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Dirks Logbuch :: Computergeschichte

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Tja, um ein wenig verstehen zu können, wie es zu dem kam, was ich derzeit mache, muß ich - so glaube ich - einmal meinen Computer-Werdegang erklären.

Für die Jahreszahlen möchte ich nicht meine Hände ins Feuer legen, aber so "pi mal Daumen" werden sie wohl stimmen.

Fasziniert von einem Tag der offenen Tür in meinem Gymnasium - da saßen Schüler, die mit einem Taschenrechner und einem angeschlossenen Tischdrucker Visitenkarten druckten - kam ich in ersten Kontakt mit programmierbaren Geräten.

1982: TI-59
Programmierbarer Taschenrechner, der mit Modulen ausgestattet werden konnte und durch Magnetkarten, die Möglichkeit der Programm- und Datensicherung bot.
Programmiersprache: Opcode
Beispiel: Mein persönliches Highlight war wohl die Verwaltung von Schmelz- und Siedepunkt sowie Atomgewicht und Ladung von 100 Elementen des Periodensystems. Da Programmschritte auf Kosten des Speicheplatzes für Zahlen erweitert bzw. im umgekehrten Fall vermindert werden konnten, war das ein relativ schwieriges Unterfangen, die 100 Speicher mit maximal 160 Programmschritten zu bearbeiten.

1984: TI-99/4A
Mein erster Computer, den man an einen Fernseher anschließen konnte. Der Speicher war zur damaligen Zeit und für das, was ich mit dem Rechner machen wollte mehr als ausreichend ... so geht die Mär. Mit dem Rechner hatte ich wirklich viel Spaß, einzig, daß keine Möglichkeit bestand, die Daten zu sichern war mehr als ärgerlich. Das Problem lies sich aber durch den Bekannten eines Bekannten lösen, der mir freundlicherweise ein Kabel lötete, mit dem ich meinen Radio-Kassetten-Rekorder als "Geh-Werk" benutzen konnte.
Programmiersprache: Basic (leider nicht das funktionsreichere Extended Basic, das Modul konnte ich mir damals nicht leisten)
Beispiel: Eine Adressverwaltung, die bis zu 70 Adressen gleichzeitig im Speicher verwalten konnte (hört, hört) einzig das hantieren mit dem Kassettenrekorder war Tierquälerei. Aus dieser Zeit stammt wahrscheinlich auch noch, daß ich (leider nur noch fast) immer die Sinnfrage bei EDV-/IT-Projekten stelle. Bei den Ladezeiten, inklusive Aufbau und Anschluß an den Fernseher wären selbst die langsamsten mit einer handgechriebenen Liste schneller gewesen.

1986: Atari 520 ST+
(Betriebssysteme: TOS 1.0.2, KaOS 1.4.2)
Betriebssystem ROMs, Festplatte, Speichererweiterung auf 3 MB, noch eine Festplatte.
Erster Kontakt zum PC mit Supercharger (Text aus dem https://de.wikipedia.org/wiki/Atari_ST#Peripherie.2FErweiterungen_von_anderen_Herstellern_.28Auswahl.29 entnommen):
Hardware-PC-Emulator Beta-Systems Supercharger, eine kleine weiße Box, in derem Inneren ein NEC-V20 mit 1 MB Arbeitsspeicher, 8 MHz Taktgeschwindigkeit und einem speziellen Chipsatz residierte. Der Chipsatz stellte zum einen eine PC-kompatible Hardwareumgebung zur Verfügung, und erledigte die Kommunikation mit dem Atari ST/TT über die ACSI-Schnittstelle. Der Supercharger stellte somit einen PC/XT-Kompatiblen PC dar, dessen Tastatur/Maus und Grafikkarte (CGA- und Hercules-kompatibel) der Atari-Computer war. Auch die Massenspeicheranbindung erfolgte über den Atari. Auf dem Atari konnten parralell auch TOS/GEM-Programme ausgeführt werden, und man konnte mit einem Hotkey zwischen beiden Systemen wechseln.

1992: 486DX40
(Betriebssysteme: MS-DOS, OS/2 2.1)
Erst 4 MB, später 8 MB Speicher, Modem 2400 und 14400, Zugriff auf Mailboxen
Ab jetzt werden Computer so anonym, dass man sie nur noch über den Prozessortyp und die Taktrate anspricht.

1994: Pentium 100 - Catweazle
(Betriebssysteme: Windows NT 4.0, SuSE Linux 4.4 bis 5.3)
Erst 16 MB, dann 64 MB, ISDN

1998: Pentium II - 266 MHz - Agathe
(Betriebssysteme: Windows 98, Debian Sarge
Mein erstes eigenes Notebook, 128 MB, ISDN und Modem 56k, Windows 98

1999: Serie 5mx PRO
(Betriebssystem: EPOC Release 5)
Leihgerät meines damaligen Arbeitgebers, Entdeckung der Langsamkeit, Datenübertragung mit Handy 9600

2000: Pentium III - 500 MHz - Arthur
(Betriebssysteme: Windows 2000, 6.3 bis 9.1)
128 MB, später 256 MB, ISDN, Modem 56k und später (bis heute) DSL

2004: Centrino - 1.5 GHz - Cecil
(Betriebssysteme: Debian Sarge, Ubuntu Breezy Badger bis Hardy Heron)
512 MB, zum Schluss 1,5 GB

2005: Sony Ericsson P910i
(Betriebssystem: Symbian OS v7 bzw. UIQ)
64 MB, Memory Stick Duo Pro mit 1 GB

2008: Core2Duo vPro - 2.4 GHz - Stardust
(Betriebssystem: Ubuntu Karmic Koala, Sabayon, Bodhi Linux, Debian)
2 GB

2009: Palm Pre - 600 MHz ARM Cortex A8 - Mobiler Begleiter (Betriebssystem: WebOS)
256 MB SDRAM, 8 GB Flash

2010: Atom N280 - 1.667 GHz - Titan
(Betriebssystem: Sabayon, Bodhi Linux)
1 GB

2010: Motorola Milestone 2 - Arm Cortex A8 - 1 GHz - Mobiler Begleiter
(Betriebssystem: Android 2.3.4)
512 MB SDRAM, 8 GB Flash, 8 GB SDHC

2010: ASRock Vision 3D Series, Intel Core i5 2.67 GHz - Drusus
(Betriebssystem: Debian, Linux Mint, Sabayon, Bodhi Linux)
4 GB

2011: Kindle DX

2012: (gebrauchtes) Thinkpad X201i, Intel Core I3 2.67 GHz - Ironduke
(Betriebssystem: Debian, Fedora)
8 GB

2013 Sony Xperia Z - Syntronik
(Betriebssystem: Android)
2 GB RAM, 16 GB Interner Speicher

2014 Sony Xperia Z1 compact - Nathan
(Betriebssystem: Android)
2 GB RAM, 16 GB Interner Speicher

2015 Sony Xperia Tablet Z4 - Koko
(Betriebssystem: Android)
3 GB RAM, 32 GB interner Speicher

2016 Dell Latitude E7450, Intel Core i7 2.6 GHz - Crest
(Betriebssystem: Fedora)
16 GB RAM

2016 Huawei P9 - Seneca
(Betriebssystem: Android)
3 GB RAM, 32 GB interner Speicher

2017 Sony Xperia Tablet Z4 - Hilda
(Betriebssystem: Android)
3 GB RAM, 32 GB interner Speicher
(Austauschgerät, da das vorherige Gerät in der Garantiezeit verreckt ist).

Geschrieben von Dirk Deimeke | am