten. Der kostenlose Server hatte 200 MB RAM und 5 GB Platte, das war mehr als ausreichend für das Monitoring.

Andere schreiben auch über diesen Fall:

INGATE widerruft die Schenkung von vServern!

Ingate und die Vserver

INGATE widerruft verschenkten VServer

Xmarks ...

Obwohl Firefox Sync jetzt im Firefox 4.0 eingebaut ist, nutze ich lieber Xmarks. Xmarks hat den grossen Vorteil, dass es den eigenen Server nutzen kann, um Bookmarks und Passwörter zu synchronisieren.

Dabei kann Xmarks sowohl WebDAV, wie auch FTP. Die Macher empfehlen aber WebDAV. Ich nutze das auf dem root-Server mit SSL-Verschlüsselung. Natürlich spielt dabei - wie so häufig - meine Abneigung gegen fremd gehostete Dienste ebenfalls eine Rolle.

Fremdhosting ...

Auch bei Google passieren manchmal Fehler, auch dort arbeiten nur Menschen:

Google versenkt ca. 150.000 Gmail-Konten inklusive aller Daten, verspricht Hilfe

Aufgrund der engen Verzahnung dieser Cloud Services wird die Rücksicherung vermutlich nicht ganz trivial. Ich wiederhole mich gerne, "Fremdhostings" wollen ganz genau überlegt sein. Der versprochene Komfort kann im Fehlerfall zu einem grossen Problem werden.

Frag mich ...

Auf der Ubucon war ich sehr erschrocken darüber, dass viele Leute sich nicht getraut haben, mich nach irgendetwas zu fragen und sich aus diesem Grund an meine Frau gewendet haben. Sich an meine Frau zu wenden ist nicht verboten :-) Aber niemand muss vor mir Angst haben. So schlimm bin ich gar nicht.

Daher habe ich mich entschieden, einen Account bei Formspring zu eröffnen. Ja, das ist ein fremdgehoster Dienst, aber dafür besteht auch die Möglichkeit, anonym Fragen zu stellen. Ich werde - wie auch bei Mails - binnen 24 Stunden antworten. Neben Fragen zum ubuntu Deutschland e. V., zum deutschen LoCo-Team oder zur Ubucon sind natürlich auch persönliche Fragen erlaubt.

Hier ist die URL: http://www.formspring.me/ddeimeke

Wikileaks, die Cloud und Fremdhosting ...

Meine Leser wissen, dass ich nach Möglichkeit, fremd gehostete Dienste meide. Wer hier im Blog nach fremd sucht, findet einige Artikel dazu, ich werde die alle auch einmal mit dem Tag fremdhosting versehen.

Via @martinsteiger:

Lehren aus #Wikileaks – Auf #Cloud-Dienste ist kein Verlass und wer Cloud-Dienste nutzt, muss Backup-Aufwand betreiben: http://0x4d.ch/1Mi

Der verlinkte Artikel ist aus der britischen Computerworld und trägt den Titel The Risks of Cloud: Lessons from Wikileaks.

Dieses Beispiel zeigt sogar, dass man sich auch auf Bezahldienste nicht verlassen kann.

Twitter und RSS ...

Derzeit funktionieren die RSS-Feeds von Twitter nicht. Schade eigentlich, damit kann ich den Feeds nicht mehr folgen, ich möchte mir keine Applikation nur für Twitter installieren, da ich es eh nur als Empfänger für Postings von identi.ca benutze und bei Twitter nur den Leuten folge, die keinen identi.ca-Account haben.

Ich vermute ("educated guess"), dass bei OpenSourceSoftware das Problem schneller gelöst werden würde.