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Audio-Setup

Selbst nach 15 Monaten Homeoffice oder Remote Work haben viele Leute noch immer kein vernünftiges Audio-Setup.

Mal am Rande bemerkt: Wenn Ihr nach der Pandemie weiterhin Remote oder im Homeoffice arbeiten wollt, könnte das ein Kriterium sein, um weitermachen zu können. Es schadet in jedem Fall nicht.

Gute Audioqualität ist der Schlüssel zu akzeptierten Audio- und Videokonferenzen über das Internet.

Etwas Aufwand in das Setup zu investieren, ist auch eine Form von Respekt, den man seiner Gesprächspartnerin oder seinem Gesprächspartner entgegenbringt.

Bitte denkt daran, dass Ihr Euch selbst nicht hören könnt und selbst wenn Ihr denkt, dass alles in Ordnung ist, könnte das nicht der Fall sein.

Fragt Eure Kollegen und bittet sie um ehrliches Feedback.

Hier sind einige Tipps, um gute Audioqualität zu erreichen.
(Wenn Ihr bereits eine professionelle Audioausrüstung habt, kennt Ihr das schon).

Verwendet ein dediziertes Headset.

Wenn Ihr die Lautsprecher Eures Computers verwendet, führt das dazu, dass die Leute sich selbst hören (Echo), wenn sie mit Euch sprechen.

Verwendet, wann immer möglich, Kabel.

  • Netzkabel. Wenn Ihr ein Notebook verwendet, kann das Betriebssystem im Akkubetrieb die Soundkarte in den Energiesparmodus versetzen und die Audioqualität verringern.
  • Netzwerkkabel. Selbst das beste WLAN hat eine höhere Latenz als eine kabelgebundene Verbindung. Bei Videokonferenzen sieht man, dass die Lippen nicht synchron mit dem Ton sind und auch ohne Video neigen wir in Gesprächen dazu, uns gegenseitig zu unterbrechen, wenn die Latenz höher wird.
  • Headset-Kabel. Ein kabelgebundenes Headset ist latenz- und qualitätsmässig die beste Option.

Bluetooth-Headset: Verlasst Euch nicht auf den Bluetooth-Adapter in Eurem Computer. Dieser ist höchstwahrscheinlich für Datenübertragungen und nicht für Audio optimiert. Verwendet entweder den Bluetooth-Dongle, der mit Eurem Headset geliefert wird, oder kauft einen speziellen Dongle. Sucht nach Bluetooth-Audioadaptern, die A2DP unterstützen, die sind nicht teuer und machen einen wirklich grossen Unterschied.

Testet Euer Setup erneut und bitten wieder um ehrliches Feedback.

Wenn etwas nicht so funktioniert, wie es sollte: Fragt!

Meine Podcast-Geschichte

podcast

In den letzten Wochen wurde ich häufiger gefragt, wie ich zum Podcasting gekommen bin. Mittlerweile bin ich - mit Unterbrechungen - schon zwölf Jahre in unterschiedlichen Konstellationen dabei.

Der Ursprung liegt interessanterweise hier im Blog und in meinem Ubuntu-Engagement, beide starteten 2005 (wow, das ist lange her).

Bevor ich das Engagement deutlich herunterfuhr, war dieses Blog einmal sehr erfolgreich und hatte ordentlich Reichweite. Das lag zum Teil auch daran, dass es noch nicht so wahnsinnig viele Blogs gab und diese durch die Blogosphäre stark miteinander vernetzt waren.

Im Jahr 2008 bin ich in die Schweiz ausgewandert und, um Menschen kennenzulernen, habe ich an einem regelmässigen Bloggertreffen namens "Bloggy Friday" teilgenommen.

Auf einem dieser Treffen habe ich Roman Hanhart kennengelernt, damals ebenfalls ein sehr erfolgreicher Blogger ("Yoda") und ebenfalls sehr aktiv im Ubuntu-Umfeld. Wir "kannten" uns vorher schon virtuell und waren uns auf dem Treffen gleich sympathisch, sodass es eigentlich nur logisch war, dass wir uns darauf verständigt haben, einmal etwas zusammen zu machen.

Roman war damals aktiv für RadioTux, einem der ältesten deutschen Podcasts (schon lange bevor es das Wort "Podcast" gab), und schlug vor, dass wir einen gemeinsamen Podcast erstellen sollten. Für mich war das Neuland, aber ich war sehr interessiert und so erblickte die erste Episode von DeimHart am vierten Mai 2009 das Licht der Welt. Für die Star-Wars-Fans unter Euch, ja wirklich "May, the 4th", was eher zufällig passiert ist (obwohl wir zwei ebenfalls Star-Wars-Fans sind).

Roman und ich haben uns mit DeimHart "verwirklichen" können, wir hatten gemeinsam sehr viel über Audio- und Audiosetups gelernt, hatten viele Formate ausprobiert und damit DeimHart zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Podcasts im Bereich Linux, Open-Source-Software und Gesellschaft gemacht.

Wir durften viele Kritiker Lügen strafen, dass ein solcher Podcast nur unter Einsatz von Linux nicht möglich wäre. DeimHart mussten wir leider Anfang 2015 nach einer schweren Erkrankung von Roman einstellen, es war eine tolle Zeit.

In der DeimHart-Zeit liess ich mich von Roman anstecken, habe Ingo Ebel kennengelernt und eine Zeit lang bei RadioTux mitgemacht, den Anfang nahm das mit Folge 100, in der ich zusammen mit Frank Karlitschek (Gründer von ownCloud und Nextcloud) zu Gast war.

Da wir mit dem Hackerfunk von Martin "Venty" Ebnöther und Axel "XTaran" Beckert neben der räumlichen Nähe auch thematisch eine grosse Schnittmenge hatten, war es nur natürlich, dass wir uns gegenseitig in den Podcasts "besucht" haben.

Ingo Ebel wusste, dass ich mal als Datenbankadministrator gearbeitet habe und fragte mich, ob ich Interesse hätte an einer Sendung zu NoSQL im Rahmen eines neuen Formats namens Binaergewitter mitzumachen (ja, klar!).

Ich habe fast schon verdrängt, dass ich natürlich auch ein eigenes Format namens Wattenichsachs produziert habe, nur, um mich mit der Technik auseinander zu setzen. Mir wurde sehr schnell klar, dass ich nicht der Podcaster bin, der gerne alleine in Mikrofon spricht. Daher gibt es auch nur zwölf Folgen.

Nach dem Ende von DeimHart habe ich bis auf wenige Ausnahmen etwa viereinhalb Jahre Pause mit dem aktiven Podcasting pausiert. Natürlich habe ich in der Zeit weiter Podcasts gehört.

Ralf Hersel, ein Bekannter aus der Freien-Software-Bewegung fragte mich in 2019, ob ich mir vorstellen könnte bei LibreZoom, einem Podcast über Freie Software, mitzumachen. Mit Folge 12 war es dann so weit, dass ich bis zum Ende des Podcasts Mitte 2020 als Co-Host Ralf unterstützt habe.

Der Podcast LibreZoom wurde von Marius Quabeck (NerdZoom Media) produziert, was mich dann auch zur Teilnahme an einigen wenigen Episoden des NerdZoom-Podcasts gebracht hat.

Seit September 2020 bestreite ich jetzt mit Mario Hommel, den ich über die gemeinsam genutzte Blogsoftware Serendipity (er ist wenige Monate länger dabei als ich) kenne, den Podcast BuzzZoom, der ebenfalls von Marius produziert wird.

Buzzwords, zu Deutsch Schlagwörter begegnen uns täglich in den Medien, im Arbeitsleben und im Privaten. Oft werden sie als Modewörter benutzt, ohne die wirkliche Bedeutung dabei im Blick zu haben.

Dirk und Mario analysieren in jeder Folge ein Buzzword, sprechen über seine Bedeutung und die Hintergründe. Hierbei wird auch die ein oder andere leere Worthülse mit einem guten Schuss Ironie entlarvt. Obwohl die beiden beruflich und privat eher technisch unterwegs sind, sind nicht nur Buzzwords aus IT und Technik ein Thema.

Von Sujeevan Vijayakumaran wurde ich mal gesiezt als er mich auf der OpenRheinRuhr 2010 angesprochen hat, zu dem Zeitpunkt war ich noch Vereinsvorstand für den Ubuntu Deutschland e. V. Wir wollten auch immer mal etwas zusammen machen. Wir kommen beide aus dem Ruhrgebiet und interessieren uns beide für "Leben und Arbeiten in Tech". Ich durfte Sujeevan einen Teil seines Berufslebens begleiten und so ist im November 2020 der Podcast TILpod entstanden, der genauso wie BuzzZoom immer noch aktiv ist.

Sujeevan und Dirk reden über Themen, die Ihnen in der letzten Zeit untergekommen sind. Die Abkürzung "TIL" steht für "Today I learned", es geht also um Themen, die neu für die beiden waren oder die sie in der letzten Zeit erst so richtig verstanden haben.

Dazu kommen Hinweise, wie sie versuchen, ihr Arbeitsleben zu verbessern und zusätzlich gibt es auch den einen oder anderen Karrierehinweis.

So, das ist die Geschichte. Ich hoffe, dass ich keinen grösseren Meilenstein oder Link vergessen habe. Falls doch bin ich für Hinweise in den Kommentaren dankbar.

Linkdump 24/2021

Da bin ich wieder mit einem "Kesselchen Buntes". Der Fokus scheint unbeabsichtigt auf Arbeit zu liegen.

Sehr spannendes Experiment, bei dem ich nicht vermute, dass ich das so konsequent wollen würde. Ein Jahr digitale Selbstbestimmung.

Schweizer Wirtschaft, ein Erklärungsversuch, woher der Reichtum der Schweiz kommt.

Ja, das hat was und das gilt nicht nur für Frauen, aber für sie im Besonderen. Liebe Unternehmen, seid endlich ehrlich zu euren Bewerbern!.

Ist die Generation Y „unbindbar“? Ich mag ja gar nicht, wenn etwas an Generationen fest gemacht wird, weil die Inhalte meistens auch generationsübergreifend gelten.

Nun ja, Zeit kann man nicht managen, aber den Umgang mit ihr (Klugscheisser). Es gibt da durchaus Techniken, die sinnvoll sind. Warum wir kein Zeitmanagement mehr betreiben sollten.

Linkdump 23/2021

Willkommen zu einem etwas längerem Linkdump in einer sehr technischen Variante. Ich bin auf Eure Rückmeldungen gespannt.

Der Zusammenfassung von Michael ist kaum noch etwas hinzuzufügen, Fluch und Segen von Gnome.

Eine Frage der Ehre stellt einen der Gründe dar, weshalb viele Privatleute nicht gerne oder sogar gar nicht Handwerker beschäftigen.

Mit Gerrit bin ich nicht immer einer Meinung, aber hier hat er einen Punkt, Debian - Verzettelt in Alternativen.

Fedora 34, schöne Zusammenfassung der neuen Version - wenn die Probleme mit dem brandneuen Audiostack behoben sind, werde ich mein Notebook umstellen.

This applies equally to podcasts, you must have extraordinary content to have people listen to your bad audio quality podcast, High quality audio makes you sound smarter.

Zwei Jahre DNS-Service der Digitalen Gesellschaft, ich nutze sie auch in Firefox auf dem Desktop und Bromite auf Android.

Ja, das ist auch sehr interessant, Microsofts verblüffendes Browser-Comeback.

"Was ist denn Python?" - Um so wichtiger ist es, dass die Ausbilder und Ausbilderinnen in den Unternehmen auf einem aktuellen Stand sind und den auch weitergeben.

An der Überschrift bemerkt man die Apple-Nähe von t3n, weil Apple das gleiche macht und das auch im Beitrag erwähnt wird, Google trackt illegal Android-Nutzer.

Danke für nichts, Oracle! - dieses Mal in der "Java-Edition".

Linkdump 22/2021

Viel Spass mit den Fundstücken der letzten Woche, dieses Mal unter anderem mit dem - meiner Meinung nach - besten Artikel zum Thema "Remote Work" und einem Performancevergleich zwischen Apples M1 und einer älteren Intel-CPU mit einem echten und keinem synthetischen Anwendungsfall.

Remote work can only be efficient when you break with "in-office-habbits": No, We Won’t Have a Video Call for That!.

Welche Bedeutung haben sie in Zukunft? Diese Frage zu Linux-Distributionen habe ich mir verschiedentlich auch gestellt.

Ich referenziere immer auf "not so smart watches", vieles, was derzeit möglich ist, wird kaum gebraucht. Schritt zurück bei der Smartwatch.

Mac M1 Lenovo P1 bzw. macOS vs Linux beinhaltet einen Vergleichstest von Apples M1 und einer betagteren Intel-CPU. Spannend!

Linkdump 21/2021

Heute mal etwas technischer und leider nur ein sehr kurzer Linkdump.

Vielleicht - hoffentlich - könnt Ihr etwas damit anfangen.

Meiner Meinung nach hatte ich das mal im Blog, aber ich bin mir nicht sicher, bitte denkt daran, dass Eure Texte dann von einem anderen Dienst lesbar sind, Dieses Tool hilft euch beim Verfassen von Texten.

So schreibt ihr richtig gute Git-Commit-Messages, der beste Tipp ist meiner Ansicht nach auf "-m" bei "git commit" zu verzichten, dann wird es einfacher.

Willkommen im Club, Mario, Von selfoss zu FreshRSS.

Blogtradition

Im letzten Artikel habe ich kurz angemerkt, dass wir vielleicht alte Blogtraditionen einmal aufleben lassen und uns (alte) Blogger wieder stärker mit Trackbacks und Pingbacks zu vernetzen. (Das ist übrigens eine Sache, die Blogs aus statischen Generatoren nicht können).

Robert hat den Ball gleich aufgenommen und meinen Bloggeburtstag in einem Blog errwähnt und damit dann auch gleich einen Trackback an mein Blog gesendet. In meiner Blogsoftware tauchen Tracbacks und Pingbacks im Kommentarbereich auf.

Robert und Mario betreiben ihre Blogs Nur ein Blog und Hommel-Net Weblog übrigens genauso lange wie ich.

Bloggeburtstag Nummer 16

Vor 16 Jahren hätte ich nie gedacht, dass dieses Blog so lange existieren wird.

Dieser Geburtstag wird mit den folgenden "Gedenktagen" geteilt:

Tue, 25.05.2021, Towel Day, year 2001, age 20 years
Tue, 25.05.2021, Geek Pride Day, year 2006, age 15 years
Tue, 25.05.2021, Nerd Pride Day, year 2006, age 15 years
Tue, 25.05.2021, Star Wars Premiere, year 1977, age 44 years
Tue, 25.05.2021, Dirks Logbuch, started 2005, ago: 16 years


Towel Day und Geek Pride Day.

Leider kann ich mich momentan nur selten dazu aufraffen, mehr als den (überwiegend) wöchentlichen Linkdump zu verfassen. Allerdings habe ich die Hoffnung, dass es irgendwann mal wieder mehr werden könnte.

Das Blog läuft seit Beginn mit der Software Serendipity und - obwohl ich von Zeit zu Zeit darüber nachdenke, die Software zu wechseln - bin ich dennoch nie gewechselt. (Wenn mir die Kommentarfunktion nicht so wichtig wäre, hätte ich vermutlich auf eine statische Blogsoftware umgestellt)-

Linkdump 20/2021

Und wieder eine neue Woche mit einem neuen Linkdump. Dieses Mal sind es leider nur vier Artikel.

Dafür ist es ausreichend "bunt".

Das ist eine Binsenwahrheit, die aber leider von (sehr vielen) Firmen ignoriert wird, Warum das Arbeitsumfeld wichtig ist.

Freenode-Betreiber ziehen sich zurück, sehr spannend, wie sich Dinge entwickeln. Für mich zeigt sich, dass solche Infrastruktur besser in die Hände von Stiftungen oder Vereine gehört.

Weig Überraschungen, aber ein guter Überblick: Die Lieblingstools der Hacker.

curl is 23 years old today as told before, I like this kind of articles.

Linkdump 19/2021

Hier ist der aktuelle Linkdump.

Ich finde es spannend, dass sich die geschichtlichen Links zu Programmiersprachen und anderen Tools mehren.

Viel Spass!

Die Geschichte von Python ist sehr spannend, Vom Nerd-Projekt zu einer der beliebtesten Programmiersprachen der jüngsten Zeit.

Fast alle Frauen machen den gleichen Fehler im Job, ist das wirklich so, ich kann es nicht beurteilen.

Das ist alles meine Schuld ... Onyx BOOX Note3 im Einsatz.

Eine Arbeit in Word schreiben, tja, einer der Gründe, weshalb LaTeX immer noch seine Berechtigung hat.

Podcast:

Die Folge 34 des Podcasts Auslegungssache kümmert sich um "Selbstdatenschutz", sehr gut gemacht. Und schützt eure Daten!

Linkdump 18/2021

Da ich ein wenig mehr Zeit gefunden habe, Artikel zu lesen, sind es in diesem Linkdump auch deutlich mehr Beiträge geworden.

Vermutlich ist für jeden von Euch etwas dabei.

Simpel ist die Massnahme nicht, wenn man schon länger auf die im Artikel erwähnte Weise arbeitet: Wie du durch eine simple Maßnahme 40 Prozent deiner Arbeitszeit einsparst.

How To Wake Up at 5 A.M. Every Day - the secret is to go to bed early. Some insights about a workday that starts early.

Some techniques and tricks to optimize your time management, A Realistic Guide to Better Productivity.

Lesemüde? So entkommen Sie dem Lesetief, wie wahr, wie wahr, ...

Das halte ich auch für wichtig und ja, das sollte im Elternhaus stattfinden, aber es schadet nicht, wenn es auch in der Schule thematisiert wird, Finanzunterricht als verpflichtendes Schulfach.

Elon Musk brachte einen enormen Schub - ein Interview mit den Machern von Signal.

Das ist streitbar, aber in dem Artikel steckt viel Wahres, Linux-Distributionen - Überholte Infrastruktur?.

Linux-Distributionen zwischen Stabilität und Aktualität, ähnlich wie Jörg denke ich, dass sich da noch viel tun wird, alte Konzepte müssen aufgebrochen werden.

Für mich ist es eine Mischung, wobei analog für mich "digitales Notizbuch" (handschriftlich) bedeutet, Analoge vs. digitale Planung: Was ist besser?.

Zu diesen Uhrzeiten ist dein Körper in Hochform, es ist gut, dass für die Planung des eigenen Arbeitstages zu wissen.

Linkdump 17/2021

Nachdem ich in der letzten Woche zu wenig Material für den Linkdump hatte, ist es jetzt eine ordentliche Menge geworden.

Ich wünsche Euch viel Spass und bin gespannt auf Eure Kommentare.

Was mal wieder zeigt, dass die Grossunternehmen nicht zimperlich sind, wenn es um die Massenjobs geht - «Wir lebten bei Apple wie in einer Legebatterie».

Pipe Viewer – A Unix Utility You Should Know About, completely agreed, it is a pretty nice and helpful tool.

Die konservativen Unternehmen können sich nicht mehr auf ihren alten Geschäftsmodellen ausruhen, Das Tempo von Revolut überrascht.

Android oder iPhone? Für Bill Gates ist die Sache klar, tja, die Integration in andere Ökosysteme kann ein Entscheidungskriterium sein.

Good advice, we all are sitting too much and most of the time wrong, You’re sitting wrong — and your back knows it. Here’s how to sit instead.

Neun Mantras, mit denen Sie mehr Erfolg im Job haben, mir haben die Hinweise gefallen und an einige halte ich mich schon seit längerem.

Das hat nichts mit Millenials zu tun, das finden fast alle Kopfarbeiter Mist. Nur fiese Menschen rufen an: Warum Millennials so ungern telefonieren.

Linkdump 15/2021

Viel Spass mit den von mir für gut befundenen gelesenen Artikel der letzten Woche. Es ist "ein Kesselchen Buntes geworden".

Yes, I see the signs as well, 6 signs you might be a Linux user.

Eine Skriptsprache feiert 30. Geburtstag, schöne Hommage an Perl - spannenderweise haben die meisten die gegen Perl sind, die Sprache noch nie benutzt.

Sujeevan shares some learnings after one year at GitLab, 7 things which I didn't expect to learn.

Richard Stallman versucht es mit Entschuldigung, es bleibt bei dem Versuch.

Schön geschrieben und interessant zu lesen, was man auf einer Langstreckentour mit einem E-Auto erlebt, Einmal Nordkap und zurück.

Podcast-Episode:

RadioTux Sendung März 2021 ist eine absolute Hörempfehlung mit Remote Office als Thema. Lohnt sich.

Linkdump 14/2021

In dieser Woche gibt es einen Fokus auf Signal, aber auch die anderen beiden Links finde ich lesenswert. So einen Artikel wie der über das Ökosystem und die Geschichte von Perl würde ich mir für viele Open-Source-Projekte wünschen.

Very nice introduction into Perl and the history of Perl and its ecosystem, it is all about people, Perl turns 30 and its community continues to thrive.

Sieben Tipps für smartere virtuelle Meetings ist ein wirklich guter Artikel, wenn man die Werbung nicht beachtet.

Golem berichtet Signal-Server nicht mehr Open Source und natürlich mussten sie das für sich ausschlachten, nachdem das Repository wieder aktualisiert wurde, Signal aktualisiert Server-Code nach Golem.de-Bericht. Der Hauptentwickler von Signal - "Moxie" - kommentiert das in einem Kommentar auf GitHub auch, wobei die Erklärung ziemlich dünn ist - es ist nur ein Kommando, die Commits auf ein zweites Repository zu übertragen oder ein leichtes, es zu automatisieren.

Monitoring Zwischenintermezzo

Jetzt habe ich schon einen neuen Rechner, kann aber natürlich nicht sagen, wie ich ihn im Normalbetrieb auslaste. Dass die NVMe-Performance sehr gut ist, habe ich ja bereits geschrieben.

Um es vorweg zu nehmen: Gar nicht!

Mehr über den neuen Rechner herauszufinden, ist aber eine gute Gelegenheit, sich einmal mit Prometheus und Grafana auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Beschäftigung damit war sehr positiv überrascht, wie leicht das alles ist, zumindest in diesem einfachen Fall.

Disclaimer: Bitte versteht das folgende als "Proof of Concept", um schnell zu einem Ergebnis zu kommen. Benutzt es bitte nicht für ein Produktionssetup auf Servern im Internet.

Ganz bewusst nutze ich keine Pakete, sondern die Binaries von den Webseiten der Hersteller. Wenn ich das Experiment beende, können die Daten und Installationen sehr schnell gelöscht werden.

Hier werde ich keine Einführung in Prometheus geben, dafür gibt es zahlreiche Webseiten, die das schon sehr ausführlich gemacht haben. Für dieses Setup muss man nur so viel wissen, dass Prometheus selber die zentrale Komponente ist, die in regelmässigen einstellbaren Abständen, Daten von den Exportern sammelt und in eine eigene "Time series database" schreibt. Der Node Exporter stellt Daten über Diskbelegung, I/O-Verhalten, CPU, Load, ... und vieles andere mehr zur Verfügung. Grafana greift auf diese gesammelten Daten zu und bereitet sie grafisch in Dashboards auf.

Der Spass beginnt mit der Anlage des Users, mit dem alles laufen soll.

# adduser --system --home /srv/monty --shell /sbin/nologin monty

Danach folgt der Download der nötigen Archive von der Prometheus Download Seite und der Grafana Downloadseite (die ist ein bisschen versteckt).

# mkdir /srv/monty/archive 

# cd /srv/monty/archive 

# curl -LO https://github.com/prometheus/prometheus/releases/download/v2.26.0/prometheus-2.26.0.linux-amd64.tar.gz

# curl -LO https://github.com/prometheus/node_exporter/releases/download/v1.1.2/node_exporter-1.1.2.linux-amd64.tar.gz

# curl -LO https://dl.grafana.com/oss/release/grafana-7.5.3.linux-amd64.tar.gz

Die einzelnen Archive werden ausgepackt und es wird jeweils ein Link auf das ausgepackte Archiv gesetzt. Das macht das Update deutlich einfacher.

# cd /srv/monty

# tar xzf archive/prometheus-2.26.0.linux-amd64.tar.gz

# tar xzf archive/node_exporter-1.1.2.linux-amd64.tar.gz

# tar xzvf archive/grafana-7.5.3.linux-amd64.tar.gz

# ln -s grafana-7.5.3 grafana

# ln -s node_exporter-1.1.2.linux-amd64 node_exporter

# ln -s prometheus-2.26.0.linux-amd64 prometheus

Jetzt noch schnell je ein Verzeichnis für die Grafana- und die Prometheus-Daten anlegen und die mitgelieferten Konfigurationen kopieren. Der Nodeexporter ist "dumm", der plappert wie ein Wasserfall, wenn er gefragt wird.

# cd /srv/monty

# mkdir promdata grafdata

# cp prometheus/prometheus.yml promdata

# cp grafana/conf/defaults.ini grafdata/grafana.ini

In der grafana.ini-Datei sind die folgenden Änderungen vorzunehmen, alles andere muss nicht angefasst werden:

data = /srv/monty/grafdata
logs = /srv/monty/grafdata/log
plugins = /srv/monty/grafdata/plugins
provisioning = /srv/monty/grafdata/provisioning

An die prometheus.yml-Datei muss man nur die folgenden Zeilen hinter - targets: ['localhost:9090'] anhängen:

- job_name: 'terrania'

scrape_interval: 5s

static_configs:

  - targets: ['localhost:9100']

Der Name ist natürlich frei. Prometheus und Node Exporter arbeiten sehr ressourcenarm, daher kann man durchaus alle 5 Sekunden (oder noch öfter) Werte nehmen. Weitere Exporter werden einfach an das Ende der Datei angehängt. Das Standard-Abfrageintervall sind 15 Sekunden.

Abschliessend noch dem User monty alle Dateien und Verzeichnisse übereignen.

# chown -R monty /srv/monty

Bleibt noch systemd, bitte kopiert die folgenden Service-Files nach /etc/systemd/system und führt danach ein systemd daemon-reload aus.

# /etc/systemd/system/node_exporter.service
[Unit]
Description=Node Exporter
Wants=network-online.target
After=network-online.target

[Service]
User=monty
WorkingDirectory=/srv/monty/node_exporter
Type=simple
ExecStart=/srv/monty/node_exporter/node_exporter

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Bitte beachtet, dass nach den Backslashes "\" nur das Zeilenende kommen darf.

# /etc/systemd/system/prometheus.service
[Unit]
Description=Prometheus
Wants=network-online.target
After=network-online.target

[Service]
User=monty
Type=simple
WorkingDirectory=/srv/monty/prometheus
ExecStart=/srv/monty/prometheus/prometheus \
    --config.file /srv/monty/promdata/prometheus.yml \
    --storage.tsdb.path /srv/monty/promdata \
    --web.console.templates=/srv/monty/prometheus/consoles \
    --web.console.libraries=/srv/monty/prometheus/console_libraries

[Install]
WantedBy=multi-user.target
# /etc/systemd/system/grafana.service
[Unit]
Description=Grafana
Wants=network-online.target
After=network-online.target

[Service]
User=monty
WorkingDirectory=/srv/monty/grafana
Type=simple
ExecStart=/srv/monty/grafana/bin/grafana-server \
    -config /srv/monty/grafdata/grafana.ini \
    -homepath /srv/monty/grafana \
    web

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Die Services werden der Reihe nach gestartet und aktiviert.

# systemctl enable --now node_exporter

# systemctl enable --now prometheus

# systemctl enable --now grafana

Eventuell auftretende Fehler systemctl status node_exporter prometheus grafana sollten natürlich behoben werden.

Grafana lässt sich nun über localhost:3000 aufrufen. Im Standard sind Username und Passwort auf "admin" gesetzt.

Um die ersten bunten Bilder zu sehen, muss noch eine Datasource und ein Dashboard angelegt werden.

Als Datasource solltet Ihr über das Zahnrad und "Data Sources" den Eintrag "Prometheus" auswählen. Prometheus hört standardmässig auf Port 9090, ich musste die komplette URL angeben, das "Scrape interval" habe ich auf "5s" gesetzt.

Als Dashboard empfehle ich den Import von 1860 und die Angabe der gerade konfigurierten Datenquelle Prometheus.

Ich wundere mich immer wieder, dass die CPU-Werte ganz oben angezeigt werden und nicht die aussagekräftigere "System Load".

Abschliessende Anmerkung: Einige von Euch wundern sich vermutlich über die Links, die ich gesetzt habe. Als ich den Artikel geschrieben habe, habe ich auch gleich ein Update von Prometheus und Grafana eingespielt, das funktioniert wie folgt:

# cd /srv/monty/archive

# curl -LO https://github.com/prometheus/prometheus/releases/download/v2.26.0/prometheus-2.26.0.linux-amd64.tar.gz
# curl -LO https://dl.grafana.com/oss/release/grafana-7.5.3.linux-amd64.tar.gz

# cd ..

# tar xzf prometheus-2.26.0.linux-amd64.tar.gz
# tar xzf grafana-7.5.3.linux-amd64.tar.gz

# systemctl stop grafana 
# rm grafana 
# ln -s grafana-7.5.3 grafana 
# systemctl start grafana

# systemctl stop prometheus 
# rm prometheus 
# ln -s prometheus-2.26.0.linux-amd64 prometheus 
# systemctl start prometheus

Wenn man das alles in eine Zeile schreibt, dauert der Teil Stoppen, Link ändern und Starten deutlich unter einer Sekunde.

Viel Spass, bin gespannt auf Eure Kommentare.