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Server OS LifeCycle

linux

Meine Server laufen seit etwa fünf Jahren unter CentOS 7. In der Zeit gab es ordentlich Updates und tatsächlich keine Probleme, die auf der Software basierten.

Eigentlich läge damit CentOS 8 als neues Betriebssystem für die Server nahe. Allerdings schreibt schon Michael Kofler, dass CentOS 8 über sechs Wochen ohne Updates war und wirft Oracle Linux in die Waagschale.

Das hört sich auf den ersten und zweiten Blick komisch an, ist es auch. Aber Oracle bietet sein Linux als FLOSS-Lösung an, die gratis ist, solange man kein System hat, bei dem man für den Support durch Oracle bezahlt. In dem Fall werden alle Instanzen kostenpflichtig. Komisches Modell, oder?

Nebenbei: Ich nutze sehr gerne VirtualBox, ebenfalls von Oracle, da muss man aufpassen, dass sich die Lizenzbestimmungen mit der Nutzung des Extension Packs ändern.

Also, was tun?

Der Vorteil von CentOS war und ist, dass es sehr lange (rund zehn Jahre) unterstützt wird und tatsächlich bin ich auch noch nicht in der Not zu wechseln. Der Support für CentOS 7 läuft erst am 30. Juni 2024 (Tabelle) aus, also erst in viereinhalb Jahren. Der Nachteil ist, dass CentOS über die Lebenszeit garantiert, API-kompatibel zu bleiben, was zum Teil in sehr alter Software resultiert (Tabelle bei DistroWatch. Das wiederum bedeutet, dass man reichlich Fremdrepositories verwenden muss - bei mir EPEL, die Remi-Repostitories für PHP und Repos für MariaDB - um halbwegs aktuelle Webanwendungen betreiben zu können. Das Web ist voll von Fragen, wie man eine bestimmte Software unter CentOS zum Laufen bekommt.

Also Plan A ist, bei CentOS zu bleiben. Die "Synergien" zwischen dem, was ich beruflich mache(n muss), nämlich Red Hat Enterprise Linux zu betreiben, und dem, was ich dann privat mache, sind schon sehr gross. Bedingung dafür wäre, dass es regelmässiger Updates gibt.

Plan B wäre, die Distribution zu wechseln, hier bieten sich quasi sofort Ubuntu und Debian an, wobei ich im Fall eines Wechsels zu Debian tendieren würde.

Es gibt natürlich noch einen Plan C, das wäre ein Docker (bzw. Podman) basiertes Setup. Mich würde sehr reizen, das mit Alpine Linux als Basis zu versuchen. Eine Alternative könnte sogar Fedora Core OS sein.

Kein Plan D, aber eine interessante Alternative könnte tatsächlich Fedora in der Server-Variante sein. Allerdings sind die Wechsel zwischen den halbjährlichen Releases schon sehr drastisch und bedürfen der ständigen Nacharbeit (vermute ich). Fedora auf dem Desktop ist super (langweilig), das funktioniert einfach richtig gut, selbst mit aktiviertem SELinux sind keine Nacharbeiten nötig.

Jetzt Ihr. Was wären Eure Empfehlungen? Viel wichtiger als "was" wäre mir das "warum" Ihr ein bestimmtes Server-OS empfehlt. FreeBSD oder OpenBSD wären auch noch nachdenkenswerte Varianten.

Wie ich Todoist benutze

Analog zu der Beschreibung, wie ich Taskwarrior benutze schreibe ich hier gerne einmal meinen aktuellen Workflow bei Todoist auf. Wobei hier angemerkt sein, dass ich Todoist gerade einmal rund fünf Wochen benutze, von denen ich zweieinhalb im Urlaub war. Das soll heissen, dass sich die Arbeitsweise sicherlich noch ändern wird.

Wo nutzt Du Todoist?

Todoist nutze ich überall. Neben der Webseite vom Hersteller, mit der ich hauptsächlich arbeite, nutze ich auch das Browser-Plugin für Firefox und das Plugin für Iridium (Iridium bekommt man hier). Auf dem privaten Handy und Tablet arbeite ich mit der Android-App und mit dem Diensthandy das Pendant für iOS.

Selbstverständlich habe ich auch die 3rd Party Apps für Linux ausprobiert, wobei diese hier nur ein Wrapper für die Webversion ist ("gesehen, gelacht, F8"), aber diese Kommandozeilenvariante funktioniert auch Offline und ich benutze sie häufiger. Leider muss ich auch hier erwähnen, dass sie nicht so komfortabel ist wie Taskwarrior, dafür hat Taskwarrior aber leider auch nur eine Kommandozeilenversion

Für welche Art Arbeit nutzt Du Todoist?

Anders als mit Taskwarrior erfasse ich ihn Todoist nahezu alle Aufgaben. Das liegt vermutlich daran, dass Todoist wirklich überall ist.

Wie synchronisiert Du die Aufgaben, welche Geräte benutzt Du?

Für die Synchronisation sorgt Todoist selber.

Todoist nutze ich auf meinen privaten Geräten (Notebook, Tablet, Handy, Server, ...) und auch auf den Dienstgeräten (Virtual Desktop, Handy).

Welchen Standard-Report benutzt Du?

Die Frage ist für nicht für Todoist gedacht, aber die Standardansicht sind die nächsten sieben Tage.

Benutzt Du eine Standard-Methode oder auf Dich angepasst Methodik?

Aufgabenverwaltung ist sehr individuell, ich benutze einen Mix aus Methoden. Ein paar Informationen dazu finden sich in einem Vortrag, den ich vor einigen Jahren zum letzten Mal gehalten habe.

Nutzt Du irgendwelche Erweiterungen oder Hook-Scripts?

Nein.

Auf welches Feature vertraust Du am meisten?

Ich vertraue darauf, dass Todoist die Aufgaben nicht vergisst. Aber, selbst wenn es so wäre, habe ich mit der Kommandozeilen anwendung noch eine Offline-Kopie.

Alle schnell erfassten Aufgaben landen in der Inbox. Von dort werden Sie dann auf acht Projekte verteilt, um ein wenig Struktur in die Aufgaben zu bekommen. Die Aufgaben bekommen ausserdem ein Zieldatum und auch "Tags" (Etiketten), was weiterhin hilft.

Bei den Projekten nimmt das Projekt "Z" eine Sonderrolle ein. In "Z" sammel ich alles, was kein festes Datum hat, an dem es fertig sein muss. Es ist auch das einzige Projekt, das Subprojekte hat: 2buy, 2eval, 2learn, 2read, 2watch, Ich benutze hier auch keine weiteren Tags, die kommen erst dazu, wenn die Aufgaben konkreter werden.

Was ganz schick ist, ist, dass alle Projekte und auch die Inbox eine E-Mailadresse haben, an die ich beispielsweise Benachrichtigungen über neue Programmversionen weiterleiten kann - andere E-Mails natürlich auch.

Welche Features nutzt Du bewusst nicht?

Unglaublich, aber wahr, wie bei Taskwaarior nutze ich Prioritäten überhaupt nicht.

Wie schaust Du Deine Aufgaben durch?

Ich sortiere die Aufgaben nach Datum und bearbeite einmal wöchentlich - initiiert durch eine wiederkehrende Aufgabe - die Inbox und alle Projekte.

Das war es

Fragen gerne in die Kommentare oder per E-Mail an dirk@deimeke.net

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Umstellung auf Todoist

Die Umstellung von einer "Eier-legenden-Wollmilchsau" wie Taskwarrior auf eine (jede) andere Lösung zur Aufgabenverwaltung ist nicht ohne Mühe.

Taskwarrior hat zwei "Killerfeatures", die ich so bei noch keiner anderen Aufgabenverwaltung gesehen habe.

Das eine ist das "wait"-Feature, was dafür sorgt, dass eine Aufgabe bis zu einem Stichtermin einfach gar nicht mehr angezeigt wird. Wenn der Termin verstrichen ist, taucht die Aufgabe wieder in "der Anzeige" auf.

Das andere ist die Berechnung der Dringlichkeit einer Aufgabe. Die Dringlichkeitsberechnung in Taskwarrior hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und kann konfiguriert werden. Eine detaillierte Erklärung würde hier den Rahmen sprengen.

In Taskwarrior habe ich meine Aufgaben grundsätzlich in sehr vielen Projekten mit passenden Subprojekten erfasst und zusätzlich für jede Aufgabe einen Stichtermin vergeben. Eine detaillierte Beschreibung meines Workflows habe ich hier im Blog beschrieben.

Unter Todoist habe ich die Projekte sehr stark limitiert und da Todoist etwas hakelig mit Subprojekten ist, benutze ich für alles weitere Tags ("Etiketten").

In Taskwarrior habe ich immer alle Aufgaben sortiert nach Dringlichkeit gesehen, ausser denen, dessen Wait-Datum (wenn es gesetzt war) noch nicht verstrichen ist. Die Reports sind frei konfigurierbar.

Todoist ist lange nicht so konfigurierbar. Man kann Aufgaben zwar filtern, aber definitiv nicht so umfangreich wie Taskwarrior. Im Standard hat man verschiedene Ansichten, man kann alle Aufgaben der Inbox, eines Projektes, Subprojektes oder eines bestimmten Tags sehen und die auch sortieren oder Aufgaben anzeigen lassen, die heute oder in den kommenden sieben Tagen fällig sind.

Einen grossen Vorteil hat Todoist allerdings gegenüber Taskwarrior, es ist omnipräsent, es gibt Integrationen für einen grossen Haufen an Diensten, die ich nicht nutze und Apps für jedes Betriebssystem sowie Addons für Browser. Ich habe mir sogar eine 3rd-Party-Kommandozeilenanwendung installiert.

Taskwarrior hatte ich zwar auch immer dabei aber ehrlicherweise war die Verwendung auf dem Mobiltelefon immer hakelig, was dazu führte, dass ich Taskwarrior dort selten (bis nie) verwendet habe.

Ich habe einmal "postuliert", dass das richtige Werkzeug zum Zeit- und Selbstmanagement die folgenden sechs Eigenschaften hat:

  • Es ist immer dabei.
  • Es ist zuverlässig.
  • Es ist unabhängig von der Methode, die ich verwenden möchte.
  • Es steht nicht im Weg.
  • Es lenkt den Fokus auf wenige Aufgaben, die es zu erledigen gilt.
  • Es ist ein Werkzeug, das ich gerne benutze.

Bis jetzt kann ich sagen, dass Todoist alle diese Eigenschaften mitbringt.

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Wechsel auf Todoist

Nach meinem Abschied aus dem Taskwarrior-Team habe ich mich auf die Suche nach einer neuen Lösung zur Verwaltung von Aufgaben gemacht.

Die neue Lösung sollte vor allem Features haben, die ich in Taskwarrior vermisse. Die grosse Herausforderung dabei ist, dass Taskwarrior so unglaublich viele Funktionen hat, die einem die Aufgabenverwaltung erleichtern.

Wir sind zwei Features, die Taskwarrior nicht hatte, besonders wichtig: Eine App für Android (und iOS wegen Diensthandy) und eine Möglichkeit, die Lösung durch einen Proxy im Büro nutzen zu können, das bedeutet es braucht eine Web-Anwendung.

"Getestet" habe ich die unten stehenden Lösungen. Das "Getestet" ist in Anführungszeichen, weil ich mir alles nur kurz angeschaut habe. Ein echter Test wäre es erst gewesen, wenn ich sie wenigstens einen Monat lang benutzt hätte.

Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, ist nicht eine FLOSS-Lösung dabei. Das liegt daran, dass ich keine gefunden habe. Wenn Ihr Leser welche kennt, freue ich mich auf Kommentare.

Wie schon geschrieben, habe ich lange nicht alle Features getestet, aber nach einem ersten Durchgang blieben nur Quire und Todoist übrig. Das Business-Modell von Quire war mir zu schwammig, also ist es Todoist geworden.

Und ja, es ist ein fremd gehosteter Dienst, für den ich Geld bezahle. Bei allen Vorbehalten gegen fremd gehostete Dienste, gab es ein paar Gründe, die für mich ausreichend waren, es mit Todoist zu versuchen.

  • Die Firma hinter Todoist, nämlich Doist existiert schon einige Jahre.
  • Das Business-Modell funktioniert bei mehr als 20 Millionen Kunden (ich finde leider die Quelle nicht mehr).
  • Es ist keine amerikanische Firma.
  • Fast schon der wichtigste Punkt: Ich kenne einige Leute, die Todoist schon seit Jahren benutzen und deren Urteil ich vertraue.

Ein wenig Magenschmerzen macht mir, dass meine Daten auf fremden Servern liegen. Aber, da ich jetzt schon weiss, dass das nächste Jahr, wenn nicht sogar die nächsten Jahre, deutlich herausfordender werden als die bisherigen, muss eine verlässliche und vor allem überall funktionierende Lösung her.

Mein Premium-Account läuft ein Jahr, ich werde also in nächster Zeit öfter einmal darüber berichten, wie mein Workflow mit Todoist aussieht und wie er sich von dem bisherigen Workflow mit Taskwarrior unterscheidet.

Das Blog hat jetzt neu eine Kategorie Todoist, in der sich die Artikel zum Thema befinden. Wer mag kann auch den Tags selbstmanagement oder todoist folgen.

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Goodbye Taskwarrior ...

taskwarrior Nach über acht Jahren im Team ist es für mich an der Zeit, mich von der GothenburgBitFactory zu verabschieden. Es war eine schöne Zeit und ich habe viel, sogar sehr viel gelernt.

Der Hauptgrund dafür ist, dass das Projekt Taskwarrior in der stabilen Seitenlage ist und es seit fast vier Jahren kein neues Release mehr gab. Ich bin einfach auch müde geworden, mich bei den Teammitgliedern nach Lebenszeichen zu erkundigen.

Die Stagnation ist unter anderem damit zu erklären, dass das es zu wenig Leute gibt, die bereit oder in der Lage sind, inhaltlich mit Code beizutragen.

Anders als bei Taskwarrior, geht es bei Timewarrior gut vorwärts, Thomas leistet da einen hervorragenden Job.

Vermutlich werde ich Taskwarrior noch weiter benutzen, ich habe mich sehr an Features gewöhnt, die das Tool als Alleinstellungsmerkmale bietet. Aber ich bin parallel auf der Suche, nach einem neuen Aufgabenverwaltungswerkzeug (schönes Wort).

Region Settings ...

fedora Das bezieht sich jetzt nicht nur auf XFCE, aber da ist es mir aufgefallen ...

XFCE bietet keinen Dialog, um die Region-Settings anzupassen, ich habe gerne mein System in Englisch und die Regionaleinstellungen auf Deutsch oder der Schweizer Variante von Deutsch (Uhrzeit im 24 Stunden Format, Dezimaltrenner, ...).

Die Einstellungen kann man in der Datei /etc/locale.conf vornehmen, standardmässig ist nur die erste Zeile gesetzt:

LANG="en_US.UTF-8"
LC_COLLATE="de_CH.UTF-8"
LC_CTYPE="de_CH.UTF-8"
LC_TIME="de_CH.UTF-8"
LC_NUMERIC="de_CH.UTF-8"
LC_MESSAGES="en_US.UTF-8"


Weitere Informationen dazu gibt es unter System Locale and Keyboard Configuration.

Da ich das nur auf Desktop-Systemen so mache, bin ich noch nie darüber gestolpert.

Nextcloud-Client unter XFCE ...

fedora Ich habe den Nextcloud-Client aus den Fedora-Repositories installiert, Fedora liefert Version 2.5.2 aus.

Leider musste ich nach jedem Neustart den Login und das Passwort für die drei Accounts, die ich synchronisiere, neu eingeben, was ziemlich nervig ist.

Das Paket libgnome-keyring schafft da Abhilfe.
$ sudo dnf install libgnome-keyring

Neues Tablet ...

android Seit dem 30. April besitze ich ein neues Tablet, es ist ein Samsung Galaxy Tab S5e mit Book Cover Keyboard (ich habe leider keinen Link dazu auf den offiziellen Seiten) geworden.

Interessant, dass es knapp 14 Monate gedauert hat, ein Ersatz für mein altes Tablet zu finden, Details zum Verlust des alten Tablets hier. Wider Erwarten ist es doch ein Samsung Tablet geworden. Der Markt für Android Tablets mit Displays um 10 Zoll oder grösser ist halt relativ beschränkt.

Die Zeit habe ich mit einem iPad Pro (12.9 Zoll, 2. Generation), was mir gute Dienste geleistet hat, aber sehr einschränkend ist, wenn man die Freiheit unter Android gewohnt ist. So lassen sich aufgrund von Restriktionen im Apple Store beispielsweise keine Plugins in Firefox installieren oder Firefox als Default-Browser des Systems nutzen.

Das User Interface des Tablets ist ... nun ja ... bunt und sehr gewöhungsbedürftig. Das Display ist klasse und gestochen scharf. Die Tastatur ist unerwartet gut, ich muss nur noch meine grossen Hände trainineren, damit umzugehen, aber das Tippen geht - mit gelegentlichen falschen Tastendrücken - gut "von der Hand".

Die Grösse des Geräts ist prima, aber das Gewicht ist gefühlt höher als ich gedacht habe.

(Ich finde gerade spannend, dass mein Tablet mit Tastatur, mein Handy und meine "not so smart" Watch in Summe weniger kosten als das Handy eines Arbeitskollegen).

Zurück auf liquidprompt ...

linux Nachdem ich jetzt rund 1,5 Jahre Powerline genutzt habe, bin ich mit der Neuinstallation zurück auf Liquidprompt gewechselt.

Es gibt drei Gründe dafür: Zum Einen ist Liquidprompt deutlich schneller als Powerline und das merke ich sofort. Zum Anderen merkt man Powerline an, dass es "eigentlich" für die ZSH gemacht wurde und die Bash, na ja, rudimentärer unterstützt wird, weil sie vermutlich deutlich weniger Möglichkeiten für den Prompt bietet als ZSH. Weiterhin ist die Konfiguration deutlich einfacher ...

Wermutstropfen ist, dass das Projekt Liquidprompt nur sehr langsam bis gar nicht weiterentwickelt wird. Die ältesten nicht gelösten "Issues" sind knapp sieben Jahre alt.

Aber es tut seinen Job und das sogar sehr schnell und gut.