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Fazit Bluefin

bluefin

Nachdem Stoeps ein Fazit für die Benutzung von Bluefin veröffentlicht hat, gebe ich gerne meinen Standpunkt in die Diskussion.

Seit rund einem dreiviertel Jahr nutze ich Bluefin auf meinem Standrechner (AMD-CPU, mit Nvidia-Grafikkarte), dem Unterwegsrechner (Tuxedo InfinityBook Pro 14, Generation 9, full AMD) und meinem Testrechner (Dell Latitude 7450).

Immutable Desktops sind toll, bringen sie doch die Trennung von Basissystem und Anwendungslandschaft direkt zu den Benutzern. Das ist eigentlich das, was wir System Engineers den Applikationsbetreuern im Serverbereich schon lange empfehlen und was einer der Treiber hinter containerisierten Lösungen (wie Docker und Podman) war und ist.

Zum Einstieg in das Thema "Immutable OS" emfpehle ich gerne die passende Buzzzoom-Episode, da beleuchten Mario und ich auch Pro und Contra.

Super ist, dass ich gelernt habe, dass das auf dem Desktop auch möglich ist. Und zwar wirklich gut. Distrobox ist vielleicht das beste Tool seit "geschnitten Brot", Homebrew und Flatpak helfen darüber hinaus. Wenn ich Homebrew mit dem empfohlenen Weg /bin/bash -c "$(curl …)" hätte installieren müssen, hätte ich es vermutlich nicht getan.

Damit komme ich auch schon zu meinem ersten grossen Kritikpunkt an Bluefin: Die Images sind viel zu gross! Pro Update (einmal pro Woche) sind es 600 MB bis 3 GB an Daten, die ich herunterladen muss. Das liegt zum einen daran, dass es häufig Änderungen in den unteren Layern des Container-Images gibt, aber zum anderen eben auch daran, dass zu viel Software im Basis-Container zu finden ist. Für mich sollte das Image nicht viel mehr enthalten als den Betriebssystem-Kern, Treiber, Firmware, systemnahe Software (libvirtd, …), ein Basis-Userland (glibc, …) und das Desktop Environment. Bluefin enthält darüber hinaus aber wesentlich mehr.

In Bluefin war und ist der Treiber für meine Docking-Station (displayLink) nicht enthalten und wird auch nie in das Image kommen. Dazu kommt ein Bug in der AMD-Firmware (genaueres dazu bei Stoeps), der auch nicht behoben wurde. Es führt also nichts daran vorbei, ein eigenes Image zu bauen und zu pflegen. Wenn man Bluefin als Basis nimmt, werden dann die Images noch grösser. Diese Probleme hat man mit vielen anderen Distributionen nicht.

Was nehme ich nun aus der Zeit mit?

Wenn ich auf eine paketbasierte Distribution wechsele, werde ich keine Fremdrepositories mehr einbinden. Dazu sind die Möglichkeiten, die mir Distrobox und Flatpak bieten, zu gut. Das gilt sowohl für Software, die in der Distribution nicht vorhanden ist, als auch für Software, die ich gerne in einer anderen (aktuelleren) Version einsetzen möchte.

Auf meinem zehn Jahre alten Notebook läuft momentan testweise CachyOS, das gefällt mir richtig gut. Vermutlich werde ich darauf umstellen. Gerade auf dem alten Gerät machen sich die Performance-Verbesserungen bemerkbar. Andere Distributionen habe ich mir gar nicht angeschaut, da kenne ich als Distrohopper sehr viele bereits.

Michael hat letztes Jahr im August einen sehr guten Artikel zu CachyOS geschrieben, den ich in einem meiner Linkdumps gefunden habe. ;-)

Serendipity 2.6.0

serendipity Das "beste Blog der Welt" hat gerade die Version 2.6.0 veröffentlicht.

Danke an alle Mitwirkenden.

Ich habe alle von mir betriebenen Blogs, inklusive meinem eigenen, auf die neue Version aktualisiert. Die Umstellung funktionierte – wie gewohnt – problemlos. Dirks Logbuch läuft seit dem Start in 2005 mit der gleichen Software, hat reichlich Aktualisierungen und verschiedene Provider gesehen.

Wer eine Blogsoftware sucht, die ohne viel Schnickschnack daherkommt, ist mit Serendipity bestens bedient. Ja, das Ökosystem (inklusive der Templates) ist relativ klein, aber das kann man auch als Vorteil sehen.

Taskwarrior synchronisieren

taskwarrior

Wie bereits geschrieben, bin ich nach einigem "hin und her", was die Aufgabenverwaltung angeht, wieder bei Taskwarrior gelandet. Ich bin sehr überrascht, wie vieles noch in meinem "Muskelgedächtnis" ist und von mir ohne Nachdenken getippt wird.

Trotzdem hat sich in den vergangenen sechs Jahren eine Menge getan. Mit Version 3 setzt Taskwarrior auf die taskchampion-Bibliothek auf und nutzt im Backend keine ASCII-Dateien mehr, sondern eine SQLite-Datenbank.

Was sich durch diese Entscheidung in jedem Fall deutlich erleichtert hat, ist die Synchronisation zwischen verschiedenen Taskwarrior-Instanzen.

Wenn Ihr Synchronisation einsetzten wollt, müsst Ihr auf allen Clients bis auf einen recurrence=off in Eure Konfigurationsdatei aufnehmen.

Die Synchronisation bei Taskwarrior funktioniert (immer noch) so, dass Ihr eine Aufgabenvorlage anlegt, die nach Ablauf des Wiederholungsintervalls nach einem Aufruf von task eine neue zu bearbeitende Aufgabe generiert. Das passiert nur auf der Instanz auf der recurrence=on (oder "1", das ist der Standard-Wert) gesetzt ist.

Aus diesem Grund empfehle ich einen Taskwarrior Client auf der Maschine laufen zu lassen, auf der der Taskchampion-Sync-Server läuft und nur bei diesem die wiederkehrenden Aufgaben erstellen zu lassen.

Aber jetzt zum Setup. der Sync-Server "spricht" http ohne "s", daher ist es sinnvoll einen Reverse-Proxy davor zu schalten, der die Transportverschlüsselung übernimmt, bei mir ist das Caddy, der kümmert sich auch um die Zertifikate. Die folgende kleine Konfiguration leitet Anfragen an den lokal laufenden Server auf Port 8000 weiter.

$ cat /etc/caddy/Caddyfile.d/taskchampionsyncserver.caddyfile
taskchampionsyncserver.deinedomain.tld {
    reverse_proxy localhost:8000
}

Die Installation und den Start des Caddyservers spare ich mir an dieser Stelle.

Ich spare mir bei den Skripten im folgenden auch den Anfang, der bei allen Skripten gleich ist. Ersetzt bitte User durch den Nutzer, unter dem Ihr die Dinge ausführen wollt.

#!/bin/bash
set -o errexit
set -o nounset
set -o pipefail

Mit dem Start des newclient-Skriptes könnt Ihr einen neuen User anlegen, ich habe das ausgelagert, weil ich das im Produktivbetrieb nicht mehr möchte.

$ cat ~/bin/newclient.bash

podman ps -a --filter "name=taskchampion-sync-server" -q | xargs -r podman rm -f || true

podman run --rm \
    --name taskchampion-sync-server \
    --env RUST_LOG=debug \
    --env CREATE_CLIENTS=true \
    --volume /home/user/.local/share/taskchampion-sync-server:/var/lib/taskchampion-sync-server/data \
    --publish 127.0.0.1:8000:8080 \
    ghcr.io/gothenburgbitfactory/taskchampion-sync-server

Auf dem Client müsst Ihr jetzt eine client_id und ein encryption_secret definieren. Für die Client-ID benutze ich uuidgen und für das Secret pwgen -n 32 1.

$ uuidgen
0428cc40-4cf8-4b95-a862-6daddb13bc79

$ pwgen -n 32 1
iec4koh0nai8yaithee1yieQu8ieg0pu

Mit diesen Informationen könnt Ihr jetzt den Client konfigurieren, dazu die folgenden Zeilen in Eure .taskrc aufnehmen.

sync.server.url=https:\/\/taskchampionsyncserver.deinedomain.tld
sync.server.client_id=0428cc40-4cf8-4b95-a862-6daddb13bc79
sync.encryption_secret=iec4koh0nai8yaithee1yieQu8ieg0pu

Einer ersten Synchronisation steht jetzt nichts mehr im Weg.

$ task sync
Syncing with sync server at https://taskchampionsyncserver.deinedomain.tld

Wenn alles geklappt hat, könnt Ihr das laufende Skript newclient.bash beenden.

Das nun folgende Skript startet den Syncserver im "Produktivbetrieb" (Umgebungsvariable CREATE_CLIENTS), die Daten landen in ~/.local/share/taskchampion-sync-server:

$ cat ~/bin/start-taskchampionsyncserver.bash

podman ps -a --filter "name=taskchampion-sync-server" -q | xargs -r podman rm -f || true

podman run --rm \
    --name taskchampion-sync-server \
    --env RUST_LOG=debug \
    --env CREATE_CLIENTS=false \
    --volume /home/user/.local/share/taskchampion-sync-server:/var/lib/taskchampion-sync-server/data \
    --publish 127.0.0.1:8000:8080 \
    ghcr.io/gothenburgbitfactory/taskchampion-sync-server

Ein Stoppskript hat es natürlich auch.

$ cat ~/bin/stopp-taskchampionsyncserver.bash

podman stop taskchampion-sync-server

So, jetzt noch einen User-Service angelegt und später aktiviert (enabled).

$ cat ~/.config/systemd/user/taskchampionsyncserver.service

[Unit]
Description=Taskwarrior Webui
Documentation=https://github.com/DCsunset/taskwarrior-webui

[Service]
User=user
Group=user
Restart=always
RestartSec=5s
Type=simple
WorkingDirectory=/home/user
ExecStart=/home/user/bin/start-taskchampionsyncserver.bash
ExecStop=/home/user/bin/stopp-taskchampionsyncserver.bash

[Install]
WantedBy=default.target

So, Endspurt. Als letztes ein kleines Skript, das das task-Kommando aufruft (um wiederkehrende Aufgaben zu erstellen) und danach mit dem Syncserver synchronisiert.

$ cat ~/bin/tasksync.bash

/usr/bin/task rc.verbose=nothing --quiet || true
/usr/bin/task rc.verbose=nothing sync || true

Noch einmal ein Userservice:

$ cat ~/.config/systemd/user/tasksync.service

[Unit]
Description=Create Recurring tasks and sync

[Service]
User=user
Group=user
Type=oneshot
RemainAfterExit=no
ExecStart=/home/user/bin/tasksync.bash

[Install]
WantedBy=default.target

Statt einem Cronjob lasse ich diese Aufgabe mit einem systemd-timer-Eintrag erledigen. Ja, alle fünf Minuten, aber das ganze Syncskript läuft nur eine viertel Sekunde.

$ cat .config/systemd/user/tasksync.timer
[Unit]
Description=Tasksync

[Timer]
OnBootSec=15min
OnUnitActiveSec=5min
Persistent=true

[Install]
WantedBy=default.target

Rückfragen, Kommentare und Verbesserungsvorschläge gerne in den Kommentaren.

Zurück zu Taskwarrior

taskwarrior

Nach rund sechs Jahren mit verschiedenen Tools habe ich mich entschieden, wieder zurück auf Taskwarrior zu wechseln. Über Taskwarrior finden sich hier im Blog eine Menge Artikel (Tag taskwarrior) und in meinen Vorträgen und Workshops gibt es auch reichlich Informationen. Warum ich gewechselt bin, habe ich "natürlich" auch dokumentiert.

Bei Taskwarrior war ich relativ lange und als ich zu Todoist gewechselt bin, habe ich sehr viele Funktionen vermisst. Meinen Workflow habe ich auf das reduzierte Featureset von Todoist angepasst. Natürlich habe ich auch neue Funktionen bekommen: eine perfekte Synchronisation, die Verfügbarkeit überall und dergleichen mehr.

Das Killerfeature von Taskwarrior, nämlich die Berechnung der Dringlichkeit einer Aufgabe, ist seitens Todoist nie implementiert worden (die wait-Funktion allerdings schon, sie heisst "scheduled").

Die Preiserhöhung bei Todoist hat bei mir allerdings einen Denkprozess angestossen und dafür gesorgt, dass ich nach Alternativen geschaut habe.

Wenn ich darüber nachdenke, dann habe ich herausgefunden, dass ich alle Aufgaben, die ich mobil erfasst habe, einmal nachbearbeiten musste. Sei es, dass ich sie einem Projekt zugewiesen, das Fälligkeitsdatum angepasst oder einen Tag vergeben habe. Daher ist es gar nicht so wahnsinnig wichtig, einen lokalen Client zu haben. Toll wäre es, ein Webfrontend zu haben, um mobil nachschauen zu können.

Nach intensiven Tests mit Super Productivity, Vikunja und Logseq zur Aufgabenverwaltung bin ich von allen nicht zu 100% überzeugt. Alle drei haben Stärken und Schwächen. Zum Teil Stärken, die ich nicht brauche, und Schwächen, die mir wehtun. Logseq werde ich weiterhin für Notizen benutzen, aber nicht zur Aufgabenverwaltung.

Jetzt habe ich Taskwarrior auf einer VM mit Fedora installiert (ich nutze nur das paketierte Tool) und zusätzlich als Frontend Taskwarrior WebUI um auf Systemen ohne ssh-Client (insbesondere mobil) zugreifen zu können. Das WebUI muckt manchmal ein wenig und es scheint auch nicht mehr weiterentwickelt zu werden. Vermutlich steige ich auf Taskwarrior Web um, wenn mein Problem gelöst wird.

⁣MitTaskwarrior 3 hat sich eine Menge getan, unter anderem wird im Backend jetzt SQLite als Datenbank verwendet und es gibt einen neuen Synchronisationsserver, den ich noch testen muss.

Von Speakerdeck zu Hugo

Unter den Aufgaben in Todoist war unter anderem auch die Migration aller Vortrags- und Workshop-Präsentationen von Speakerdeck in die eigene Hugo-Installation.

Ich bin ganz froh, dass ich damit zwei fremd gehostete Dienste loswerde. Über den Auszug aus Todoist habe ich ja schon geschrieben, dazu gibt es nächste Woche noch etwas Neues bzw. eine Entscheidung, die ich gerade prüfe.

Alt waren die Vorträge und Workshops unter speakerdeck.com/ddeimeke, dort habe ich nur noch einen Platzhalter übrig gelassen, neu sind sie jetzt unter ddeimeke.link/public (bzw. changelog.deimeke.ruhr/page/public-speaking/). Die Sammlung ist noch etwas rudimentär, ich werde mir noch Gedanken darüber machen, wie ich das aufhübschen kann.

In Hugo kommt das hugo-embed-pdf zum Einsatz, es ist auch auf GitHub zu finden. In diesem Zusammenhang: Es ist gar nicht so einfach, ein Plugin zu finden, mit dem man PDFs in Webseiten einbetten kann.

Vaultwarden selbst hosten

linux

Auf mehrfachen Wunsch einer Person beschreibe ich hier einmal, wie ich Vaultwarden selbst hoste. Vaultwarden ist eine nicht offizielle auf Open Source basierende Serverkomponente, mit der sich jeder Bitwarden-Client verbinden lässt. Bitwarden ist der Passwort-Manager, den ich verwende, dazu vielleicht später einmal mehr. Nur so viel an dieser Stelle, der Client ist ebenfalls Open-Source-Software. Er existiert für nahezu jede Plattform und als Plugin / Extension / Addon für die gängigen Browser.

Zunächst habe ich einen User angelegt, unter dem die Serverkomponente laufen soll. Bei mir heisst der User vault.

$ groupadd --gid 201 vault
$ useradd -u 201 -s /bin/bash -g vault -m -k /etc/skel -b /srv vault

Bei mir wird eine Fehlermeldung geworfen, weil die User-ID nicht in der vorgegebenen Range ist, ich ignoriere die. Wenn es Euch wichtig ist, nutzt eine andere ID.

Das Homeverzeichnis des Users liegt unter /srv/vault, wo später auch die Daten liegen werden.

Ich weiss, dass das alles mit Quadlets geht, mir geht aber in der Experimentierphase das ständige Daemon-Reload auf die Nerven, daher wird der Dienst bei mir mit Skripten gestartet und gestoppt und mit dem folgenden systemd-Unit-File automatisiert.

$ cat /etc/systemd/system/vault.service

[Unit]
Description=Vaultwarden
Documentation=https://github.com/dani-garcia/vaultwarden
Requires=network-online.target
After=network.target

[Service]
Restart=on-failure
User=vault
Group=vault
Type=simple
WorkingDirectory=/srv/vault
ExecStart=/srv/vault/start.bash
ExecStop=/srv/vault/stopp.bash

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Ach ja, um über Port 443 erreichbar zu sein, benötigen wir noch einen Reverse-Proxy. Da hat sich bei mir Caddy bewährt. Der Eintrag im Caddyfile ist gerade einmal drei Zeilen lang. Caddy sorgt automatisiert für Let's Encrypt-Zertifikate.

$ cat /etc/caddy/Caddyfile

vault.deine.domain {
    reverse_proxy localhost:3201
}

Nach einem Wechsel auf den User vault (su - vault), erstelle ich ein Verzeichnis data und lege die Skripte start.bash und stopp.bash an und mache sie ausführbar. Die "set -o"-Einträge habe ich grundsätzlich in Skripten. Ich benutze Podman für Container und nicht Docker.

Um den Container starten zu können, braucht man noch ein paar User-IDs und die Möglichkeit, dass der Dienst auch laufen kann, wenn der User nicht angemeldet ist. Dass die Zeilen so aussehen, ist reiner Bequemlichkeiteit geschuldet. Da gibt es noch Tuning-Potenzial.

$ grep vault /etc/subuid
vault:100000:65536

$ grep vault /etc/subgid
vault:100000:65536

$ loginctl enable-linger vault
$ cat start.bash

#!/bin/bash
set -o errexit
set -o nounset
set -o pipefail

podman ps -a | awk '! /^CONTAINER/ {print $1}' | xargs podman rm || true

podman run --rm \
        --name vaultwarden \
        --env DOMAIN="https://vault.deine.domainr/" \
        --volume /srv/vault/data/:/data/ \
        --publish 127.0.0.1:3201:80 \
        docker.io/vaultwarden/server:latest
$ cat stopp.bash

#!/bin/bash
set -o errexit
set -o nounset
set -o pipefail

podman stop vaultwarden

Nach systemctl restart caddy könnt Ihr testen.

Wenn alles richtig ist, sollte nach einer Ausführung von start.bash die Webseite von Vaultwarden aufrufbar sein und Ihr könnt einen Account anlegen. Falls nicht, müssen die Fehlermeldungen behoben werden. Wenn Ihr nicht weiterkommt, meldet Euch bitte.

Für die Automatisierung braucht es ein systemctl daemon-reload und ein systemctl enable --now vault.

Viel Spass!

Huch, vergessen, Ihr braucht ja auch noch die Adminseite unter /admin.

Dazu muss einmal das start.bash-Skript und die Zeile -e ADMIN_TOKEN= ergänzt, die Webseite unter vault.deine.domain/admin aufgerufen, Einstellungen gespeichert und die Zeile danach wieder gelöscht werden.

Achtung: Das beschriebene ist die einfache, unsichere Variante, wie man das Token sicher generiert, ist auf der Vaultwarden-Webseite beschrieben.

Digitaler Unabhängigkeitstag

Über Jörg wurde ich an den Digitalen Unabhängigkeitstag an jedem ersten Sonntag im Monat erinnert.

Aus diesem Grund möchte ich gerne an meinen Artikel über Alternative Matrixhoster erinnern. Die Anbieter dort bieten zumeist neben Matrix auch noch andere Dienste zur freien Benutzung an.

Einige Services, wie beispielsweise FreshRSS, Kanboard, Linkding, Readeck, Wallabag (und weitere), biete ich für Interessierte ebenfalls an, E-Mail reicht. Bis auf Wallabag nutze ich alles selbst, aber es gibt generell keinen Anspruch, dass die Dienste immer verfügbar sind.

Es gibt eine Status-Seite, wobei ich nicht alles für Menschen ausserhalb der Familie bereitstelle.

Kommunikationswerkzeuge und Messenger Ende 2025

Die Lage hier stabilisiert sich, hier zum Vergleich die Liste vom letzten Jahr.

Änderungen gegenüber dem letzten Jahr habe ich in kursiv gesetzt.

Nutze ich:
  • Matrix
  • Threema
  • Signal, Jetzt auch immer häufiger für Video-Calls
  • Discord (sehr selten)
  • Microsoft Teams
  • Nextcloud Talk
  • OpenTalk (immer seltener)
  • SMS

Kontaktadressen findet Ihr auf meiner Homepage.

Wie ich Ende 2025 arbeite (Client)

Was soll ich als Einleitung schreiben, auch hier gab es einen Artikel im letzten Jahr. Hier tut sich erfahrungsgemäss sehr viel mehr als auf der Serverseite.

Hardware

Damit sind meine "daily driver" (Hybrid bedeutet, dass ich die die Geräte privat und beruflich einsetze):

  • Hybrid: Google Pixel 9
  • Hybrid: Onyx Boox Max 3
  • Privat: Boox Palma 2 Pro
  • Privat: Withings ScanWatch
  • Privat: TUXEDO Infinity Book
  • Privat: TUXEDO Core One
  • Privat: Sony WH-1000XM4
  • Arbeit: Lenovo P1 Generation 4
  • Arbeit: Jabra Evolve2 65 (USB-C)

Mehr Details zu der von mir eingesetzten Geräte gibt es auf der Technikseite im Blog, eine dedizierte Computer-Historie gibt es dort übrigens auch.

Software

Android

Ich nutze auch Organic Maps wieder, aber OsmAnd zusätzlich.

Die Geshichte der Kartenanwendungen ist sehr in Bewegung, mir reicht mittlerweile CoMaps für alles (insbesondere für Wanderungen).

Linkdy ist der Bookmarkclient zu meiner Linkding-Instanz.

Das Wetter zeigt mir mittlerweile Breezy Weather an. Sehr gut konfigurierbar und genauso gut oder schlecht wie andere Wetter-Apps, nur dass sie besser aussieht.

Einen Client für meine Immich-Instanz gibt es ebenfalls neu.

Bei den LLMs bin ich zu Mistral (mit passender App) gewechselt. Mistral macht sehr schnell grosse Fortschritte und unterliegt der DSGVO, das finde ich gut.

Linux

Da ich den Spass am Ausprobieren wiedergefunden habe, haben sich hier reichlich Veränderungen ergeben.

Auf meinen Clients läuft Bluefin als Distribution (Immutable OS) und damit auch wieder Gnome. Damit einhergehend kommen jetzt Anwendungen containerisiert via Distrobox. Darüberhinaus werden grafische Anwendungen via Flatpak, Kommandozeilen-Anwendungen via Homebrew installiert.

DotFiles werden neu mit Chezmoi verwaltet, was auch statische Binaries kann. Wenn es rein um statische Binaries ginge, lohnt eget einen Blick.

Ich habe viele Editoren ausprobiert und bleibe in der Kommandozeile bei Vim, als grafischen Editor spiele ich gerade mit ecode herum.

Durch den Distributionswechsel, habe ich VirtualBox durch Virtual Machine Manager mit libvirtd und KVM im Backend ersetzt.

Als Aufgabenverwaltung kommt neu Vikunja zum Einsatz, vorher war es Todoist. Getestet habe ich auch Super Productivity.

Das bisschen Zeiterfassung was ich mache, erledigt wieder Timewarrior, Clockify habe ich abgesägt.

Als Linkchecker setze ich neu Lychee ein. Funktioniert einfach grossartig.

Die letzte grössere Änderung ist, dass ich mit Typst LaTeX ersetzen möchte. Ich habe LaTeX nur für Präsentationen und Briefe benötigt. Da habe ich mich gefragt, ob ich bis zu 4 GB auf der Platte brauche, um ab und zu einen Brief zu schreiben (ein oder zwei Mal im Jahr).

Suchmaschine

Meine Standard-Suchmaschine ist Kagi, ich zahle dafür und die Ergebnisse sind mir das Geld wert.

Wie ich Ende 2025 arbeite (Infrastruktur)

Es hat sich vergleichsweise mehr getan als beim Arbeitsplatz, hier der Artikel aus dem letzten Jahr.

Spannenderweise nutze ich kaum Bookmarks, meistens suche ich erneut nach den Seiten. Serverseitig bin ich nach Shaarli, über Linkwarden und Readeck (weiterhin sehr gut als Read-Later-Service, für die Verwaltung der Lesezeichen eher weniger geeignet) bei Linkding gelandet. Das gefällt mir gut. Die geteilten Bookmarks und den passenden Feed sind verlinkt.

Von meinem Testserver habe ich mich getrennt und stattdessen eine Mini-VM bei Hetzner gebucht, auf der Uptime Kuma zum Einsatz kommt, um meine Dienste zu überwachen. Die öffentliche Status-Seite zeigt alle Dienste, die ich für mich und andere hoste.

Immich löst den automatischen Upload von Bildern mit dem unzuverlässigen Nextcloud Client ab, das hätte ich schon länger machen sollen. Immich ist eine grossartige und sehr zuverlässige Photo- und Bilderverwaltung.

In dem Kontext. Für Container nutze ich Podman und nicht Docker. Für Immich kommt folgerichtig Podman-Compose zum Einsatz.

Ich hoste jetzt auch eine Vikunja-Instanz, dazu mehr im Client-Artikel (der am 29.12.2025 erscheint oder erschienen ist).

Begonnen habe ich, meine auf Speakerdeck bereitgestellten Vorträge und Workshops in mein Changelog zu migrieren. Ein Dienst weniger, den ich nicht unter eigener Kontrolle habe. Eine Übersichtsseite habe ich ebenfalls erstellt.

Im Rahmen der Blogwochen 2025 war ich doch interessiert daran, ob sich das in den Zugriffszahlen auf mein Blog niederschlägt. Daher habe ich GoAccess installiert und durchsuche damit die Logdateien vom Apache-Webserver. über das Resultat habe ich ebenfalls einen Artikel veröffentlicht.

Die kleineren Versionsupdates führe ich hier wie gewohnt nicht auf.

Mein Arbeitsplatz Ende 2025

Hier die Änderungen aus dem letzten Jahr.

Die Technik am Arbeitsplatz hat sich im letzten Jahr offiziell gar nicht so sehr verändert. Inoffiziell habe ich aber sehr viel von meinen privaten Linux-Geräten gearbeitet. Einfach, weil es möglich war.

Nach Blick in die Empfehlungsecke von Mike Kuketz habe ich mich dann entschieden, für die beruflichen Webseiten den Brave Browser zu benutzen.

Mein Arbeitsort hat sich aber verändert. Das neue Team hat seinen Hauptsitz in Bern. Aus diesem Grund bin ich häufig nach Bern gefahren. Den Fahrtkostenunterschied zu meinem Anstellungs-Arbeitsplatz trägt die Firma.

Meine Firefox-Addons Ende 2025

Dieser Artikel ist die 2025er Edition des Artikels aus dem letzten Jahr.

Hier hat sich im letzten Jahr einiges getan. Hier kommt das, was übrig geblieben ist.

  • Accept-Language per site – um für Webseiten gezielt eine Sprache einstellen zu können.
  • AI Grammar & Spell Checker - LanguageTool - huch, das Plugin wurde umbenannt, vermutlich damit es weiter oben in der Liste erscheint.
  • Bitwarden - Kostenloser Passwort-Manager ist das Plugin für Bitwarden, dem Passwort-Manager, den ich einsetze.
  • Neu: Cookie AutoDelete, um Cookies auch einmal wieder loswerden zu können.
  • Feed Preview rüstet die verloren gegangene Feedkomponente in Firefox wieder nach.
  • History Cleaner, um die History auf 30 Tage zu begrenzen.
  • Neu: Kagi Search for Firefox ist die passende Extension für die Suchmaschine, ich aktuell benutze.
  • Neu: Kagi Translate nutzt den Kagi-Account für Übersetzungen.
  • Neu: linkding extension für das schnelle Hinzufügen von Lesezeichen zu meiner Linkding-Instanz.
  • Neu: Logseq Web Clipper fügt den Inhalt ganzer Webseiten zu Logseq hinzu.
  • Perplexity Omnibox rüstet Perplexity als Suchmaschine nach, so dass man in der URL-Zeile mit @perplexity suchen kann. - benutze ich nicht mehr
  • Mastodon4 Redirect leitet Mastodon4 URLs so um, dass man ihnen von der Heimatinstanz folgen oder favorisieren oder "boosten" kann.
  • Readeck – das passende Plugin zu meinem Readlater-Dienst.
  • Simple Translate kann einzelne Textpassagen übersetzen, Anbindung an Deepl und Google Translate. - den Job macht jetzt Simple Translate
  • Textarea Cache – behält Daten, die man in Textfelder eingegeben hat.
  • Todoist ist die Firefoxerweiterung für die Aufgabenverwaltung. - nutze ich nicht mehr
  • uBlock Origin blockt unter anderem Werbung.
  • Update Scanner scannt periodisch Webseiten auf Veränderungen.
  • Web Extension for Shaarli fügt Links zu meiner Bookmarkverwaltung zu. - bin zu Linkding gewechselt
  • Neu: Hat bei uns ein Revival erlebt, daher wieder dabei. Wishlephant ist das passende Plugin zu einer alternativen Wunschliste.

Alternative Matrixhoster

Da wir gerade einmal wieder ein Problem mit der Föderation von und zu Matrix.org hatten, habe ich einmal geschaut, welche Anbieter es im deutschsprachigen Raum gibt. Ich kann nichts zur Qualität der Dienste sagen, ausser für den, bei dem ich bin.

Sinn einer föderierten Lösung ist ja gerade nicht, dass sich alle Nutzer auf einigen wenigen Instanzen tummeln. Trotzdem muss man sich ja auf das Angebot verlassen können.

Übersichten:

Beide scheinen veraltet zu sein, die zweite Übersicht in der Liste finde ich besonders interessant.

Anbieter:

Liste alphabetisch sortiert.

Wie immer gilt: Korrekturen, Ergänzungen und Kommentare sind willkommen.

Goodbye Super Productivity

superproductivity

Super Productivity habe ich sehr intensiv getestet und gemerkt, dass die Benutzung für mich an ein paar Stellen problematisch ist bzw. nicht gut funktioniert. Die Motivation für den Test habe ich in einem anderen Artikel beschrieben.

Das Tool ist für lokale Datenhaltung ausgelegt, was kein Fehler ist. Eine Synchronisation wurde nachträglich eingebaut (das ist eine Vermutung, weil es so wirkt). Die Synchronisation funktioniert via WebDAV, getestet wird es vom Entwickler mit Nextcloud.

Der grosse Knackpunkt ist, dass das eine "ganz oder gar nicht"-Synchronisation ist. Wenn es zu einem Synchronisationsproblem kommt, dann kann man sich entscheiden, ob man den lokalen Datenstand behalten oder den Remote-Datenstand übernehmen möchte. Synchronisationsprobleme können auftreten, wenn auf beiden Seiten Änderungen vorgekommen sind.

Kleinere Synchronisationsprobleme mit einer kleinen Zahl lokaler Änderungen sind ab und an aufgetreten und kein Problem. Dann kam die Situation, dass ich Remote 428 Änderungen hatte und lokal 24. Egal, wie ich mich entscheide, da gehen Änderungen und damit auch Daten verloren. Das geht nicht und ist ein Ausschlusskriterium für eine Aufgabenverwaltung.

Inhaltlich hat Super Productivity sehr viele Funktionen, die ich nicht benötige – ich bin kein Freelancer – und auch andere, die wirklich gut sind. Ich arbeite sehr viel mit wiederkehrenden Terminen, und da fehlt es noch an ein paar Stellen.

Ein zweiter sehr grosser Knackpunkt war, dass ich im Subreddit Super Productivity ein paar Fragen gestellt habe, die auf irgendeinem Weg ohne erkennbaren Grund gelöscht wurden. Ich weiss nicht von wem oder warum, aber es hat sich nicht gut angefühlt.

Zusammengenommen werde ich den Weg nicht weiter beschreiten und mich ausführlich mit Vikunja auseinandersetzen.

Fünf Jahre Buzzzoom und TILpod

podcast

Wow, wie schnell doch die Zeit vergeht.

Die beiden Podcasts, die ich regelmässig mit Mario Hommel (Buzzzoom) und Sujeevan Vijayakumaran (TILpod) erstelle, sind in diesem Jahr fünf Jahre alt geworden. An solchen Meilensteinen merkt man: "Die Zeit rennt".

$ workspace/daterem.git/daterem.py -f daterem.dat 2025 | \grep -Ei "buzzzoom|tilpod"
Wed, 08.10.2025, BuzzZoom, year 2020, age 5 years
Tue, 25.11.2025, TILpod, year 2020, age 5 years

Mir machen beide Podcasts immer noch sehr viel Spass, auch wenn die Themenfindung bei beiden manchmal etwas mühsam ist.

Würde mich freuen, wenn Ihr einmal hereinhört und Euer Feedback gebt.

cronjob