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Umstellung auf Todoist

Die Umstellung von einer "Eier-legenden-Wollmilchsau" wie Taskwarrior auf eine (jede) andere Lösung zur Aufgabenverwaltung ist nicht ohne Mühe.

Taskwarrior hat zwei "Killerfeatures", die ich so bei noch keiner anderen Aufgabenverwaltung gesehen habe.

Das eine ist das "wait"-Feature, was dafür sorgt, dass eine Aufgabe bis zu einem Stichtermin einfach gar nicht mehr angezeigt wird. Wenn der Termin verstrichen ist, taucht die Aufgabe wieder in "der Anzeige" auf.

Das andere ist die Berechnung der Dringlichkeit einer Aufgabe. Die Dringlichkeitsberechnung in Taskwarrior hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und kann konfiguriert werden. Eine detaillierte Erklärung würde hier den Rahmen sprengen.

In Taskwarrior habe ich meine Aufgaben grundsätzlich in sehr vielen Projekten mit passenden Subprojekten erfasst und zusätzlich für jede Aufgabe einen Stichtermin vergeben. Eine detaillierte Beschreibung meines Workflows habe ich hier im Blog beschrieben.

Unter Todoist habe ich die Projekte sehr stark limitiert und da Todoist etwas hakelig mit Subprojekten ist, benutze ich für alles weitere Tags ("Etiketten").

In Taskwarrior habe ich immer alle Aufgaben sortiert nach Dringlichkeit gesehen, ausser denen, dessen Wait-Datum (wenn es gesetzt war) noch nicht verstrichen ist. Die Reports sind frei konfigurierbar.

Todoist ist lange nicht so konfigurierbar. Man kann Aufgaben zwar filtern, aber definitiv nicht so umfangreich wie Taskwarrior. Im Standard hat man verschiedene Ansichten, man kann alle Aufgaben der Inbox, eines Projektes, Subprojektes oder eines bestimmten Tags sehen und die auch sortieren oder Aufgaben anzeigen lassen, die heute oder in den kommenden sieben Tagen fällig sind.

Einen grossen Vorteil hat Todoist allerdings gegenüber Taskwarrior, es ist omnipräsent, es gibt Integrationen für einen grossen Haufen an Diensten, die ich nicht nutze und Apps für jedes Betriebssystem sowie Addons für Browser. Ich habe mir sogar eine 3rd-Party-Kommandozeilenanwendung installiert.

Taskwarrior hatte ich zwar auch immer dabei aber ehrlicherweise war die Verwendung auf dem Mobiltelefon immer hakelig, was dazu führte, dass ich Taskwarrior dort selten (bis nie) verwendet habe.

Ich habe einmal "postuliert", dass das richtige Werkzeug zum Zeit- und Selbstmanagement die folgenden sechs Eigenschaften hat:

  • Es ist immer dabei.
  • Es ist zuverlässig.
  • Es ist unabhängig von der Methode, die ich verwenden möchte.
  • Es steht nicht im Weg.
  • Es lenkt den Fokus auf wenige Aufgaben, die es zu erledigen gilt.
  • Es ist ein Werkzeug, das ich gerne benutze.

Bis jetzt kann ich sagen, dass Todoist alle diese Eigenschaften mitbringt.

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Kommentare

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Andreas am :

*Für Workflowy treffen deine sechs Eigenschaften meiner Meinung nach auch perfekt zu. Ein sehr flexibles Tool, um seine Projekte, Tasks und Notizen mit beliebig vielen Hierarchie-Stufen zu managen. Siehe zum Beispiel hier: https://youtu.be/hwqu_ZIRN0M. Was hat dich davon abgehalten?

Dirk Deimeke am :

*Zum Einen kann ich mich mit der Arbeitsweise nicht anfreunden und zum Anderen habe ich weder den Firmennamen noch den Firmensitz der Firma hinter Workflowy herausgefunden.

Ich habe alle Tools nur flüchtig getestet, siehe auch Wechsel auf Todoist.

Andreas am :

*Die Company heisst scheinbar Workflowy, Inc. ;-) Hier ein sehr positiver Artikel zur Entwicklung und den USPs von Workflowy: https://www.geekwire.com/2018/workflowly-founder-new-list-update-popular-app-keeping-purists-happy.
QUOTE:
Patel created WorkFlowy for the very same reason Manjoo and I would eventually start using it. He was working a complex job and needed to keep track of a ton of information. But, he said, all of the apps he was using “forced [me] to work inside a system that doesn’t work for me. They all have this fixed, limited structure and it was driving me insane.”
Das nervt mich auch bei den meisten Todo-Tools. Wenn man Glück hat, dann hat man noch Sub-Projekte oder Sub-Aufgaben. In der nächsten Ebene aber höchstens noch eine 1-dimensionale Checkliste, das wars. So funktioniert aber unser Denken nicht. Wir zerlegen ein Projekt gedanklich in Teil-Projekte und untergliedern so lange weiter, bis wir an ausführbare Aufgaben gelangen. So etwas können die wenigstens Todo-Apps, die ich bis jetzt ausprobiert habe.

Dirk Deimeke am :

*(Ich habe mir einmal die Freiheit genommen, Deinen Kommentar mit url und quote, jeweils in eckigen Klammern umzuformatieren).

Vielen Dank für Deine Recherche, Andreas.

Todoist schafft immerhin vier Subtask-Ebenen.

Es ist doch gut, dass es soviel Auswahl gibt und für jede Arbeitsweise etwas dabei ist.

Was ich schade finde, ist, dass es so wenig FLOSS gibt, die man zur Aufgabenverwaltung heranziehen kann.

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