Skip to content

CfP für ORR ...

Der Schrei nach Papier meiner Heimatkonferenz läuft noch bis zum 31. August 2013.

Die OpenRheinRuhr findet am 09. und 10. November 2013 im Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen statt.

Leider kann ich in diesem Jahr nicht teilnehmen, möchte Euch, meinen Lesern, die Konferenz aber sehr ans Herz legen. Wer noch nie Kontakt zum Menschenschlag der Ruhries hatte und nebenbei sich in guten Vorträgen oder an den Ständen über Open-Source-Software informieren möchte, ist dort herzlich Willkommen. (Alle anderen natürlich auch).

Es lohnt sich!

Little helpers ...

linux Eigentlich ist es schön blöd, so viel mit Open-Source-Software zu machen und die eigenen "Kleiningkeiten", die das Leben erleichtern, nicht zu veröffentlichen.

Daher habe ich mich entschieden, meine Skripte mal in eine vorzeigbare Form zu bringen und in einem eigenen GitHub-Repository zu veröffentlichen.

ddeimeke/littlehelpers

Vielleicht kann das ja jemand von Euch auch gebrauchen.

Umgebungen ...

Es gibt kaum einen Punkt, an dem Sichtweisen so weit auseinander gehen, wie bei der Bezeichnung von Systemumgebungen, auf denen Applikationen laufen.

  • Development
  • Test
  • Integration
  • Preproduction oder Quality oder Abnahme oder User acceptance test (UAT)
  • Production


Die Namen sind meistens so wie oben oder ähnlich, es gibt häufig pro Stufe auch mehrere getrennte Umgebungen in sehr grossen Firmen oder sehr grossen Projekten. Die Stufen sind in der Reihenfolge der Wertigkeit sortiert.

Die Idee dahinter ist klar, man möchte anhand der Umgebung die Wichtigkeit festhalten. Leider funktioniert das nicht oder nur ungenügend. Ein Entwicklungssystem, auf dem 150 Entwickler arbeiten kann grösseren wirtschaftlichen Schaden verursachen als ein Abnahmesystem, auf dem nur drei Tester unterwegs sind. Schlimmer noch, das Abnahmesystem kann wichtiger werden als das Entwicklungssystem, wenn gerade ein kritischer Patch getestet wurd.

Das Problem ist, dass Plattformverantwortliche häufig gar nicht wissen, was in den einzelnen Umgebungen läuft und daher werden alle Systeme bis Oberkante des Betriebssystems als produktiv betrachten.

Ein zweites Problem ist, dass grosse IT-Umgebungen einen Fabrikbetrieb darstellen, die nur aus dem einen Grund kostengünstig arbeiten, dass es keine Ausnahmen gibt (na, gut, aber vielleicht nur wenige).

Aber auch da kann es Betrachtungsunterschiede geben.

So kann eine Plattform mit einem Service Level Agreement (SLA) oder Operation Level Agreement (OLA) betrieben werden, der sich deutlich von dem entsprechenden Level der Applikation unterscheidet.

Das ist alles Bestandteil der IT Infrastructure Library (ITIL), mit der jeder Computerfuzzy im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn konfrontiert wird.

Sich die möglichen Kombinationen zu überlegen und die Konsequenzen daraus, kann einem echt einen Knoten ins Hirn machen.

Betriebssystem hat einen geringeren Level als die Applikation:
Ja, das gibt es, die Applikation kann durch einen Loadbalancer geclustert sein.

Betriebssystem hat einen höheren Level als die Applikation:
Ja, das gibt es natürlich auch. Das Betriebssystem kann auf einem Clusternode laufen und muss hochverfügbar sein, damit der Cluster ständig läuft.

Betriebssystem hat den gleichen Level wie die Applikation:
Klar, oder?

Rufumleitung ...

Altes Wissen, das auch heute noch funktioniert. Heute einmal GSM-Codes und insbesondere die Rufumleitung. Anstatt mühsam in Menüs nach dem richtigen Punkt zu suchen, mit dem man eine Rufumleitung setzen kann, kann man sie auch immer noch (!) mit GSM Codes setzen und - was noch besser ist - sie auch genau so im Telefonbuch des mobilen Funktelefons ablegen.

Es gibt sechs verschiedene Basis-Codes (BC):

21    alle Anrufe
61    wenn innerhalb der Zeit keine Rufannahme
      (5 - 30 s sind möglich)
62    nicht erreichbar
67    besetzt
004   alle bedingten Rufumleitungen (die 60er Codes oben),
      Statusabfrage leider nicht möglich
002   alle Rufumleitungen - gilt nur für das Ausschalten


Am Beispiel "Alle Anrufe" zeige ich hier einmal die einzelnen Möglichkeiten:

Status abfragen: *#21#
Alle Umleitungen ausschalten: ##21#
Einschalten der alten Umleitung: **21#

Umleiten aller Anrufe: **21*0789569114#
#21# Gesetzte Umleitung Ausschalten
*21# Gesetzte Umleitung Einschalten

Sonderfall, 10 Sekunden zeitverzögert: **61*0789569114**10#


Hier gibt es noch weitere Informationen und Links zu dem Thema.

Mit dem Bloggen starten ...

Gestern bin ich gefragt worden, was zu beachten ist, wenn man mit dem Bloggen beginnt. Wie so häufig bin ich anderer Meinung als die meisten anderen :-) (Das heisst nicht, dass ich besser bin, nur anders als andere).

  • Was muss ich wissen?
  • Was soll ich tun?
  • Was soll ich vermeiden?
  • Welche Artikellänge ist gut?
  • Welche technische Tiefe sollen die Artikel haben?


Ich kam nicht umhin, zu antworten: "Wie immer kommt es darauf an.".

Es hängt vom Zielpublikum ab und es hängt von den Zielen ab, die man erreichen möchte.

Es gibt gute Gründe, lange Artikel zu haben, wenn die Leserschaft diese mag. Meine Erfahrung ist, dass das in der Regel sehr interessierte Leute sind, die längere Artikel mögen. Ich transferiere - als Gegenbeispiel - lange Artikel einmal die Woche auf meinen Kindle und lese sie nicht am Bildschirm, aber das ist mein Ansatz. Andere handhaben das vermutlich unterschiedlich.

Hier mit diesem Blog habe ich zwei Ziele, die ich erreichen möchte:

  1. Ich möchte gerne mit den Lesern in Dialog tretten. Das heisst vor allem, dass das Kommentieren so einfach wie irgend möglich sein muss. Keine Hürden für Kommentatoren, die Arbeit, falsche (Spam-)Kommentare auszusortieren muss beim Blogbetreiber - also mir - liegen. (Also keine Captchas oder E-Mail-Bestätigungen). Selbstverständlich müssen rechtliche Vorgaben beachtet werden.
  2. Das Blog ist die zentrale Informationsquelle für Artikel, ich defragmentiere nicht und nutze die anderen Plattformen überwiegend, um Blogartikel zu promoten. Aber der Inhalt bleibt im Blog. Punkt. (In dem Zusammenhang ist es schade, dass das Teilen und kommentieren auf allen Plattformen stattfindet).


Dinge, die man meiner Meinung nach beachten sollte.

  1. Das Blog ist Teil der eigenen "Marke" (Dirk Deimeke) und sollte auch so behandelt werden.
  2. Authentisch sein, nicht verbiegen um vermeintlich erfolgreicher zu werden. Die Leser merken, wenn man nicht mehr hinter dem steht, was im Blog passiert.
  3. Kommentare nicht löschen, niemals. Ja, das ist manchmal schwierig, aber "Zensur" ist auch schwierig. Ich würde nur Kommentare löschen, die rechtlich fragwürdig sind. (Tatsächlich musste ich das aber noch nie tun).
  4. Regelmässig Beiträge bringen. Ein Blog lebt von aktuellem Inhalt. Wenn Leute länger als (geschätzt) einen Monat keinen Beitrag sehen, vermuten sie, dass das Blog tot ist. Es kann besser sein, einen Artikel zu veröffentlichen und einen weiteren so vorbereiten, dass er in einer Woche online geht, als ihn sofort ins Blog zu stellen. Meiner Meinung nach sollte man wenigstens einen Artikel pro Woche schreiben.
  5. Ich würde dringend empfehlen, mit einer selbst gehosteten Lösung an den Start zu gehen. Das Publikum auf neue Feeds und neue Adressen umzuziehen kann enorm schmerzhaft sein und man wird damit Leser verlieren.


Ein Wort zum Schluss dieses Artikels: Wenn man mit dem Blog Geld verdienen möchte, gibt es viele andere Dinge zu beachten, aber vorab die Warnung, dass es nur sehr wenige Menschen gibt, die von den Blogeinnahmen leben können.

Linkdump 32/2013 ...

Nach sehr langer Zeit kommt heute mal wieder ein Linkdump.

Warum sich ein Kindle auch für Leute lohnt, die mit eBooks nichts am Hut haben. ist ein Artikel, der zwar den Kindle im Titel trägt, aber so ähnlich auch für andere eBook-Reader gültig ist.

Take Perl and your GitHub-Account to host a static blog: Building a static blog using Blio and Github.

Kindle-eBooks mit Pandoc erstellen, ja, der Name ist Programm, ein guter Artikel von Michael Kofler.

Relativ interessant und eng verwandt mit dem Dunning-Kruger-Effekt (der Lehrer hinkt dem Schüler hinterher) ist die Diagnose DumbDown – der unterforderte Schüler. Dort geht sehr viel Potential verloren.

Google ist wie ein gekränkter Schimpanse enthält viel wahres über Google und die Reaktionen des Konzerns auf das, was im Netz passiert.

Aufgrund der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit wird es ein "Ist fertig!" nie geben: Das Netz ist beta und wird es auch immer bleiben.

Adria Richards, PyCon, and How We All Lost is a must read about "gender problems" and what can go wrong, setting the spotlight on both sides of the story.

How to get smart people who get the job done, most "modern" companies follow The Guerrilla Guide to Interviewing (version 3.0).

How the co-creator of MySQL came to love databases gives some insights about the background of MySQL and Open Source and being bought by a bigger company. Interesting!

Es muss immer so schnell gehen, dass keine Zeit für nachhaltige Problemlösungen bleibt, Akute Notbehandlung des Chronischen unter Motivationsmangel.

Rudelführer (Pack Leader) ist ein Begriff der wissenschaftlich nicht nur im Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund widerlegt wurde. Lesen macht "Ah!". :-)

Bruce Schneier, der Cryptopapst, gibt auf, "Wir leben in einem Überwachungsstaat" (der Artikel erschien vor dem PRISM-Skandal und ist gerade deswegen besonders lesenswert).

Business Netzwerke?

Vielleicht kann mich einer von Euch einmal erhellen.

Welchen Nutzen haben Business Netzwerke wie Xing oder LinkedIn, wenn man gerade nicht auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung ist?

Was ich nachvollziehen kann, ist dass man den Werdegang aktueller und früherer Kollegen nachvollziehen kann und eventuell zu vielen interessanten Firmen einen Ansprechpartner hat, den man kennt. Begriffen. Dass man durch den Kontakt auch immer Zugriff auf die aktuelle Adresse hat, ist auch ein Plus. Ebenfalls begriffen.

Für Freiberufler ist ein solches Netzwerk natürlich eine willkommene Möglichkeit, sich darzustellen und seine Bereitschaft für neue Projekte zu signalisieren. Das ist aber auch nichts anderes als die Jobsuche bei "abhängig Beschäftigten".

Die Forenfunktionalität ist bei den beiden grossen Netzwerken sehr rudimentär vorhanden und sorgt - zumindest in meinem Bereich (Systemadministration und System Engineering) - nicht gerade für viel Unterhaltung oder für sinnvolle Diskussionen. Die finde ich eher auf Mailinglisten.

Als Werbeplattform für eigene Blogartikel oder eigene Webseiten sind andere soziale Netzwerke, für mich Google+, für andere vielleicht Facebook, deutlich besser geeignet, wenn ich mir mal die Statistik meiner Webseiten anschaue.

Interessanter sind vielleicht für den technischen sogar noch Stack Exchange (und der "Careers" genannte Ableger) oder GitHub.

Also, wenn Ihr Antworten oder Ideen habt, dann nur her damit.

(Links zu meinen Profilen finden sich in den Kontaktinformationen).

Das innere Spiel ...

Das Buch von Kurt Völkl und Heinz Peter Wallner dreht sich um die zwei Prinzipien "Zwischen den Polen und mitten im Fluss" und "Train the eight". Zum Einen dreht es sich dabei um die Schwierigkeiten, zu einer Entscheidung oder Veränderung zu kommen und bietet zum Anderen das innere Spiel als Weg zu einer Weiterentwicklung.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Beschreibung, dass Veränderung immer etwas mit dem Verlassen von bekanntem Terrain zu tun hat und dem Mut, Neues zu wagen. Wir befinden uns ständig in einer Welt der Widersprüche, die wir immer aufs Neue für uns selber auflösen müssen. "Nichts ist so beständig wie der Wandel" ist zwar kein Zitat, das im Buch zu finden ist, beschreibt das Umfeld aber ziemlich gut.

Spannend war auch die Beschreibung der unterschiedlichen Entscheidungsarten, darunter finden sich einige, die keine wirklichen Entscheidungen sind. Wir haben einen grossen Haufen an Entscheidungen schon einmal getroffen und "abgespeichert", so dass wir nicht immer wieder aufs Neue treffen müssen. Manche Entscheidungen sind auch nicht so wichtig, dass sie uns lange belasten. Dann gibt es Entscheidungen, die der Logik folgen, die sind relativ leicht zu treffen, da sie objektiven Kriterien folgen. Taktische Entscheidungen geben uns die Wahl zwischen verschiedenen Optionen, anders als im Buch halte ich die Wahl zwischen verschiedenen Optionen zum Teil für schwierig. Noch schwieriger wird es bei strategischen Entscheidungen, dort legt man die Ausrichtung fest, ohne, dass man alle Fakten kennt. Eine Steigerung ist die "strategische Entscheidung mit hoher Relevanz".

Gerade die letzte Entscheidungsart wird mit dem "inneren Spiel" erfolgreich vorbereitet.

Es werden im Buch zwei Ebenen behandelt, zum Einen die der privaten Entscheidungen, die nur mich persönlich (oder privat) betreffen und zum Anderen die Führungsentscheidungen, die ein Team oder eine Firma beeinflussen.

Für mich ist "persönliche Weiterentwicklung" wichtig und ich habe einige Denkanstösse bekommen, die mich weiterbringen. Ob ich die vorgestellten Prinzipien komplett einhalte, wage ich zu bezweifeln. Aber ich habe einige Methoden gelernt, dich nun in meinem Werkzeugkasten habe und anwenden kann.

Menschen, die sich mit Entscheidungen schwer tun oder Schwierigkeiten mit Veränderungen haben, kann ich das Buch sehr empfehlen.

Einzig das Cover wird dem Buch nicht korrekt.

Anmerkung: Ich habe ein Rezensionsexemplar von den Autoren bekommen.

Kaputt ...

Das passiert ja "eigentlich" nur "den anderen". Kurz nach Ablauf der Garantie ist mein Hauptrechner zuhause ein halbes Jahr nach Ablauf der Garantie aus dem Tiefschlaf nicht wieder aufgewacht.

Daten habe ich glücklicherweise keine verloren. Trotzdem ärgerlich so etwas.

Ob ich mir noch einmal einen Rechner zusätzlich zum Notebook kaufen werde, weiss ich nicht. Momentan hängt das Notebook mit ordentlicher Tastatur am grossen Monitor und tut, was es soll. Mir fehlt nur eine Dockingstation zum Glück.

Wenn jemand von Euch weiss, wo man einen Portreplikator oder eine Dockingstation für ein Thinkpad X201i herbekommt, bin ich für jeden Tipp dankbar.

Mehr Swap?

linux Weil mich gerade jemand via E-Mail danach gefragt hat, hier einmal die kurze Erklärung, wie man Swapspace bekommen kann, selbst dann, wenn man kein freies Device mehr hat.

Zuerst eine Datei erzeugen (hier 1 GB als Beispiel), die später den Swap aufnehmen soll, /pfad ist der Weg zu einem Dateisystem mit ausreichend Platz:
dd if=/dev/zero of=/pfad/swapfile count=2097152


Im nächsten Schritt wird aus der Datei eine swap-Datei gemacht:
mkswap /pfad/swapfile


Jetzt wird sie noch als Swap hinzugefügt:
swapon -p 0 /pfad/swapfile

Die Priorität 0 (bis 32767) ist die niedrigste, die vergeben werden kann. Das bedeutet, der Swapspace wird nur dann benutzt wenn der Swap mit höherer Priorität bereits verbraucht wurde.

Um diese Änderung dauerhaft zu machen, muss der neue Swap noch in die /etc/fstab eingetragen werden.
/pfad/swapfile none swap sw,pri= 0 0