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Das Ende des Zufalls ...

Eines vorab: Ich halte das Buch für eine der besten Einführungen in das Themengebiet "Big data". Rudi Klausnitzer erklärt in verständlicher Sprache, was mit "Big data" gemeint ist und welchen Einfluss es auf unser aller Leben hat und potentiell noch haben wird. Dabei verfällt der Autor nicht in die normalerweise skizzierten Schreckensszenarien oder Panikmache, sondern zeigt vielmehr den Einfluss von "Big Data" an gut verständlichen Beispielen auf.

Das eindrücklichste Ausflug in die Praxis war für mich, dass ein Mathematiker, der für eine grosse Supermarktkette arbeitete anhand von nur 25 gekauften Produkten relativ genau den Status einer Schwangerschaft und mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit auch den potentiellen Geburtstermin eines Kindes feststellen konnte. Um hier nur ein Produkt zu nennen, ist bei der Auswertung von tausenden von Einkäufen aufgefallen, dass Frauen im zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft dazu neigen, unparfürmierte Körperlotionen zu kaufen. Dieses gewonnenen Wissen wurde durch den Konzern dazu genutzt, passgenaue Werbung an die Kunden zu senden.

Mit Punktesammelkarten lässt sich ein solches Wissen sogar unternehmensübergreifend generieren.

Dabei geht es primär gar nicht darum, bestimmte Personen auszuspionieren, sondern vielmehr das Verhalten von Menschen und Menschenmassen vorherzusagen.

Aufgrund der Unmenge an Daten, die jeder einzelne von uns generiert, können so vorurteilsfreie Schlüsse gezogen werden.

Beim Thema "vorurteilsfrei" sei hier auf den Abschnitt im Buch verwiesen, der die letzte Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten zum Thema hatten. Die sogenannten Experten entscheiden sich immer für eine Menge an Indikatoren, die sie für relevant halten, einen Einfluss auf die Wahl des Präsidenten zu haben. So haben die meisten dieser Experten sehr früh Romney als Sieger gesehen. Nate Silver, ein Mathematiker, nahm im Gegenzug alle zur Verfügung stehenden Daten und versuchte vorurteilsfrei alle potentiellen Faktoren zu berücksichtigen. Dabei sagte er (auch schon 2008) einen Sieg von Obama voraus. Er wurde für verrückt gehalten, lag mit der nächsten Wahl aber wieder richtig.

Und das ist das Wesen von Big Data: Mathematische Modelle und Prognosen über alle verfügbaren Daten anzuwenden und mit historischen Daten zu testen. Sowohl die Speicherkapazität wie auch die Leistungsfähigkeit von vernetzten Computern bieten heute diese Möglichkeit.

An dem Buch hat mich vor allem die kluge Wahl der Beispiele und der gute Überblick über Big Data fasziniert. So spielen beispielsweise die Auswertungsform "Predictive Policing" (Vorhersage, wo sich Verbrechen ereignen könnten), die "Quantified Self"-Bewegung (Daten über sich selber sammeln) und auch die "Smart Data Feedback Loop" (Rückkopplungsmodell auf Basis von Big Data) eine Rolle.

All das bietet Chancen und Risiken. Krankenkassen könnten beispielsweise Kunden rauswerfen, deren Profil Anlass zur Sorge gibt oder im Gegenzug Vorsorge-Massnahmen einleiten, die eine Krankheit eventuell verhindern.

Big Data ist vor allem das Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten, was natürlich auch zu Fehlschlüssen führen kann.

Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen, auch ein Besuch der Webseite zum Buch (inklusive Blog) lohnt sich.



Am Rande: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten.

The Practice of System and Network Administration ...

Nachdem ich via Michael Kofler von der Nachricht hörte, dass Pearson die IT-Fachbuchsparte (und damit auch Addison-Wesley Fachbücher) einstellt, habe ich mir noch schnell eine Kopie DES Standardwerkes der Systemadministration auf totem Baum gesichert.

Das Buch deckt alle Bereiche der Systemadministration ab, ohne dabei Betriebssystemspezifisch zu sein. Es geht vielmehr um praxisorientierte Tipps, wie man sich nicht selber ins Bein schiesst.

Das Buch "The Praxis of System and Network Administration" ist auch als TPOSANA bekannt und geschrieben von Tom Limoncelli.

Bei meinem vorherigen Arbeitgeber hatte ich via Safari Books Zugriff auf die digitale Version.

Inkscape: Umfassendes Handbuch ...

Sirko Kemter hat mir sein Buch über Inkscape zur Verfügung gestellt und darum gebeten, dass ich mir das einmal anschaue.

Mir gefällt es richtig gut. Ich habe nur den Fehler gemacht, dass ich es von Anfang bis Ende gelesen habe und da ist es dann leider zu trocken.

Aber das Buch ist ein Super-Nachschlagewerk über die Funktionen von Inkscape und so ist es auch gedacht. Papierqualität und Seitenaufbau, sowie die vielen Screenshots sind auch prima, auf die DVD habe ich noch nicht geschaut, da ich nur noch einen Rechner mit DVD-Laufwerk habe.

Wenn ich etwas ändern würde, dann nur, dass ich mir einen noch umfangreicheren Praxisteil wünsche. Das ist aber meine Meinung. Das Buch ist als Handbuch angelegt und diesen Zweck erfüllt es vollkommen.

Intermediate Perl ...

Im Rahmen des Blogger-Review-Programs von O'Reilly habe ich das eBook von Intermediate Perl (2nd Edition), von Brian d Foy, Tom Phoenix, Randal L. Schwartz gelesen. Das ist das Buch, dass der logische Nachfolger des "Llama-Buchs" (Learning Perl) ist und trägt das auch im Untertitel: Beyond The Basics of Learning Perl.

Nicht für Anfänger geeignet, beginnt es da, wo Learning Perl aufhört. Es vermittelt Inhalte, die benötigt werden, um grössere Programme zu schreiben und "echt und wirklich" zu programmieren und nicht nur zu skripten.

Enthalten sind Kapitel zu folgenden Themen:
  • Schreiben und Benutzen von Modulen
  • Listen
  • eval
  • Referenzen (inklusive Referenzen auf Filehandles, Reguläre Ausdrücke, Subroutinen, Tipps und Tricks)
  • Manipulieren von komplexen Datenstrukturen
  • Namespaces und Packages
  • Aufbau einer eigenen Perl Distribution
  • Objekte und Moose
  • Testing (vielleicht eines der wichtigsten Kapitel des ganzen Buchs)
  • CPAN und wie man dazu beitragen kann


In jedem Kapitel wird mit einem - wie ich finde - sehr lockeren und angenehm lesbaren Schreibstil das Thema erklärt. Am Ende jedes Kapitels finden sich Übungsaufgaben und eine Zeitangabe, in der die Übungen zu schaffen sind. Auflösungen finden sich am Ende des Buchs.

Für mich ist das Werk eine echte Empfehlung für alle, die mehr mit Perl machen wollen als nur kurze Skripte.

DRM-freie eBooks von Verlagen ...

Gestern oder vorgestern wollte ich mir das Buch "Pro Puppet" als eBook kaufen. Da ich einen Kindle DX besitze, war meine ersten Anlaufstelle "natürlich" Amazon. Das Buch sollte dort 25 Euro kosten.

Glücklicherweise habe ich aber auch noch auf der Seite des Verlages Apress nachgeschaut, wo die eBook-Variante 35 Dollar (umgerechnet etwa 28 Euro) kostet. Für das mehr an Geld bekomme ich die eBook-Variante allerdings auch DRM-frei in den drei Formaten PDF, epub und mobi und bin sicher, dass ich die Texte auch noch lesen kann, wenn ich mir für einen anderen Reader entscheide.

Mir ist bis jetzt von den folgenden Verlagen bekannt, dass sie bei den eBooks die drei wichtigsten Formate anbieten, leider ist kein deutschprachiger Verlag dabei.



Kennt Ihr noch weitere? Es müssen keine Computerbuch-Verlage sein (wie Ihr oben seht).

Krautfunding ...

Jezt habe ich auch das zweite, oder vielmehr chronologisch das erste, Buch "Krautfunding" von Ansgar Warner gelesen. Es beschäftigt sich, wie der Name vermuten lässt, mit dem Thema Crowdfunding in Deutschland. Und mir hat auch dieses Buch sehr gut gefallen. Es gibt eine sehr gute Erläuterung, was Krautfunding eigentlich ist und welche Plattformen es gibt.

Auch dieses Buch habe ich mit Gewinn gelesen und beim Preis von knapp zwei Euro für alle drei eBook-Formate (epub, PDF und Kindles Mobipocket) kann man nichts verkehrt machen.

Auch in diesem Artikel liegt das Copyright der Covergrafik beim Autoren Ansgar Warner.

Vom Buch zum Byte ...

Das eBook von Ansgar Warner gibt einen - wie ich finde - sehr guten Überblick über die historische Entwicklung der digitalen Bücher. Es ist aber kein Geschichtsbuch. Anhand einiger wichtiger Meilensteine wird der Weg der elektronischen Bücher vom Grossrechner über Personal Computer bis hin zu den heutigen Tabletts beschrieben.

Lesenswert!

Am Rande: Es ist interessant, wie schnell wir Dinge für selbstverständlich halten. Der/die/das iPad wurde "erst" 2010 vorgestellt, Tabletts im Allgemeinen lassen sich aus der heutigen Welt kaum noch wegdenken. Für mich werden sie aber erst interessant, wenn man sie auch im Freien "vernünftig" lesen kann ... bei meinem GPS-Gerät (mit Farbdisplay, aber nicht berührungsempfindlich) klappt das ja auch.

Das Copyright der Covergrafik liegt beim Autoren Ansgar Warner.

IT-Projektmanagement ...



Das Büchlein, Taschenbuch mit rund 200 Seiten, "IT-Projektmanagement" hat mir sehr gut gefallen. Es versucht das nahezu unmögliche: Einen Überblick über das Projektmanagement in der IT zu geben und das ist dem Autoren meiner Ansicht nach - mit einer Ausnahme (siehe weiter unten) - auch gelungen.

Der Schreib- und Erzählstil ist manchmal etwas "launisch", aber gerade das macht es zur kurzweiligen Lektüre.

Die Zielgruppe des Buches sind Projektleiter, damit zähle ich nicht dazu, da ich eher Projektmitarbeiter bin als Projektleiter. Trotzdem lohnt es sich immer, einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Und auch als Projektmitarbeiter schadet es nicht, das "grössere Ganze" zu verstehen.

In dem Buch sind neben einer generellen Erklärung, wie Projekte funktionieren und wer und wie die einzelnen Rollen in einem Projekt besetzt auch eine grosse Anzahl von sehr wertvollen Praxistipps zu finden.

Dem Umfang ist geschuldet, dass nicht auf verschiedene Projektmanagement-Methoden eingegangen wird, dafür lassen sich die Empfehlungen aber auch Methoden-übergreifend verwenden. Ein kurzer Ausflug zum agilen Projektmanagement rundet das Buch inhaltlich ab.

Was mir richtig gut gefallen hat, ist ein Phasenplan, der bei der Planung eines Projektes helfen kann.

Kommen wir zum einzigen grossen Kritikpunkt, den ich habe. Den Autoren habe ich per E-Mail informiert, aber leider noch keine Antwort bekommen.

Das, was mir nicht so gut gefällt, ist, dass es in dem Buch leider vorrangig um Softwareprojekte und dort auch nur um den Entwicklungsteil geht, meiner Erfahrung nach laufen die Soft- und Hardwareentwicklung parallel, genauso wie Performance-Tuning von beiden "Gewerken" ausgeführt wird.

Im Rahmen meiner beruflichen Laufbahn habe ich einige Projekte und Teilprojekte erfolgreich zum Abschluss gebracht. Meine Hauptarbeitsgebiete sind aber System Engineering and Administration, früher auch Database Administration, daher achte ich natürlich auch genau darauf.

Leider ist es so, dass die IT aus (wenigstens) zwei "Welten" besteht, die oft sehr getrennt von einander agieren, erst das Modell der DevOps bringt die beiden Welten zusammen. Es gibt verschiedene Anforderungen. Das Software Engineering wird meiner Erfahrung nach meist durch die Featurewünsche ("funktionale Anforderungen") der Fachabteilungen getrieben und das System Engineering durch den Stabilitätswunsch, beide Bereiche teilen sich zu dem die "non-funktionale Anforderungen", hier insbesondere, aber nicht ausschliesslich, das Performance-Tuning.

Der Systembetrieb wird bei grösseren Projekten häufig vergessen, was auch oft dazu führt, dass Projekte in diesem Bereich eine Menge Reibungsverluste haben. System Engineering steht häufig in der Wertigkeit weit hinter dem Software-Engineering. Das sind meine Erfahrungen in verschiedenen Firmen.

Die unterschiedlichen Ausrichtungen zeigen sich auch im Buch. Die Phase nach Ende des Projektes wird als "Wartung" beschrieben, für mich ist das "Betrieb".

Die Zielplattform wird erst in Phase 10 aufgebaut, das ist für mich zu spät. Ich habe schon in Projekten mit Datenbankentwicklern zu tun gehabt, die das ständige Mantra vor sich hin murmelten, dass das alles unter Oracle anders funktionieren würde, Vorgabe war DB2.

Dass ich auf dieses "Reizthema" besonders reagiere, hat nichts mit der Qualität des Buches zu tun, es ist vielmehr ein allgemeiner Umstand, den ich sehr häufig antreffe.

Anmerkung: Ich habe das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar bekommen.

Die Posbis ...

So, Folge 16 der Silber Edition liegt hinter mir.

Ich muss erstmalig gestehen, dass ich zwischendurch den Faden verloren habe. Es sind neue Namen aufgetaucht, die ich vorher noch nie gehört habe und die - meines Wissens nach - auch noch nicht vorgestellt wurden. Spass macht es aber immer noch. Nach dieser Folge weiss man woher Star Trek die Idee für die Borgs hatte (Erstveröffentlichung war 14. Februar 1964).

Erlösung ...

Ich habe keine Ahnung warum, aber ich bin in das Buch nicht richtig reingekommen. Für mich bis jetzt der schwächste Krimi von Jussi Adler-Olsen.

Wobei, ich sagen muss, dass die Geschichte wirklich perfide und gut ist.

Schändung ...

So, das war der zweite Streich von Jussi Adler-Olsen und wieder ein sehr guter Krimi. Glaubhafte Charaktere und eine spannende Geschichte. Das hat Spass gemacht. Ich vermute ja, dass ich Krimis aus Skandinavien so gerne lese, weil die Sprachen nicht so weit von deutsch entfernt sind und daher nicht so viel bei der Übersetzung verloren geht.