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Vom Buch zum Byte ...

Das eBook von Ansgar Warner gibt einen - wie ich finde - sehr guten Überblick über die historische Entwicklung der digitalen Bücher. Es ist aber kein Geschichtsbuch. Anhand einiger wichtiger Meilensteine wird der Weg der elektronischen Bücher vom Grossrechner über Personal Computer bis hin zu den heutigen Tabletts beschrieben.

Lesenswert!

Am Rande: Es ist interessant, wie schnell wir Dinge für selbstverständlich halten. Der/die/das iPad wurde "erst" 2010 vorgestellt, Tabletts im Allgemeinen lassen sich aus der heutigen Welt kaum noch wegdenken. Für mich werden sie aber erst interessant, wenn man sie auch im Freien "vernünftig" lesen kann ... bei meinem GPS-Gerät (mit Farbdisplay, aber nicht berührungsempfindlich) klappt das ja auch.

Das Copyright der Covergrafik liegt beim Autoren Ansgar Warner.

IT-Projektmanagement ...



Das Büchlein, Taschenbuch mit rund 200 Seiten, "IT-Projektmanagement" hat mir sehr gut gefallen. Es versucht das nahezu unmögliche: Einen Überblick über das Projektmanagement in der IT zu geben und das ist dem Autoren meiner Ansicht nach - mit einer Ausnahme (siehe weiter unten) - auch gelungen.

Der Schreib- und Erzählstil ist manchmal etwas "launisch", aber gerade das macht es zur kurzweiligen Lektüre.

Die Zielgruppe des Buches sind Projektleiter, damit zähle ich nicht dazu, da ich eher Projektmitarbeiter bin als Projektleiter. Trotzdem lohnt es sich immer, einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Und auch als Projektmitarbeiter schadet es nicht, das "grössere Ganze" zu verstehen.

In dem Buch sind neben einer generellen Erklärung, wie Projekte funktionieren und wer und wie die einzelnen Rollen in einem Projekt besetzt auch eine grosse Anzahl von sehr wertvollen Praxistipps zu finden.

Dem Umfang ist geschuldet, dass nicht auf verschiedene Projektmanagement-Methoden eingegangen wird, dafür lassen sich die Empfehlungen aber auch Methoden-übergreifend verwenden. Ein kurzer Ausflug zum agilen Projektmanagement rundet das Buch inhaltlich ab.

Was mir richtig gut gefallen hat, ist ein Phasenplan, der bei der Planung eines Projektes helfen kann.

Kommen wir zum einzigen grossen Kritikpunkt, den ich habe. Den Autoren habe ich per E-Mail informiert, aber leider noch keine Antwort bekommen.

Das, was mir nicht so gut gefällt, ist, dass es in dem Buch leider vorrangig um Softwareprojekte und dort auch nur um den Entwicklungsteil geht, meiner Erfahrung nach laufen die Soft- und Hardwareentwicklung parallel, genauso wie Performance-Tuning von beiden "Gewerken" ausgeführt wird.

Im Rahmen meiner beruflichen Laufbahn habe ich einige Projekte und Teilprojekte erfolgreich zum Abschluss gebracht. Meine Hauptarbeitsgebiete sind aber System Engineering and Administration, früher auch Database Administration, daher achte ich natürlich auch genau darauf.

Leider ist es so, dass die IT aus (wenigstens) zwei "Welten" besteht, die oft sehr getrennt von einander agieren, erst das Modell der DevOps bringt die beiden Welten zusammen. Es gibt verschiedene Anforderungen. Das Software Engineering wird meiner Erfahrung nach meist durch die Featurewünsche ("funktionale Anforderungen") der Fachabteilungen getrieben und das System Engineering durch den Stabilitätswunsch, beide Bereiche teilen sich zu dem die "non-funktionale Anforderungen", hier insbesondere, aber nicht ausschliesslich, das Performance-Tuning.

Der Systembetrieb wird bei grösseren Projekten häufig vergessen, was auch oft dazu führt, dass Projekte in diesem Bereich eine Menge Reibungsverluste haben. System Engineering steht häufig in der Wertigkeit weit hinter dem Software-Engineering. Das sind meine Erfahrungen in verschiedenen Firmen.

Die unterschiedlichen Ausrichtungen zeigen sich auch im Buch. Die Phase nach Ende des Projektes wird als "Wartung" beschrieben, für mich ist das "Betrieb".

Die Zielplattform wird erst in Phase 10 aufgebaut, das ist für mich zu spät. Ich habe schon in Projekten mit Datenbankentwicklern zu tun gehabt, die das ständige Mantra vor sich hin murmelten, dass das alles unter Oracle anders funktionieren würde, Vorgabe war DB2.

Dass ich auf dieses "Reizthema" besonders reagiere, hat nichts mit der Qualität des Buches zu tun, es ist vielmehr ein allgemeiner Umstand, den ich sehr häufig antreffe.

Anmerkung: Ich habe das Buch kostenlos als Rezensionsexemplar bekommen.

Die Posbis ...

So, Folge 16 der Silber Edition liegt hinter mir.

Ich muss erstmalig gestehen, dass ich zwischendurch den Faden verloren habe. Es sind neue Namen aufgetaucht, die ich vorher noch nie gehört habe und die - meines Wissens nach - auch noch nicht vorgestellt wurden. Spass macht es aber immer noch. Nach dieser Folge weiss man woher Star Trek die Idee für die Borgs hatte (Erstveröffentlichung war 14. Februar 1964).

Erlösung ...

Ich habe keine Ahnung warum, aber ich bin in das Buch nicht richtig reingekommen. Für mich bis jetzt der schwächste Krimi von Jussi Adler-Olsen.

Wobei, ich sagen muss, dass die Geschichte wirklich perfide und gut ist.

Schändung ...

So, das war der zweite Streich von Jussi Adler-Olsen und wieder ein sehr guter Krimi. Glaubhafte Charaktere und eine spannende Geschichte. Das hat Spass gemacht. Ich vermute ja, dass ich Krimis aus Skandinavien so gerne lese, weil die Sprachen nicht so weit von deutsch entfernt sind und daher nicht so viel bei der Übersetzung verloren geht.