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Hiring DevOps ...

gedanken

Auf den diesjährigen DevOpsDays Zürich habe ich an einer Open-Space-Session mit dem Thema "Hiring DevOps" teilgenommen, die ich hoch interessant fand.

Die Gruppe war klein, aber gut durchmischt:

  • Zwei Recruiter
  • Zwei Personen, die gerade einen DevOps-Job angetreten haben bzw. antreten werden
  • Zwei Personen, die einen DevOps-Job suchen
  • Zwei Personen, die gerade DevOps-Personen suchen
  • Und eine Person, die aus reinem Interesse dabei war

Für mich sehr interessant war, dass die Recruiter wirklich nach Produkten suchen und nicht nach "Mindset". Ja, ich weiss, eine Suche nach Mindset ist nur sehr schwer machbar, aber niemand sagt, dass es leicht ist.

"Search for talent, hire for attitude."

Noch interessanter ist, dass sie Personen suchen, die topaktuelle Entwicklungsmethoden einsetzen und Incentives anbieten, von denen man erst den Staub pusten muss.

"Flexible Arbeitszeiten"? Wirklich? Wir sind in 2019, das ist die Normalität. Klar, der Betrieb muss sichergestellt werden.

Mir wurde die Frage gestellt, was für mich Incentives wären. Das hat mich noch ein wenig beschäftigt. Wenn ich "wünsch Dir was" spielen dürfte, wären die folgenden Punkte interessant:

  • Arbeiten mit topaktueller Technologie
  • Freie Wahl des Betriebssystems
  • Lokale Adminrechte
  • Zugriff auf das Internet
  • Fokus auf Free/Libre Open Source Software (FLOSS)
  • Ausbildungsbudget
  • Open-Source-Konferenzen und andere Kongresse
    • Einsicht, dass sie an Wochenenden stattfinden
    • Budget für Reise und Unterkunft
    • Bonus: Unterstützung bei der Vortragsvorbereitung
    • Letzteres ist auch eine gute Gelegenheit, sich als Arbeitgeber zu präsentieren
  • Angemessene Bezahlung
  • Halbtax (BahnCard 50) oder Generalabonnement (BahnCard 100)
  • Möglichkeit für Homeoffice, gerne ein oder zwei feste Tage in der Woche (Austausch in der Firma ist wichtig)
  • Autonomie
  • Kultur, in der ich nicht um Erlaubnis fragen muss, wenn ich ein Fachbuch bestellen möchte
  • "Engineering-Time", ein Teil der Arbeitszeit sollte dazu verwendet werden dürfen neue Technologien zu evaluieren und bei Bedarf einzusetzen

Mir ist Karriere nicht so wichtig, Arbeitsinhalte interessieren mich mehr.

Disclaimer: Mein jetziger Job bietet nicht alle diese Möglichkeiten.

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Kommentare

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Christian Imhorst am :

*Ich finde die Punkte, die du aufzählst schon sehr gut. Familienfreundlichkeit wäre für mich noch wichtig, wenn das Kind krank ist oder beim Überbrücken von Schließzeiten und Ferien.

Dann wäre mir auch noch eine Kultur wichtig, in der Scheitern und Fehler erlaubt sind, um daraus zu lernen und es beim nächsten mal besser zu machen. Denn wer scheitert, hat es wenigstens versucht. Die meisten versuchen nicht mal was neues.

Den Satz: "Für mich sehr interessant war, dass die Recruiter wirklich nach Produkten suchen und nicht nach 'Mindset'" verstehe ich nicht ganz. Wer oder was ist das Produkt? Und das Mindset sollte beim Recruting doch auch ansatzweise ermittelbar sein, ob der Mensch authentisch ist, Projekte vorantreiben kann etc. Aber evtl. verstehe ich die Begriffe auch einfach falsch.

Dirk Deimeke am :

*Vielen Dank für Deinen Input.

Ja, Familienfreundlichkeit ist wichtig, da gebe ich Dir Recht.

Eine gute Fehlerkultur ist ebenfalls wichtig. Mir ist das durch den Kopf gegangen, aber ich habe es nicht aufgenommen, weil das kein "Benefit" für einen Arbeitnehmer ist, sondern eher ein globaleres Thema.

Wie soll ich das mit den Produkten am besten erklären? Vielleicht mit zwei Beispielen.

1. Nicht nach "Python" suchen, sondern beispielsweise nach "Erfahrungen mit Skriptsprachen". Jeder, der programmieren kann, arbeitet sich relativ schnell in neue Sprachen (Perl, Ruby, ...) ein.

2. Nicht nach "Jenkins" suchen, sondern beispielsweise nach "Erfahrungen mit Continous Delivery" oder nach einem "Continous Improvement Mindset".

Ist das so ein bisschen klarer?

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