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Versionsverwaltung mit Git ...

Disclaimer vorab:

Von dem Buch habe ich je ein Exemplar als E-Book vom Verlag und in gedruckter Form vom Autoren bekommen.

Da ich Sujeevan empfohlen habe, dieses Buch zu schreiben, werde ich auch in der Danksagung am Anfang des Buches erwähnt.

Der Grund für die Empfehlung war, dass Sujeevan eine sehr gute Artikelserie zum Thema Git in seinem Blog veröffentlicht hat, von der ich dachte, dass sie neu strukturiert eine gute Basis für ein Buch bieten. Und tatsächlich ist im ihm das mit dem vorliegenden Einsteigerwerk über Git auch gelungen.

Anhand eines Beispiels aus der Praxis - persönliche Webseite mit "Bootstrap" - wird der Leser nach dem obligatorischen Kapitel über Versionsverwaltung im Allgemeinen Stück für Stück mit Git vertraut gemacht.

Mir gefällt gut, dass es im Buch hauptsächlich um das Kommandozeilenprogramm git geht und nicht um grafische Clients, wenngleich diesen auch ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Git gibt auf der Kommandozeile viele aussagekräftige Meldungen, die für ein Verständnis sehr hilfreich sind.

Wer das Grundlagenkapitel verstanden hat, weiss schoh genug, um alleine mit Git arbeiten zu können.

Die waren Stärken von Git zeigen sich jedoch erst wenn es um Branching und verteile Repositories geht, denen ist jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet. Ich empfehle sehr, die Beispiele nachzuvollziehen und die Kapitel durchzuarbeiten, bei der trockenen Lektüre muss man sehr konzentriert bleiben, um nicht verloren zu gehen.

Ein weiterer Pluspunkt für mich ist, dass es typische Arbeitsabläufe skizziert werden und wie man diese mit Git umsetzt. Mit client- oder serverseitigen Hooks kann man sich als Nutzer - vor allem auch im Team - das Leben leichter machen. Tipps & Tricks aus der Praxis runden den Praxisteil ab.

Für mich persönlich hätte es kein Kapitel benötigt, dass den Umstieg von Subversion beschreibt, das "macht man" einmal und dann ist das auch erledigt, die Seiten hätte ich lieber in weiteren Tipps & Tricks gesehen. Trotzdem mag das Thema für einige Leser sehr hilfreich sein.

Die Befehlsreferenz am Ende des Buchs ersetzt das Handbuch in Form von man-pages nicht, hilft aber die häufigsten Optionen im schnellen Zugriff zu haben.

Fazit für mich: Für ein Buch von "nur" rund 260 Seiten ist "Versionsverwaltung mit Git" erstaunlich komplett. Wer das Buch durchgearbeitet hat, kann mit Git arbeiten. Punkt. Statt des Kapitels über Subversion hätte ich mir mehr Tipps gewünscht, das eine oder andere Hilfsprogramm mehr und eine Anleitung, wie man selber Repositories hosten kann. Im Anhang fehlt mir eine Referenz der "nur" vier Objekttypen, die es in Git gibt und auf denen Git aufgebaut ist.

Das Buch ist im wahrsten Wortes Sinn seinen Preis wert und für mich eine echte Empfehlung.

Out of Office ...

Ein sehr lesenswertes Buch von zwei Microsoft-Mitarbeitern aus der Management-Ebene, Elke Frank und Thorsten Hübschen. Der Untertitel erklärt besser als der Titel, worum es geht: "Warum wir Arbeit neu erfinden müssen".

Selbstverständlich enthält das Buch viele Beschreibungen der Arbeitswelt bei Microsoft, diese Werbung ist aber nicht vordergründig, sie beschreibt wie Microsoft den Anforderungen der modernen Arbeitswelt begegnet. Das Buch ist gut recherchiert und zeigt die Herausforderungen und die Erwartungen, die ein "Büro-Job" heute mit sich bringt.

Mit vielen im Buch angesprochenen Punkten bin ich einer Meinung.

Etwas, das ich schade finde, ist, dass meiner Ansicht nach nur auf einen Teil der Wissenarbeiter eingegangen wird. Nicht jeder kommt mit einem Notebook aus und kann in einem Café arbeiten. Losgelöst davon, dass Geheimhaltung in der Öffentlichkeit nicht einfach ist, benötigen sehr viele Wissenarbeiter eine IT-Ausstattung, die nicht mobil ist. Ich denke da vor allem an Designer, aber auch an Software und System Engineers.

Die Grundherausforderung bleibt aber bestehen, ich würde gerne die freie Wahl meines Arbeitsplatzes haben, situativ entscheiden können, wo ich arbeite und ich möchte auch gerne nicht dumm angeschaut werde, wenn die Entscheidung zu 95% auf meinen Arbeitsplatz im Büro und nicht auf zu Hause fällt.

Klar, es ist so, dass sich viele Dinge nicht mit einem herausfordernden Arbeitsumfeld vereinbaren lassen, zwölf-Stunden-Arbeitseinsätze führen dazu, dass man nicht einkaufen gehen kann. Aber ich denke nicht, dass eine Arbeitgeberin alles auffangen muss.

In Summe muss für mich immer mehr situativ entschieden werden und es gibt keine Lösung, die für alle Menschen und alle Teams oder alle Firmen gleich gut passt.

Was aber in jedem Fall passieren muss, ist dass Arbeitgeberinnen ihren Mitarbeitern Vertrauen geben und sie als Erwachsene behandeln, dann kommt der Rest von alleine.

Ich habe das Buch mit Gewinn gelesen und viele Punkte gefunden, die ich in der dargestellten Form für mich noch nicht durchdacht habe.

Out of Office: Warum wir die Arbeit neu erfinden müssen ist im Redline Verlag erschienen.

Disclaimer: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen.

Ergebnisse der Umfrage zur E-Book-Nutzung ...

Die mit dem Bloggeburtstag angekündigte Umfrage zur E-Book-Nutzung ist abgeschlossen.

Die ungefilterteten Ergebnisse finden Sich in dieser PDF-Datei: Umfrage_358164_Umfrage_zur_E-Book-Nutzung.pdf (etwa 800 kiB).

Zu einigen Ergebnissen werde ich hier im Blog natürlich Stellung nehmen und ich werde die Ergebnisse auch noch anders aufbereiten.

Es haben 71 Personen teilgenommen, von denen 52 am Gewinnspiel teilnehmen, da sie eine E-Mail-Adresse hinterlassen haben.

Die Gewinner werden nach und nach per E-Mail informiert, da der erste Gewinner die erste Wahlmöglichkeit aus dem Pool der von Open Source Press ausgelobten Gewinne hat.

IT-Beratung aus der Sicht eines Insiders ...

Für mich ist das Buch IT-Beratung aus der Sicht eines Insiders gleichzusetzen mit einem Episodenfilm, in dem kurze Episoden - zumeist nicht länger als ein Absatz - aus dem erfolgreichen Leben des IT-Beraters Leander Lupus gezeigt werden.

Damit ist aber leider auch schon fast alles über das Büchlein geschrieben. Es sind einige Binsenwahrheiten zu finden, so wie auch Auslands-Erlebnisse, die dem Autoren mitteilenswert erscheinen.

Erwartet hatte ich einen strukturierteren Ansatz und Beispiele, die zur Verallgemeinerung taugen. Gefunden habe ich leider wirklich nur Episoden, die auf Erfahrungen des Autors basieren. Sehr schade, aus dem Thema hätte man sicherlich mehr machen können.

Wenn ich ein Auftraggeber wäre und dieses Buch lesen würde, würde ich Herrn Lupus vermutlich nicht einstellen, gerade weil er auch beschrieben hat, wie er sich selber in Projekten unabkömmlich gemacht hat bzw. welche Methoden er angewendet hat, um Mitbewerber auszuschliessen.

Disclaimer: Ich habe das Büchlein zur Rezension als E-Book vom Verlag bekommen, der Titel wird nur als Paperback vertrieben.

Fachartikel schreiben ...

Anika Kehrer hat auf dem diesjährigen Frühjahrsfachgespräch der GUUG einen Vortrag zum Thema Fachartikel schreiben gehalten. Ja, darin kommen auch Blogs vor.

Der Vortrag hätte mich sehr interessiert, glücklicherweise sind die aussagekräftigen "Folien" online:

Anika Kehrer - Fachartikel.pdf (2.1 MB)

In dem Zusammenhang möchte ich auf zwei Dinge hinweisen:

  1. In der aktuellen Ausgabe von freiesMagazin werden Autoren gesucht. Gebt Euch einen Ruck! Es ist eine gute Möglichkeit, eigene Artikel in die Öffentlichkeit zu bringen und die Zusammenarbeit mit einer sehr netten Redaktion zu erlernen.
  2. An dieser Stelle möchte ich auch auf meinen Vortrag Von der Idee zum (Fach-)Buch hinweisen.


Es wäre schön, etwas von neuen Autoren zu lesen!

Von der Idee zum (Fach-)Buch ...

Am diesjährigen 16. LinuxDay in Dornbirn (Österreich) durfte ich einen Vortrag zum Thema "Von der Idee zum (Fach-)Buch halten ...". Das hat sehr viel Spass gemacht und einige fruchtbare Diskussionen im Nachhinein ergeben.

Die Diashow (es gab nur eine handvoll "Folien" mit Text) habe ich hier eingebunden:



Rückfragen jederzeit gerne.

Die LaTeX-Quelldateien sind auf GitHub zu finden: ideezumbuch.

Perl One-Liners ...

Im Rahmen des Blogger Review Programs von O'Reilly habe ich ein Leseexemplar von Perl One-Liners bekommen.

Das Buch ist richtig gut darin zu zeigen, was auf der Kommandozeile, eben in nur einer einzigen Zeile, mit Perl alles möglich ist. Konzepte bzw. Kommandozeilenkonstrukte werden öfter wiederholt und vertieft, so dass man sich die richtige Zeile zusammenbauen kann, wenn man sie braucht. Wenn man Perl ausreichend gut beherrscht, braucht man Tools wie awk, sed, cut, ... nicht mehr. Damit hat man einen Punkt, der Linux von Unix unterscheidet unter Kontrolle.

Jeder, der schon einmal Skripte von Linux auf Unix oder umgekehrt portiert hat, weiss, was ich meine. Es gibt verschiedene Versionen von awk (gawk, nawk, mawk, ...) und verschiedene Versionen von grep, die sich alle leicht unterschiedlich verhalten. Da spielt Perl eine grosse Stärke aus.

Das Buch hat den Untertitel "130 Programs That Get Things Done" und das stimmt auch so.

In den Kapiteln Introduction to Perl One-Liners, Spacing, Numbering, Calculations, Working with Arrays and Strings, Text Conversion and Substitution, Selectively Printing and Deleting Lines, Useful Regular Expressions, Perl’s Special Variables, Using Perl One-Liners on Windows und perl1line.txt fand sich auch für mich noch viel Neues und Überraschendes.

Wer Perl als Werkzeugkasten für Aufgaben auf der Kommandozeile verwenden möchte, ist mit dem Buch sehr gut bedient.

Die aktuelle Version von perl1line.txt findet sich auch auf der Webseite des Autoren.

Present yourself ...

Als ich den Titel des Buches las, dachte ich dass es eine gute Idee sei, es einmal zu lesen. Den Untertitel "Using SlideShare to Grow Your Business" habe ich ignoriert.

Erwartet habe ich, dass ich Hilfen bekomme, mich selber zu präsentieren, der Teil fällt in meinen eigenen Präsentationen gefühlt immer besonders blöd aus. Was ich bekommen habe, ist eine Werbebroschüre für Slideshare.

Wobei "Werbebroschüre für Slideshare" so gemeint ist, dass Slideshare immer die Lösung ist, wobei ganz egal ist, wie das Problem aussieht.

Dabei fing alles sehr viel versprechend an. Kapitel 1 mit dem Titel "Visual Thinking in Business" erklärt anhand von guten Beispielen, dass Menschen eher visuelle Informationen besser aufnehmen können als rein textuelle und dass es aus diesem immer eine Überlegung wert ist, Informationen zu visualisieren. Dazu gibt es einige wirklich gute Beispiele.

Kapitel 2, "Getting Started" hat Handbuch-Charakter. Wo muss wie geklickt und welche Information eingetragen werden, damit Slideshare funktioniert (Anlegen eines Accounts und Verwalten des Accounts).

Kapitel 3, "Events and Public Speaking", da ist der Titel Programm. "Erstellen Sie eine Präsentation (auf Slideshare), um Ihr Event zu bewerben und laden Sie alle Präsentationen dort hoch".

Kapitel 4, "Content Marketing": Interessanter Weise wird hier auch noch Pinboard als weitere Plattform beworben ... "Erstellen Sie Slides auf Slideshare, um für Ihr Unternehmen zu werben und um besser gefunden zu werden bewerben sie sie auch auf Pinboard.".

Die vier folgenden Kapitel "Sell, Sell, Sell", "Research and Collaboration", "Recruiting, Hiring, and Getting Hired" und "Organizational Outreach and Communication" habe ich dann schon nur noch überflogen.

Fazit: Als "Handbuch mit Praxisbeispielen" über die Möglichkeiten von Slideshare als Plattform ist das Buch sehr gut geeignet. Als Anregung, um die eigene Präsentationstechnik zu verbessern, ist es nicht geeignet.

Disclaimer: Ich habe ein Rezensionsexemplar im Rahmen des O'Reilly Blogger Review Program vom Verlag bekommen.

Das innere Spiel ...

Das Buch von Kurt Völkl und Heinz Peter Wallner dreht sich um die zwei Prinzipien "Zwischen den Polen und mitten im Fluss" und "Train the eight". Zum Einen dreht es sich dabei um die Schwierigkeiten, zu einer Entscheidung oder Veränderung zu kommen und bietet zum Anderen das innere Spiel als Weg zu einer Weiterentwicklung.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Beschreibung, dass Veränderung immer etwas mit dem Verlassen von bekanntem Terrain zu tun hat und dem Mut, Neues zu wagen. Wir befinden uns ständig in einer Welt der Widersprüche, die wir immer aufs Neue für uns selber auflösen müssen. "Nichts ist so beständig wie der Wandel" ist zwar kein Zitat, das im Buch zu finden ist, beschreibt das Umfeld aber ziemlich gut.

Spannend war auch die Beschreibung der unterschiedlichen Entscheidungsarten, darunter finden sich einige, die keine wirklichen Entscheidungen sind. Wir haben einen grossen Haufen an Entscheidungen schon einmal getroffen und "abgespeichert", so dass wir nicht immer wieder aufs Neue treffen müssen. Manche Entscheidungen sind auch nicht so wichtig, dass sie uns lange belasten. Dann gibt es Entscheidungen, die der Logik folgen, die sind relativ leicht zu treffen, da sie objektiven Kriterien folgen. Taktische Entscheidungen geben uns die Wahl zwischen verschiedenen Optionen, anders als im Buch halte ich die Wahl zwischen verschiedenen Optionen zum Teil für schwierig. Noch schwieriger wird es bei strategischen Entscheidungen, dort legt man die Ausrichtung fest, ohne, dass man alle Fakten kennt. Eine Steigerung ist die "strategische Entscheidung mit hoher Relevanz".

Gerade die letzte Entscheidungsart wird mit dem "inneren Spiel" erfolgreich vorbereitet.

Es werden im Buch zwei Ebenen behandelt, zum Einen die der privaten Entscheidungen, die nur mich persönlich (oder privat) betreffen und zum Anderen die Führungsentscheidungen, die ein Team oder eine Firma beeinflussen.

Für mich ist "persönliche Weiterentwicklung" wichtig und ich habe einige Denkanstösse bekommen, die mich weiterbringen. Ob ich die vorgestellten Prinzipien komplett einhalte, wage ich zu bezweifeln. Aber ich habe einige Methoden gelernt, dich nun in meinem Werkzeugkasten habe und anwenden kann.

Menschen, die sich mit Entscheidungen schwer tun oder Schwierigkeiten mit Veränderungen haben, kann ich das Buch sehr empfehlen.

Einzig das Cover wird dem Buch nicht korrekt.

Anmerkung: Ich habe ein Rezensionsexemplar von den Autoren bekommen.

Das Ende des Zufalls ...

Eines vorab: Ich halte das Buch für eine der besten Einführungen in das Themengebiet "Big data". Rudi Klausnitzer erklärt in verständlicher Sprache, was mit "Big data" gemeint ist und welchen Einfluss es auf unser aller Leben hat und potentiell noch haben wird. Dabei verfällt der Autor nicht in die normalerweise skizzierten Schreckensszenarien oder Panikmache, sondern zeigt vielmehr den Einfluss von "Big Data" an gut verständlichen Beispielen auf.

Das eindrücklichste Ausflug in die Praxis war für mich, dass ein Mathematiker, der für eine grosse Supermarktkette arbeitete anhand von nur 25 gekauften Produkten relativ genau den Status einer Schwangerschaft und mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit auch den potentiellen Geburtstermin eines Kindes feststellen konnte. Um hier nur ein Produkt zu nennen, ist bei der Auswertung von tausenden von Einkäufen aufgefallen, dass Frauen im zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft dazu neigen, unparfürmierte Körperlotionen zu kaufen. Dieses gewonnenen Wissen wurde durch den Konzern dazu genutzt, passgenaue Werbung an die Kunden zu senden.

Mit Punktesammelkarten lässt sich ein solches Wissen sogar unternehmensübergreifend generieren.

Dabei geht es primär gar nicht darum, bestimmte Personen auszuspionieren, sondern vielmehr das Verhalten von Menschen und Menschenmassen vorherzusagen.

Aufgrund der Unmenge an Daten, die jeder einzelne von uns generiert, können so vorurteilsfreie Schlüsse gezogen werden.

Beim Thema "vorurteilsfrei" sei hier auf den Abschnitt im Buch verwiesen, der die letzte Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten zum Thema hatten. Die sogenannten Experten entscheiden sich immer für eine Menge an Indikatoren, die sie für relevant halten, einen Einfluss auf die Wahl des Präsidenten zu haben. So haben die meisten dieser Experten sehr früh Romney als Sieger gesehen. Nate Silver, ein Mathematiker,nahm im Gegegenzug alle zur Verfügung stehenden Daten und versuchte vorurteilsfrei alle potentiellen Faktoren zu berücksichtigen. Dabei sagte er (auch schon 2008) einen Sieg von Obama voraus. Er wurde für verrückt gehalten, lag mit der nächsten Wahl aber wieder richtig.

Und das ist das Wesen von Big Data: Mathematische Modelle und Prognosen über alle verfügbaren Daten anzuwenden und mit historischen Daten zu testen. Sowohl die Speicherkapazität wie auch die Leistungsfähigkeit von vernetzten Computern bieten heute diese Möglichkeit.

An dem Buch hat mich vor allem die kluge Wahl der Beispiele und der gute Überblick über Big Data fasziniert. So spielen beispielsweise die Auswertungsform "Predictive Policing" (Vorhersage, wo sich Verbrechen ereignen könnten), die "Quantified Self"-Bewegung (Daten über sich selber sammeln) und auch die "Smart Data Feedback Loop" (Rückkopplungsmodell auf Basis von Big Data) eine Rolle.

All das bietet Chancen und Risiken. Krankenkassen könnten beispielsweise Kunden rauswerfen, deren Profil Anlass zur Sorge gibt oder im Gegenzug Vorsorge-Massnahmen einleiten, die eine Krankheit eventuell verhindern.

Big Data ist vor allem das Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten, was natürlich auch zu Fehlschlüssen führen kann.

Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen, auch ein Besuch der Webseite zum Buch (inklusive Blog) lohnt sich.



Am Rande: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten.

The Practice of System and Network Administration ...

Nachdem ich via Michael Kofler von der Nachricht hörte, dass Pearson die IT-Fachbuchsparte (und damit auch Addison-Wesley Fachbücher) einstellt, habe ich mir noch schnell eine Kopie DES Standardwerkes der Systemadministration auf totem Baum gesichert.

Das Buch deckt alle Bereiche der Systemadministration ab, ohne dabei Betriebssystemspezifisch zu sein. Es geht vielmehr um praxisorientierte Tipps, wie man sich nicht selber ins Bein schiesst.

Das Buch "The Praxis of System and Network Administration" ist auch als TPOSANA bekannt und geschrieben von Tom Limoncelli.

Bei meinem vorherigen Arbeitgeber hatte ich via Safari Books Zugriff auf die digitale Version.

Inkscape: Umfassendes Handbuch ...

Sirko Kemter hat mir sein Buch über Inkscape zur Verfügung gestellt und darum gebeten, dass ich mir das einmal anschaue.

Mir gefällt es richtig gut. Ich habe nur den Fehler gemacht, dass ich es von Anfang bis Ende gelesen habe und da ist es dann leider zu trocken.

Aber das Buch ist ein Super-Nachschlagewerk über die Funktionen von Inkscape und so ist es auch gedacht. Papierqualität und Seitenaufbau, sowie die vielen Screenshots sind auch prima, auf die DVD habe ich noch nicht geschaut, da ich nur noch einen Rechner mit DVD-Laufwerk habe.

Wenn ich etwas ändern würde, dann nur, dass ich mir einen noch umfangreicheren Praxisteil wünsche. Das ist aber meine Meinung. Das Buch ist als Handbuch angelegt und diesen Zweck erfüllt es vollkommen.

Intermediate Perl ...

Im Rahmen des Blogger-Review-Programs von O'Reilly habe ich das eBook von Intermediate Perl (2nd Edition), von Brian d Foy, Tom Phoenix, Randal L. Schwartz gelesen. Das ist das Buch, dass der logische Nachfolger des "Llama-Buchs" (Learning Perl) ist und trägt das auch im Untertitel: Beyond The Basics of Learning Perl.

Nicht für Anfänger geeignet, beginnt es da, wo Learning Perl aufhört. Es vermittelt Inhalte, die benötigt werden, um grössere Programme zu schreiben und "echt und wirklich" zu programmieren und nicht nur zu skripten.

Enthalten sind Kapitel zu folgenden Themen:
  • Schreiben und Benutzen von Modulen
  • Listen
  • eval
  • Referenzen (inklusive Referenzen auf Filehandles, Reguläre Ausdrücke, Subroutinen, Tipps und Tricks)
  • Manipulieren von komplexen Datenstrukturen
  • Namespaces und Packages
  • Aufbau einer eigenen Perl Distribution
  • Objekte und Moose
  • Testing (vielleicht eines der wichtigsten Kapitel des ganzen Buchs)
  • CPAN und wie man dazu beitragen kann


In jedem Kapitel wird mit einem - wie ich finde - sehr lockeren und angenehm lesbaren Schreibstil das Thema erklärt. Am Ende jedes Kapitels finden sich Übungsaufgaben und eine Zeitangabe, in der die Übungen zu schaffen sind. Auflösungen finden sich am Ende des Buchs.

Für mich ist das Werk eine echte Empfehlung für alle, die mehr mit Perl machen wollen als nur kurze Skripte.

DRM-freie eBooks von Verlagen ...

Gestern oder vorgestern wollte ich mir das Buch "Pro Puppet" als eBook kaufen. Da ich einen Kindle DX besitze, war meine ersten Anlaufstelle "natürlich" Amazon. Das Buch sollte dort 25 Euro kosten.

Glücklicherweise habe ich aber auch noch auf der Seite des Verlages Apress nachgeschaut, wo die eBook-Variante 35 Dollar (umgerechnet etwa 28 Euro) kostet. Für das mehr an Geld bekomme ich die eBook-Variante allerdings auch DRM-frei in den drei Formaten PDF, epub und mobi und bin sicher, dass ich die Texte auch noch lesen kann, wenn ich mir für einen anderen Reader entscheide.

Mir ist bis jetzt von den folgenden Verlagen bekannt, dass sie bei den eBooks die drei wichtigsten Formate anbieten, leider ist kein deutschprachiger Verlag dabei.



Kennt Ihr noch weitere? Es müssen keine Computerbuch-Verlage sein (wie Ihr oben seht).

Krautfunding ...

Jezt habe ich auch das zweite, oder vielmehr chronologisch das erste, Buch "Krautfunding" von Ansgar Warner gelesen. Es beschäftigt sich, wie der Name vermuten lässt, mit dem Thema Crowdfunding in Deutschland. Und mir hat auch dieses Buch sehr gut gefallen. Es gibt eine sehr gute Erläuterung, was Krautfunding eigentlich ist und welche Plattformen es gibt.

Auch dieses Buch habe ich mit Gewinn gelesen und beim Preis von knapp zwei Euro für alle drei eBook-Formate (epub, PDF und Kindles Mobipocket) kann man nichts verkehrt machen.

Auch in diesem Artikel liegt das Copyright der Covergrafik beim Autoren Ansgar Warner.