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Doing IT ...

My own IT

"Eigentlich" ist die Idee zu Doing IT als Antwort auf meine Abneigung gegen Fremdhostings entstanden, mit PRISM kam jetzt noch ein weiterer Anwendungsfall dazu. Die Erlaubnis meiner Arbeitgeberin zum Nebenerwerb habe ich natürlich eingeholt.

Doing IT soll Leuten helfen, Ihr eigenes Ding zu tun. Du möchtest Deine Mails / Webseiten / Jabber / Server / vServer selber betreiben? Dir fehlt das Know-How? Ich helfe Dir! Für Leute, die gemeinnützig unterwegs sind, wird es nichts kosten, alle andere müssen etwas bezahlen. Das halte ich für fair.

Wenn Du als Techniker (oder Designer) bei Doing IT mitmachen möchtest, bewirb Dich bitte bei mir.

Prism ...

gedanken

Ich verstehe die ganze Aufregung um Prism nicht. "Wir" sprechen seit Jahren (und noch länger) davon, dass man möglichst viel selber machen soll und wenn man Provider wählt, sollte man möglichst welche aus Zentraleuropa wählen, weil die der amerikanischen Gesetzgebung nicht unterliegen.

Wir haben ja nichts zu verbergen ... was Ihr nur immer habt.

Jetzt sieht man, dass die NSA alles durchanalysiert und die Aufregung ist gross.

Leute, sagt mal, habt Ihr immer noch nicht begriffen, dass der Kampf gegen den Terror im amerikanischen Gesetz der Regierung einen Freifahrtschein gibt?

Ich verstehe, dass viele Menschen das Know-How nicht haben, eine eigene Infrastruktur zu betreiben, aber es gibt vertrauensvolle Einzelpersonen und Firmen, die das können. Und diese gibt es dann auch noch in Rechtssystemem, die datenschutztechnisch sehr weit vorne sind, wie beispielsweise in Deutschland. Und dann gibt es darunter sogar noch welche, die relativ wenige Mailserver betreiben und daher der Regierung keine Schnittstelle anbieten müssen.

Das GNU Privacy Project wurde sogar von der deutschen Regierung gefördert, damit lassen sich Mails verschlüsseln. Das ist ziemlich sicher, wenn man sich an ein paar kleine Regeln hält aber zugegebenermassen ist das nicht sehr komfortabel.

Wer ein kleines bisschen technischer in das Thema einsteigen möchte, dem lege ich Maltes Artikel von heute ans Herz. Bitte auch die Kommentare verfolgen.

Zusammen LaTeX bearbeiten ...

Nachdem die ganzen Online-Editierlösungen wie EtherPad, GoogleDocs und andere das Licht der Welt erblickt hatten, war es nur eine Frage der Zeit bis es das auch für LaTeX gibt. Und ich muss gestehen, dass ich über die Umsetzung begeistert bin.

ShareLaTeX

Ich fürchte, dass das niemals Open-Source-Software wird und damit ist selber hosten ausgeschlossen. Doof.

Erfolgreiche Dienste ...

Maciej, der Macher von pinboard.in hat gerade ein Blogposting (englisch) veröffentlicht, dass gut in meine Rubrik fremdhosting passt.

Er schreibt, dass man komplett freien Diensten nicht vertrauen sollte, da sie - sobald sie sehr erfolgreich werden - für den Betreiber immer mehr Kosten verursachen. Mit steigender Popularität steigt ausserdem die Wahrscheinlichkeit oder die Bereitschaft, den Dienst zu verkaufen und damit zu kommerzialisieren.

Mir fehlt noch der Satz, dass es umgekehrt auch passieren kann, dass ein kommerzieller Dienst zu wenig Gewinn abwirft und dann eingestellt wird.

In Summe ist vielleicht zu sagen, dass man beim Nutzen fremdgehosteter Dienste immer abwägen und mit der Einstellung des Dienstes rechnen sollte.

BerliOS schliesst die Pforten ...

Au weia, eine der ältesten und zuverlässigsten Hosting-Platformen für Sourcecode und die damit verbundenen Projekte schliesst zum 31. Dezember dieses Jahres die Pforten: BerliOS.

BerliOS wurde vor 10 Jahren als eines der ersten Repositories in Europa gegründet. Es wurde von Fraunhofer FOKUS entwickelt und betrieben. Als ein europäisches, nicht-proprietäres Projekt verfolgt BerliOS das Ziel, die verschiedenen Open-Source-Akteure zu unterstützen und eine neutrale Vermittlerfunktion zu bieten. 2011 wurden 4800 Projekte auf BerliOS gehosted, mit 50.000 registrierten Nutzern und über 2,6 Millionen Dateien-Downloads jeden Monat. Wir sind stolz, dass wir mit BerliOS die Idee eines OSS-Repository nach Europa gebracht haben. Mittlerweile hat sich das Konzept durchgesetzt und es gibt zahlreiche gute Alternativen.

Leider hat ein Forschungsinstitut wie Fraunhofer FOKUS nur wenig Möglichkeiten, langfristig ein Repository wie BerliOS zu betreiben. Ein solches Projekt funktioniert nur, wenn es gelingt, eine Anschlussfinanzierung zu finden, bzw. Sponsoren oder Partner zu gewinnen, die das Repository übernehmen. Das ist im OSS-Bereich ein schwieriges Unterfangen. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage haben wir zwar Unterstützung an Geldmitteln und Arbeitsleistung signalisiert bekommen, für die wir uns bedanken. Leider reicht das Ergebnis aber nicht aus, um das Projekt auf eine nachhaltige finanzielle Basis zu stellen. Auch die Suche nach Sponsoren oder Partnern war leider erfolglos.

Das ist wirklich bedauerlich, die waren sehr zuverlässig und eine der wenigen deutschen Plattformen. Immerhin schliessen sie nicht von Heute auf Morgen, sondern kündigen das drei Monate im voraus an. Das finde ich klasse. Sie weisen auch auf mögliche Alternativen hin.

Vielleicht sind in diesem Fall Bezahldienste vielleicht langfristig besser. Ansonsten gilt für freie Dienste, das, was ich bis jetzt zu Fremdhosting geschrieben habe.

Ciao Dropbox ...

Es gibt Dinge, die gehen gar nicht. Die kann man noch nicht einmal schön reden. Auch wenn ich keine privaten Daten in der Dropbox ablege, ist es unentschuldbar, dass vier Stunden lang jeder auf alle Accounts zugreifen konnte. Darauf habe ich keine Lust, so bequem dieser Dienst auch ist. Fremdhosting bleibt böse.

Solltet Ihr trotzdem unbedingt nicht darauf verzichten wollen, nutzt unter Linux und Mac OS X bitte encfs oder TrueCrypt, schöne Erklärung hier.

Es wird Zeit, dass SparkleShare mal aus der Hüfte kommt.

Suchen in Microblogs ...

Vielleicht bin ich ein Informations-Junkie, aber ich möchte gerne bei Dingen, an denen ich beteiligt bin, über Entwicklungen und Änderungen informiert werden. Da eine grosse Menge an Informationen zusammenkommt, nutze ich sehr intensiv RSS-Feeds mit Tiny Tiny RSS als Feedreader.

Was mir bis dato fehlte, war eine vernünftige Suche in Microblogs, allen voran identi.ca und Twitter.

Genau in diese Bresche springt für mich nun Twingly. Ja, Suchen ist eines der (wenigen) Anwendungsgebiete, bei denen fremd gehostete Dienste sogar für mich sinnvoll sind.

In der Microblog Search kann man die Suchbegriffe eingeben und sich den Feed anzeigen lassen. Was ich dabei bemerkt habe, ist, dass der reine Suchbegriff nicht in Tags sucht. Daher sind in dem Fall mehrere Suchen oder Feeds erforderlich, diese Seite listet die Suchmöglichkeiten auf.

Kennt Ihr Alternativen?

Nichts ist umsonst, auch nicht vServer ...

gedanken

Für "nichts ist umsonst" gibt es im Netzbürgerwörterbuch die Abkürzung TANSTAAFL. Merken durfte ich das einmal mehr mit dem Wegfall des vServers über den ich gestern kurz geschrieben habe.

Bei der Reorganisation meiner Bookmarks habe ich Die 4 Formen kostenloser Angebote gefunden und lange sah es mit dem vServer so aus als würde das Variante 4 werden:

Menschen geben Dinge umsonst weg für eine nichtmonetäre Entlohnung

Allerdings stellt sich die Sache jetzt anders dar und das gleicht vielen kostenlosen Diensten oder fremden Hostings, die man im Netz finden kann:

Man bekommt einen Dienst kostenlos und wird darum gebeten Feedback zu geben. Mit dem Feedback wird der Dienst verbessert und wenn man meint, dass er marktreif ist, wird das Produkt kostenpflichtig. Mit dem Verfahren gewinnt man eine grosse Menge beta-Tester, die nahezu kostenfrei testen und - nachdem sie sich an den Dienst oder das Produkt gewöhnt haben - manchmal auch zu zahlenden Kunden werden.

"Es gibt nicht so etwas wie (kosten-)freies Essen".

Und wieder weg ...

So eine Scheisse grosser Mist. Da habe ich vor einem Jahr einen vServer gewonnen und darf ihn auch wieder einstampfen lassen.

[...]

Diese Verbesserungsvorschläge sind direkt in die Weiterentwicklung unserer VServer mit eingeflossen. Wir freuen uns, in Kürze ein eigenes Control Panel mit zahlreichen neuen Funktionen vorstellen zu können.

Dies bedeutet jedoch auch, dass wir die kostenlosen Test-VServer nicht weiter verlängern werden. Die Entwicklung des neuen Panel ist fast vollkommen abgeschlossen

[...]

Falls der Test-VServer in einen kostenpflichtigen VServer umgewandelt werden soll, ...

[...]

Fremdhosting ist böse und es gibt nichts ohne Hintergedanken geschenkt.

Ein Jahr beta-Testing und danach der Rauswurf. Die Geschichte wiederholt sich. Ich zitiere einmal von der Webseite:

Wie lange kann man den VServer kostenlos behalten?

So lange man möchte. Die Laufzeit ist nicht befristet. Einzige Voraussetzung ist, dass der Trackback währenddessen bestehen bleibt. Wer möchte, kann natürlich auch jederzeit in einen bezahlten Tarif wechseln oder den VServer kündigen.

Vorschläge für einen vServer-Provider? Darf nicht Hetzner sein, weil da die root-Server liegen und sollte nicht mehr als 5 EUR im Monat kosten. Der kostenlose Server hatte 200 MB RAM und 5 GB Platte, das war mehr als ausreichend für das Monitoring.

Andere schreiben auch über diesen Fall:

INGATE widerruft die Schenkung von vServern!

Ingate und die Vserver

INGATE widerruft verschenkten VServer

Xmarks ...

Obwohl Firefox Sync jetzt im Firefox 4.0 eingebaut ist, nutze ich lieber Xmarks. Xmarks hat den grossen Vorteil, dass es den eigenen Server nutzen kann, um Bookmarks und Passwörter zu synchronisieren.

Dabei kann Xmarks sowohl WebDAV, wie auch FTP. Die Macher empfehlen aber WebDAV. Ich nutze das auf dem root-Server mit SSL-Verschlüsselung. Natürlich spielt dabei - wie so häufig - meine Abneigung gegen fremd gehostete Dienste ebenfalls eine Rolle.

Fremdhosting ...

Auch bei Google passieren manchmal Fehler, auch dort arbeiten nur Menschen:

Google versenkt ca. 150.000 Gmail-Konten inklusive aller Daten, verspricht Hilfe

Aufgrund der engen Verzahnung dieser Cloud Services wird die Rücksicherung vermutlich nicht ganz trivial. Ich wiederhole mich gerne, "Fremdhostings" wollen ganz genau überlegt sein. Der versprochene Komfort kann im Fehlerfall zu einem grossen Problem werden.

Frag mich ...

Auf der Ubucon war ich sehr erschrocken darüber, dass viele Leute sich nicht getraut haben, mich nach irgendetwas zu fragen und sich aus diesem Grund an meine Frau gewendet haben. Sich an meine Frau zu wenden ist nicht verboten :-) Aber niemand muss vor mir Angst haben. So schlimm bin ich gar nicht.

Daher habe ich mich entschieden, einen Account bei Formspring zu eröffnen. Ja, das ist ein fremdgehoster Dienst, aber dafür besteht auch die Möglichkeit, anonym Fragen zu stellen. Ich werde - wie auch bei Mails - binnen 24 Stunden antworten. Neben Fragen zum ubuntu Deutschland e. V., zum deutschen LoCo-Team oder zur Ubucon sind natürlich auch persönliche Fragen erlaubt.

Hier ist die URL: http://www.formspring.me/ddeimeke

Wikileaks, die Cloud und Fremdhosting ...

gedanken

Meine Leser wissen, dass ich nach Möglichkeit, fremd gehostete Dienste meide. Wer hier im Blog nach fremd sucht, findet einige Artikel dazu, ich werde die alle auch einmal mit dem Tag fremdhosting versehen.

Via @martinsteiger:

Lehren aus #Wikileaks – Auf #Cloud-Dienste ist kein Verlass und wer Cloud-Dienste nutzt, muss Backup-Aufwand betreiben: http://0x4d.ch/1Mi

Der verlinkte Artikel ist aus der britischen Computerworld und trägt den Titel The Risks of Cloud: Lessons from Wikileaks.

Dieses Beispiel zeigt sogar, dass man sich auch auf Bezahldienste nicht verlassen kann.

Twitter und RSS ...

Derzeit funktionieren die RSS-Feeds von Twitter nicht. Schade eigentlich, damit kann ich den Feeds nicht mehr folgen, ich möchte mir keine Applikation nur für Twitter installieren, da ich es eh nur als Empfänger für Postings von identi.ca benutze und bei Twitter nur den Leuten folge, die keinen identi.ca-Account haben.

Ich vermute ("educated guess"), dass bei OpenSourceSoftware das Problem schneller gelöst werden würde.

Kostenloskultur ...

gedanken

Es gibt momentan kaum einen Begriff, der mich mehr ärgert als der Begriff der "Kostenloskultur".

Firmen gehen mit ihren Angeboten kostenlos ins Netz und wundern sich, dass eine Umstellung auf bezahlte Inhalte nicht funktioniert. Vor nicht allzu langer Zeit (in einem Land, nicht fern von hier) war es noch so, dass Firmen sich vor der Gründung ein tragfähiges Modell überlegt haben und sich nicht - nachdem sie einige Wochen, Monate oder Jahre Umsatz frei funktioniert haben - erst später überlegen, wie sie ihre Brötchen verdienen wollen.

Ein Nebenprodukt dieser Vorgehensweise ist, dass ich kostenlose fremd gehostete Dienste nicht mag. Da wird ein Dienst als frei propagiert und wenn sehr viele Leute an dem Produkt durch Rück- und Fehlermeldungen mitgearbeitet haben, hat es irgendwann einen guten Reifegrad erreicht. Dann wir der Dienst kostenpflichtig und die Menschen, die am fleissigsten mitgearbeitet haben, sind auch meistens die, die sich auf den Dienst verlassen und jetzt notgedrungen zahlen müssen.

Ich habe bei einigen, die sich über die Kostenloskultur beschweren mal nachgefragt, welches Businessmodell ihrer Online-Präsenz zu Grunde liegt. Schweigen. Auch auf die Frage, was das Alleinstellungsmerkmal Ihres Dienstes ist, erntete ich Schweigen. Damit blieb die dritte und letzte Frage auch unbeantwortet, warum sollte ein Nutzer für Euren Dienst bezahlen?

Mal ernsthaft: Sollte man sich nicht vorher überlegen, was man tut, wenn die eigene Existenz davon abhängt?

Meine regelmässigen Leser wissen, dass ich mit dem grossen Kommerz auf Kriegsfuss stehe. Ja, ich setze Flattr ein und ja, ich habe im letzten Monat 1,47 EUR "eingenommen". Das mache ich mehr um dabei zu sein, vielleicht spielt auch ein gefühlter sozialer Druck oder die Sucht nach Rückmeldungen eine Rolle, ich möchte damit nicht reich werden. Das Geld fliesst sowieso zurück in die Community, ich hoste ein paar Dienste, für Leute, die sich das sonst nicht erlauben können.

Das, was ich mache, ob nun Dirks Logbuch oder DeimHart oder Ubuntu ist Hobby. Anders als bei anderen Hobbies habe ich nichts, wo ich monatliche Mitgliedsbeiträge bezahlen muss, also kann ich mir von dem Geld, was ich da spare auch etas anderes leisten. Euch als Leser oder Hörer für mein Hobby bezahlen zu lassen, kommt mir irgendwie unredlich vor.

Wer die Flattr-Buttons nicht mag, dem erkläre ich auch gerne, wie man sie mittels eines Adblockers oder mit einem einfachen Eintrag in der hosts-Datei ausblenden kann.

Aber zurück zum Thema und als Start einer weiteren Diskussion:

Für welche Dienste, die Ihr derzeit kostenlos nutzt, wäret Ihr bereit Geld zu bezahlen?

Welche Dienste sind so einzigartig, dass Ihr nicht mehr auf sie verzichten wollt (oder könnt)?

Gibt es freie Alternativen?

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