Skip to content

Silverlight? Echt jetzt?

Wir haben seit Ende letzten Jahres ein Pferd, es ist multiplattformfähig und heisst Java (ja, tatsächlich). Sie ist aus dem Tierschutz und bekommt gerade eine gute Kinderstube auf der Fohlenweide des Wauwilermoos. Bei Pferden macht "man" das so, ich habe davon keine Ahnung.

Als neugebackene Pferdebesitzer müssen wir das Tier auch bei Agate registrieren. Klar. Unsere Hunde mussten wir auch registrieren (hier heisst das ANIS) und das lief über den Tierarzt.

Ich halte von den Ämtern und Behörden in der Schweiz sehr viel. Ich bin noch nie unfreundlich behandelt worden, die auf den Ämtern arbeitenden Leuten waren immer sehr zuvorkommend. Was die sich aber hier erlaubt haben, schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht.

Das Portal Agate basiert auf Microsoft Silverlight und lässt sich auch nur über den Internet Explorer benutzen, Versuche mit der Silverlight-Portierung auf Linux namens Moonlight sind fehlgeschlagen. Entschuldigt die harten Worte, aber wer hat denen ins Hirn geschissen, welcher Entscheider hat da Mist gebaut? Für ein öffentliche Seite auf eine proprietäre Lösung zu setzen, bei der man nicht weiss, wie lange sie leben wird und die nicht von allen Rechnern ausgeführt werden kann, ist sehr grosser Schwachsinn. Ihr habt das Web nicht verstanden.

In den Fragen und Antworten heisst es lapidar:

Ich habe keinen Internetzugang. Wie kann ich mein Pferd registrieren?

Die Registrierung ist nur elektronisch auf www.agate.ch möglich. Führen Sie die Registrierung zusammen mit einem Verwandten oder Bekannten durch, welcher Internetzugang hat. Sie können auch jemanden beauftragen, die Registrierung für Sie vorzunehmen – etwa den Besitzer des Pensionsstalles.

Es gibt also noch nicht einmal einen Fallback über Papier oder persönliche Vorstellung beim Amt.

Das ist echt grosser Mist.

Übrigens ist das auch der Grund, weshalb ich gerade auf der Suche nach einer Windows 7 ultimate Lizenz bin, die darf auch in bis zu vier virtuellen Maschinen eingesetzt werden.

Nachtrag wegen Fehlinformation: Um vier virtuelle Windows-Instanzen verwenden zu können, braucht es eine VECD-Lizensierung, Erklärung hier. Ich habe das mit Ultimate und den vier Instanzen irgendwo falsch aufgeschnappt und bekomme das seit dem nicht mehr aus dem Kopf.

SAGE down?

In Diskussionen über System Administratoren und Level verweise ich häufig auf die Job Descriptions der SAGE (System Administrators Guild) und habe sie auch für unser Buch übersetzt. Die Seiten der SAGE scheinen nun aber schon seit einiger Zeit nicht mehr erreichbar zu sein.

Jetzt habe ich eine Kopie hier gefunden, in meiner "Präsentation" über praktische Administration auf der Ubucon 2009 ist sie auch noch zu finden. Zu letzt war das in Junior? Senior? ein Thema.

Ich blogge das mal hier, damit ich den Link nicht verliere. Vermutlich interessiert das auch den Einen oder Anderen.

Goodbye Adminstories ...

Das habe ich völlig vergessen zu schreiben. Das Projekt Adminstories, das Ramon und ich eine Zeit lang betrieben haben, gibt es nicht mehr. Die Inhalte wurden von mir in ein DokuWiki migriert. Die Domain adminstories.de ging ohne Ablösesumme an Peer Heinlein, der diese jetzt als Weiterleitung auf das Admin Stories Blog benutzt, in dem Anekdoten aus dem Adminalltag gesammelt werden.

Viel Spass!

Goodbye Horde ...

Gerade eben ist Horde Groupware Webmail Edition 5.0.0 erschienen und ich frage mich, ob ich die Installation für einen einzigen User, nämlich mich, weiter betreiben soll. Die Antwort ist nein. Ich nutze von Horde nur die Filterung und den Rest irgendwie nicht. Daher lohnt es sich nicht den ganzen Rest mitzuschleppen. Das, was ich brauche, erledigt Roundcube genauso gut.

Danke für die gute Zeit. :-)

Die Filter-Blase ...

Die Filter-Blase ist eine etwas andere Art von Zensur, wobei Zensur definitiv das falsche Wort ist. Personalisierte Suchmaschinen, wie beispielsweise Google, bereiten Suchergebnisse so auf, dass sie zum bisherigen Suchverhalten passen. Das führt dazu, dass Suchergebnisse, die "weiter hinten" in den Suchergebnissen erscheinen, nicht wahrgenommen werden. Dahinter steckt keine böse Absicht sondern die Vermutung, dass Menschen die gleiche Art von Suchergebnissen bevorzugen.

Suche ich nach "Pizza" und der Suchmaschine ist bekannt, dass ich in einem bestimmten Ort wohne, besteht die hohe Möglichkeit, dass Pizzerien in der direkten Umgebung gelistet werden. Ein Koch, der häufig nach Rezepten sucht, wird vielleicht eher Rezepte finden, wenn er etwas eingibt, das wie eine Zutat oder ein Rezeptname aussieht.

Das ist Segen und Fluch zugleich, wie man sich leicht vorstellen kann. Ein interessanter Nebeneffekt ist, dass SEO (Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung) vielleicht doch anders funktioniert als viele Firmen denken.

Ich benutze schon seit einiger Zeit auch aus dem genannten Grund DuckDuckGo als Suchmaschine. Die Macher von DuckDuckGo haben einen illustrierten Beitrag namens Escape your search engine Filter Bubble (Entfliehe der Filterblase Deiner Suchmaschine) und dieses Video gemacht.

There are no "regular results" on Google anymore. from DuckDuckGo on Vimeo.

Hier noch der Ted Talk von Eli Pariser: Beware online "filter bubbles". Danke für den Link Markus.

PDF-Extension für Firefox ...

Sehr schön. Es war lange angekündigt und jetzt ist sie endlich da, die PDF-Extension für Firefox. Damit lassen sich PDF-Dateien direkt im Browser betrachten, ohne, dass beispielsweise der Adobe Reader installiert sein muss.

Die Erweiterung ist ein "Abfallprodukt" des Github-Projektes pdf.js, das PDF-Dateien mit HTML5 und Javascript anzeigt.

geekli.st ...

Christian hat mich auf geekli.st hingewiesen und ich finde die Idee gar nicht schlecht. Wenn ich das richtig verstehe, soll sich das soziale Netzwerk dadurch von anderen abheben, dass Leute ihr Profil durch "geekige Dinge" betanken sollen.

Es ist nett gemacht, vielleicht lohnt sich für Euch ein Blick.

Warum den statischen Seitencompiler?

Per Mail bin ich gefragt worden, wofür man so etwas brauchen kann. Darauf gibt es - in meinem Fall - zwei Antworten.

Zum Einen sitze ich derzeit täglich rund viereinhalb Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln mit sehr begrenztem Zugang zum Internet. Aus diesem Grund wäre es prima, eine Lösung zu haben, mit der ich offline arbeiten kann, um dann - beim nächsten Mal mit Netz - die Änderungen hochladen zu können.

Zum Anderen verursachen statische Seiten wesentlich weniger Last auf dem Webserver, wenn es hohe Zugriffszahlen gibt. Davon, dass sie auch noch sicherer sind als dynamisch generierte Seiten mal ganz zu schweigen.

Compiler für statische Seiten ...

"Eigentlich" habe ich gedacht, dass ich ein Wiki suche, aber das ist nicht ganz richtig. Bei Wikis kam die verständliche Empfehlung, die Wikimatrix zu Rate zu ziehen, aber da habe ich bereits meine Favoriten: Für Projekte nutze ich Trac, bei kleineren Wikis ist DokuWiki mein Favorit und bei grossen Geschichten MediaWiki.

Ich suche einen Compiler für statische Seiten mit einer vernünftigen Syntax. Dazu hole ich mal weiter aus. Die Seiten der Adminstories enthalten viele wertvolle Informationen, die ich nicht wegwerfen möchte. Da das Projekt leider gestorben ist und ich mit einer Adresse in der Schweiz keine deutsche Domain "halten" darf, soll das ganze in etwas anderes überführt werden.

Die Idee von mir ist jetzt, dass ich die Inhalte in ein Git-Repository packe. Sobald ich einen "Push" ausführe, werden die Seiten in html übersetzt, es gibt Syntax-Highlighting und Links werden so konvertiert, dass sie funktionieren. Klar, ich kann auch alles selber in html tippen und dann einfach in ein Verzeichnis auf den Webserver packen, aber das Gefällt mir nicht.

Habt Ihr eine Idee?

Seitenbeschreibungssprache sollte etwas Markdown-ähnliches sein, der "Compiler" bitte nicht in Ruby, Perl oder Python würde ich bevorzugen und die Seiten sollten kein Framework benötigen, sondern einfaches html sein, so dass man das Ganze auch problemlos zum Download anbieten kann.

Digital und asynchron ..

An vielen Stellen im digitalen Netz tut sich eine Menge, nur bei der asynchronen Kommunikation sind wir seit Jahr(zehnt)en auf dem gleichen Stand und das über die verschiedenen "Kommunikationsträger" hinweg, hier seien nur mal als Beispiel E-Mail, Usenet, Foren, Blogs und soziale Netzwerke genannt.

Das Grundprinzip ist bei allen gleich: Nachrichten werden - eventuell durch einen Client - chronologisch hintereinander wegsortiert. Manchmal kann man die Nachrichten in Bäumen (oder "Threads") darstellen lassen, wobei Antworten auf Nachrichten eingerückt dargestellt werde. Software erlaubt es manchmal Teile der Vorgänger-Nachricht zu zitieren und zeigt diese Zitate dann besonders hervorgehoben an.

Das Problem bei diesen Methoden ist immer gleich. Wenn sich die Diskussion über wenige Nachrichten erstreckt, ist es übersichtlich. Bei vielen Nachrichten in einer Diskussion werden alle Darstellungsformen beliebig unübersichtlich.

+ 1 Nachricht

+--+ 2 Antwort auf 1

+--+--+ 5 Antwort auf 2

+--+--+--+ 6 Antwort auf 5

+--+--+--+--+ 7 Antwort auf 6

+--+--+--+--+--+ 8 Antwort auf 7

+--+--+--+--+--+--+ 9 Antwort auf 8

+--+--+ 10 Antwort auf 2

+--+ 3 Antwort auf 1

+--+ 4 Antwort auf 1

Die Zahlen am Anfang symbolisieren die chronologische Reihenfolge. Es ist leicht einsehbar, dass die Darstellung bei sehr weitreichenden Diskussionen horizontal an die Grenze stösst. Im Beispiel kann man auch sehen, dass man Nummer 10 nicht unbedingt mit Nummer 2 in Verbindung bringt. In der chronologischen Darstellung (weiter unten) wird es noch schwieriger.

+ 1 Nachricht

+ 2 Antwort auf 1

+ 3 Antwort auf 1

+ 4 Antwort auf 1

+ 5 Antwort auf 2

+ 6 Antwort auf 5

+ 7 Antwort auf 6

+ 8 Antwort auf 7

+ 9 Antwort auf 8

+ 10 Antwort auf 2

Die Baumdarstellung ist da schon eine echte Verbesserung.

Ich würde mir jetzt eine Baumdarstellung wünschen, die mir nur relevanten Vorgänger anzeigt. Wenn ich mir Nachricht 10 ansehe, möchte ich in etwa folgende Darstellung.

+ 1 Nachricht

+--+ 2 Antwort auf 1

+--+--+ 10 Antwort auf 2

So extrem muss es gar nicht sein, es wäre schon hilfreich, wenn der komplette Thread umsortiert würde.

+ 1 Nachricht

+--+ 2 Antwort auf 1

+--+--+ 10 Antwort auf 2

+--+--+ 5 Antwort auf 2

+--+--+--+ 6 Antwort auf 5

+--+--+--+--+ 7 Antwort auf 6

+--+--+--+--+--+ 8 Antwort auf 7

+--+--+--+--+--+--+ 9 Antwort auf 8

+--+ 3 Antwort auf 1

+--+ 4 Antwort auf 1

Die Nachricht 10 würde nur so "hoch" verschoben werden, dass alle vorgehenden Nachrichten einen direkten Bezug zur aktuell angesehenen haben.

Das müsste sich halbwegs leicht implementieren lassen. Was spricht dagegen? Eine ideale Darstellung von weitreichenden Diskussionen wird es wohl nicht geben, aber das vorgeschlagene würde meiner Meinung nach die Darstellung vereinfachen und sehr hilfreich sein.

Was denkt Ihr?

Piwik kann Logdateien ...

Mit Version 1.8 kann Piwik auch Logdateien gängiger Webserver einlesen. Wenn das gut funktioniert, werden Tools wie Webalizer oder AWstats nicht mehr gebraucht.

Was mich interessiert und was ich ausprobieren möchte, ob sich damit die Podcast-Downloads von DeimHart zählen lassen. Das wäre toll.

DNS-Probleme ...

Scheinbar gibt es derzeit beim Google-DNS-Service (und zwischenzeitlich wohl auch bei der Telekom) einige Probleme.

Um genau feststellen zu können, wo die Probleme genau liegen, kann man das host-Kommando aus den bind-Utilities verwenden. Nehmen wir mal das Beispiel meines root-Servers. Er läuft in der Domain yawnrz.net. Um herauszubekommen, wer dafür die verantwortlichen DNS-Server sind, reicht ein

dirk@drusus ~ $ host -t ns yawnrz.net
yawnrz.net name server ns1.first-ns.de.
yawnrz.net name server robotns2.second-ns.de.
yawnrz.net name server robotns3.second-ns.com.

Die DNS-Server sind also bei Hetzner. Jetzt schauen wir einmal, ob der Server auf den DNS-Servern dort richtig eingetragen ist:

dirk@drusus ~ $ host rico.yawnrz.net ns1.first-ns.de
Using domain server:
Name: ns1.first-ns.de
Address: 213.239.242.238#53
Aliases:

rico.yawnrz.net has address 217.11.53.135
dirk@drusus ~ $ host rico.yawnrz.net robotns2.second-ns.de
Using domain server:
Name: robotns2.second-ns.de
Address: 213.133.105.6#53
Aliases:

rico.yawnrz.net has address 217.11.53.135
dirk@drusus ~ $ host rico.yawnrz.net robotns3.second-ns.com
Using domain server:
Name: robotns3.second-ns.com
Address: 193.47.99.3#53
Aliases:

rico.yawnrz.net has address 217.11.53.135

Das sieht gut aus.

Bei Google gab es heute Morgen ein

dirk@drusus ~ $ host rico.yawnrz.net 8.8.8.8
Using domain server:
Name: 8.8.8.8
Address: 8.8.8.8#53
Aliases:

Host rico.yawnrz.net not found: 3(NXDOMAIN)
dirk@drusus ~ $ host rico.yawnrz.net 8.8.4.4
Using domain server:
Name: 8.8.4.4
Address: 8.8.4.4#53
Aliases:

Host rico.yawnrz.net not found: 3(NXDOMAIN)

Zusammen LaTeX bearbeiten ...

Nachdem die ganzen Online-Editierlösungen wie EtherPad, GoogleDocs und andere das Licht der Welt erblickt hatten, war es nur eine Frage der Zeit bis es das auch für LaTeX gibt. Und ich muss gestehen, dass ich über die Umsetzung begeistert bin.

ShareLaTeX

Ich fürchte, dass das niemals Open-Source-Software wird und damit ist selber hosten ausgeschlossen. Doof.

ownCloud?

Vermutlich bin ich nur ein bisschen schwer von Begriff, aber kann mir jemand bitte erklären, was genau "Cloud" innerhalb von ownCloud ist? Soweit ich sehen kann und so wie ich verstanden habe, installiere ich die Software auf einem Webspace und kann dort Daten ablegen.

Ich verstehe, dass es vereinfachten Zugriff via WebDAV gibt und dass man Daten verschiedener Anwendungen dort komfortabel ablegen kann. In der Software sind auch eine Menge guter Ideen zu finden. Für meine Zwecke ist AjaXplorer allerdings besser geeignet und auch fortgeschrittener.

Ich Frage mich nur, was das mit Cloud zu tun hat. Eine Cloud stellt Leistungen dynamisch zur Verfügung, skaliert horizontal (über viele - bzw. mehr als einen - Server) und bietet Hoch- manchmal sogar Höchstverfügbarkeit. All das kann ich in ownCloud nicht sehen. Was habe ich übersehen?

Erfolgreiche Dienste ...

Maciej, der Macher von pinboard.in hat gerade ein Blogposting (englisch) veröffentlicht, dass gut in meine Rubrik fremdhosting passt.

Er schreibt, dass man komplett freien Diensten nicht vertrauen sollte, da sie - sobald sie sehr erfolgreich werden - für den Betreiber immer mehr Kosten verursachen. Mit steigender Popularität steigt ausserdem die Wahrscheinlichkeit oder die Bereitschaft, den Dienst zu verkaufen und damit zu kommerzialisieren.

Mir fehlt noch der Satz, dass es umgekehrt auch passieren kann, dass ein kommerzieller Dienst zu wenig Gewinn abwirft und dann eingestellt wird.

In Summe ist vielleicht zu sagen, dass man beim Nutzen fremdgehosteter Dienste immer abwägen und mit der Einstellung des Dienstes rechnen sollte.

tweetbackcheck