Linkdump 38/2026
Powernap und Nichtstun, Innere Leere.
Human Skills in der Führung, sehr spannend und sehr wichtig.
Important one: How do you ask good questions?.
Am heutigen 15. September beginnen die BlogWochen 2026. Bis zum 15. Dezember laden fünf Themen dazu ein, wieder öfter zu bloggen – ohne Verpflichtung, ohne Wettbewerb und im eigenen Tempo. Ein Beitrag genügt, fünf sind auch willkommen, und keiner ist ebenfalls in Ordnung.
Die BlogWochen 2026 sind eine Aktion von:
Wir haben das Feedback aus dem letzten Jahr ernst genommen und starten jetzt mit weniger Themen und mehr Zeit.
Du kannst dir eines oder mehrere Themen aussuchen und dazu einen oder mehrere Artikel schreiben. Wann du deine Beiträge veröffentlichst und in welcher Reihenfolge, entscheidest du selbst.
Wenn du einen Artikel beisteuerst, sind wir dankbar für eine kurze Nachricht an Benedikt, Robert oder mich. Bitte nutze dazu die oben verlinkten Blogs als Quelle für die Kontaktdaten oder hinterlasse mir hier einen Kommentar. Erwähne die BlogWochen 2026 und/oder den Hashtag #BlogWochen2026.
Hier kommen die Themen, die wir uns überlegt haben:
Ein Blog, das nur wenige kennen
Es gibt unzählige grossartige Blogs, die kaum jemand kennt. Stell uns eines davon vor. Vielleicht entsteht daraus eine neue Lieblingslektüre – und wenn du magst, kannst du deine Empfehlung auch als "Stöckchen" weiterreichen.
Ein Bericht aus meiner Umgebung
Zeig uns einen Ort, der dir wichtig ist. Das kann deine Nachbarschaft, dein Dorf, ein Lieblingsplatz oder eine ganz andere Ecke deiner Umgebung sein. Wenn du magst, ergänze deinen Beitrag mit Fotos.
Ein Bloginterview
Führe ein Gespräch mit einer anderen Person, die bloggt. Ob ihr über den Blog, ein gemeinsames Interessengebiet oder ein ganz anderes Thema sprecht, entscheidet ihr selbst. Vielleicht interviewt ihr euch sogar gegenseitig.
Ein Mensch oder ein Projekt, das mehr Aufmerksamkeit verdient
Wen oder was möchtest du heute einmal bewusst ins Rampenlicht stellen? Das kann ein Mensch, ein Verein, ein Projekt, eine Initiative oder etwas ganz anderes sein. Erzähle uns, warum dir dieser Mensch oder dieses Projekt am Herzen liegt und warum mehr Menschen davon erfahren sollten.
Wir scheitern jedes Jahr ein wenig anders
Scheitern gehört zum Leben – manchmal leise, manchmal laut, manchmal mit einem Lächeln. Wie du das Thema interpretierst und worüber du schreiben möchtest, bleibt ganz dir überlassen.
Du hast Lust, eine andere bloggende Person kennenzulernen? Dann kannst du dich bis zum 30. Oktober 2026 für unser Überraschungsinterview anmelden (Kontakt wie oben).
Mit deiner Anmeldung erklärst du dich bereit, eine andere bloggende Person zu interviewen und auch selbst interviewt zu werden. Wir sammeln alle Anmeldungen und bringen die Teilnehmenden Anfang November zu Interviewpaaren zusammen. Anschliessend schicken wir euch gegenseitig die Kontaktdaten.
Alles Weitere gestaltet ihr selbst: Wann und wie ihr miteinander Kontakt aufnehmt, welche Themen ihr besprecht und in welcher Form ihr das Interview veröffentlicht, entscheidet ihr gemeinsam.
Vielleicht entstehen daraus gute Gespräche, neue Bekanntschaften oder sogar längerfristige Blogkontakte. Und wenn ihr merkt, dass ein Interview doch nicht zustande kommt, ist auch das völlig in Ordnung.
Genau genommen ist jeder Tag ein Blogkommentiertag. Am 13. November 2026 wollen wir bewusst einmal darauf achten – der Termin orientiert sich am World Kindness Day.
Ein Kommentar ist oft mehr als nur eine Rückmeldung. Er kann ein kleines Dankeschön an Bloggende sein und zeigen, dass ihre Beiträge gelesen werden.
Zum Abschluss der BlogWochen laden wir am 15. Dezember 2026 um 18:00 Uhr alle Interessierten zu einem gemeinsamen Online-Treffen ein.
Wir möchten die vergangenen drei Monate Revue passieren lassen, über unsere Erfahrungen sprechen und uns darüber austauschen, was gut funktioniert hat und welche Ideen wir vielleicht für zukünftige BlogWochen mitnehmen.
Die genauen Informationen zur Teilnahme veröffentlichen wir rechtzeitig.
Alle Beiträge, die uns gemeldet werden, sammeln wir in einer gemeinsamen Linksammlung. So kannst du die Beiträge der anderen Teilnehmenden entdecken und vielleicht auch neue Blogs kennenlernen.
Etwa alle 14 Tage erscheint bei Robert ein Zwischenbericht. Dort findest du eine Auswahl der bisher erschienenen Beiträge, Neuigkeiten rund um die BlogWochen und den einen oder anderen Blick hinter die Kulissen.
Wer über die BlogWochen 2026 schreibt oder Beiträge dazu im Fediverse veröffentlicht, kann gerne den gemeinsamen Hashtag #BlogWochen2026 verwenden. So lassen sich Artikel und Postings leichter finden und miteinander verknüpfen.
Für den Blogkommentiertag nutzen wir #BlogCommentingDay.
Wir freuen uns auf das, was in den nächsten drei Monaten entsteht. Schreib, wann es dir passt, worüber du magst und so viel oder so wenig du möchtest – wir lesen mit.
Nach Jahren der Abstinenz habe ich wieder eine Pebble-Uhr und sie macht wirklich Spass.
Die Pebble Time Steel war eines der ersten Projekte, was ich via Kickstarter unterstützt habe. Und, ich habe die Uhr geliebt Living the Future-Gefühle inklusive.
2016 wurde die Firma leider an Fitbit verkauft, die sich nur für die Patente und die Software interessierten, nicht aber für die Hardware. Ausstehende Bestellungen wurden rückerstattet. Das Ökosystem wurde Mitte 2018 eingestellt. 2021 wurde Fitbit von Google übernommen.
Eine kleine Community hat ein alternatives Ökosystem namens Rebble am Leben gehalten und via Gadgetbridge gab es auch eine Anwendung für das Handy.
2025 gab Google den Quellcode von PebbleOS frei. Der Gründer von Pebble, Eric Migicovsky, gründete daraufhin die Firma Core Devices, die neue Pebble-Uhren entwickeln sollte. Im März 2026 startete die Massenproduktion der Pebble Time 2 und ich habe jetzt eine zum Geburtstag geschenkt bekommen. Yippieh!
So "retro" wie die verlinkte Webseite ist auch die Uhr. Sie wirkt neben den aktuellen Smartwatches oder Tech-Gadgets anderer Hersteller wie ein Anachronismus und genau das macht auch ihren Charme aus.
Wo die Pebble Time 2 ganz weit die Nase vorn hat, ist bei der Akkulaufzeit, die bei mir mehr als zwei Wochen beträgt, geplant ist, dass es irgendwann bis zu einem Monat gehen soll. Die Uhr hat einen sehr sensiblen Schrittzähler und einen Pulsmesser. Es gibt eine unglaubliche Menge an Anwendungen und Watchfaces unter apps.repebble.com.
Was ich sehr mag, ist, dass mittlerweile alles Open-Source-Software ist, sowohl das PebbleOS wie auch die Android-App. Die Entwicklung ist sehr rege, ich bekomme mehrere Updates des PebbleOS pro Monat.
Die Uhr benutze ich wirklich gerne, habe aber nur wenig installiert. Ich wechsle zwischen den Watchfaces Big Numbers und 91 Steps & Heart Rate, als einzige Anwendung habe ich Timer+ installiert. Ich finde klasse, dass man die Dinge im Browser testen kann und auch via Browser installieren kann.
Vielleicht ist das ja auch etwas für Euch.
Lesenswert ist auch der Artikel von Marius.
Natürlich hat keine Distribution jede Software, die unter Linux läuft und auch nicht jede Version jeder Software, die unter Linux läuft.
Der Standardweg bei paketbasierten Distributionen ist, sich eine Paketquelle zu suchen, die die gewünschte Software in der richtigen Version enthält, um die auf dem eigenen System installieren zu können. Diese Quellen werden häufig als "Fremdquellen" referenziert und sind häufig (nicht immer) ein Grund, dass auf dem eigenen System etwas nicht (mehr) rund läuft.
Meine Erfahrung lehrt mich, dass ich gerne weitestgehend auf solche Fremdquellen verzichten möchte.
Über die Fremdquellen hinaus, gibt es noch eine Reihe an Möglichkeiten, die Software auf das eigene System zu bekommen.
~/.local/bin, was ich auch im Pfad habe. Static Binaries lade ich via Chezmoi herunter, zum testen via eget. Und Ihr so?
Unhook YouTube ist eine Erweiterung für die Browser Chrome, Edge oder Firefox, die YouTube auf das wesentliche reduziert. Das wirklich Schöne ist, dass die Erweiterung auch mit Firefox Mobile und der mobilen YouTube-Webseite funktioniert. Sie benutzt Google Analytics, um die Nutzung zu analysieren.
Unhook YouTube ist eine Browser-Erweiterung, die YouTube von ablenkenden und auf weiteres Anschauen ausgelegten Elementen bereinigt. Die einzelnen Funktionen lassen sich über das Erweiterungsmenü separat ein- und ausschalten; Änderungen werden normalerweise sofort angewendet.
Momentan gibt es die folgenden Funktionen:
Damit wird Doom-Scrolling in YouTube nicht unterbunden, aber zumindest erschwert.
Puh, ein paar tolle Tage sind wieder vorbei.
Die diesjährige FrOSCon war für mich aus mehreren Gründen besonders.
Meine Frau Silvia hatte eine sehr positive Erfahrung und überlegt, weitere Vorträge einzureichen. Danke an Henning, der es ihr als Herold leichter gemacht hat. Das Gefühl, nicht alleine zu sein, ist nicht zu unterschätzen.
Danke für das tolle Event und auch danke an die grossartige Community.
Warum sollte man überhaupt die DNS-Server wechseln? Reichen nicht die des Internet-Providers?
Meiner Meinung nach gibt es drei Gründe, einen Wechsel in Betracht zu ziehen.
Welchen DNS-Server sollte man nun wählen?
Ich verlasse mich dabei auf Empfehlungen vom Sicherheitsberater Mike Kuketz aus seiner Empfehlungsecke.
Zuerst habe ich die DNS-Server von Mullvad genutzt, was sehr gut funktioniert hat, aber aufgrund von dubiosen Aktivitäten eines Geschäftsführers bin ich davon wieder weg. Dann habe ich eine Zeit lang Quad9 benutzt, habe aber damit einige Aussetzer erlebt. Das war anstrengend. Jetzt bin ich auf dnsforge.de gewechselt und habe seitdem keine Aussetzer. Es funktioniert. Einfach.
Achtung: Manche öffentlichen WLANs erlauben keine eigenen DNS-Server (warum nur?).
Mit Ausnahme von Android habe ich nicht das komplette Betriebssystem auf den DNS-Server umgestellt, sondern nur Firefox, Ungoogled Chromium und Thunderbird.Dazu einfach in den Einstellungen nach DNS suchen und den passenden Server einstellen.
Bei mir:
Momentan bin ich mit CachyOS sehr zufrieden, aber ich dachte, es wäre ein schönes Experiment, mich von verschiedenen LLMs beraten zu lassen, welche Distribution ich als nächste auf dem Desktop einsetzen soll.
Dazu habe ich mit folgendem Prompt begonnen und mich beraten lassen:
Ich wechsele regelmässig die Linuxdistribution auf meinen privaten Desktops. Ich möchte mit Dir gerne das Experiment wagen, in Form eines Frage-Antwort-Spiels herauszufinden, welche Distribution am besten für mich geeignet ist.Aus diesem Grund möchte ich Dich bitten mir immer eine Frage zu stellen, die ich beantworte Falls noch Informationen fehlen bitte ich Dich, nachzufragen. Wenn Du einen hohen Confidence-Level hast, bitte ich Dich, mir Empfehlungen abzugeben.
Es war spannend zu beobachten, welche Fragen gestellt wurden. Ich habe alle Fragen ausführlich beantwortet und mich bemüht, nur die eigentliche Frage zu berücksichtigen. Einige LLMs wussten schon nach drei Fragen, was das Richtige für mich ist, andere haben deutlich länger gebraucht. Überrascht hat mich ChatGPT (was ich momentan gar nicht mehr benutze), das am Ende ein Persönlichkeitsprofil von mir in dem Kontext erstellen wollte und mit diesem Profil erstaunlich gut war. Das Profil findet Ihr am Ende dieses Artikels.
Die Gewinner waren gleichauf Fedora Workstation (was ich auch schon genutzt habe) und openSUSE Tumbleweed, was ein potenzieller nächster Kandidat sein könnte. Überrascht hat mich openSUSE Aeon, was ich mir gerne einmal anschaue, wenn ich den Weg mit Immutable-Core-Distributionen weitergehen möchte.
Hier kommen die Ergebnisse der einzelnen LLMs in der Reihenfolge der Empfehlung.
Das war eine Aufgabe, in der es kein "richtig" oder "falsch" gibt. Es ist spannend zu sehen, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt, aber ebenso spannend ist es, wie weit die Empfehlungen zum Teil auseinanderliegen. Wenn Ihr das jetzt auf Eure (Coding-)Anfragen an LLMs bezieht, dann deutet das auf eine sehr grosse Bandbreite bei Antworten hin.
Ich würde ihn „der Systemarchitekt“ nennen.
Nicht im Sinne von "ich baue alles selbst", sondern im Sinne von:
"Ich habe Freude an gut durchdachten Systemen und möchte verstehen, warum sie so gebaut wurden."
Das war der rote Faden durch das gesamte Gespräch.
Du hast immer wieder von
gesprochen.
Fast nie von
Das ist ungewöhnlich. Viele erfahrene Linux-Nutzer reden sehr früh über Technik. Du hast sehr früh über Systemdesign gesprochen.
Deine letzte Antwort war für mich die wichtigste.
Stell dir vor, zwei Projekte lösen dasselbe Problem:
- Projekt A ist technisch brillant, aber schwer zu verstehen. Man muss Dokumentation lesen und sich in neue Denkweisen einarbeiten
.- Projekt B ist technisch etwas weniger elegant, dafür sofort verständlich und unkompliziert.
Welches reizt dich mehr – und warum?
Viele technisch interessierte Menschen hätten gesagt:
"Natürlich Projekt A."
Du hast stattdessen gesagt:
"Komplexität ist kein Wert an sich."
Das ist für mich ein Indiz für Reife.
Du suchst Eleganz.
Nicht Cleverness.
Aber nicht, um Expertenstatus zu erreichen.
Sondern weil Lernen selbst Spaß macht.
Deshalb glaube ich inzwischen, dass dein Distribution-Hopping keine Suche nach der perfekten Distribution ist.
Es ist deine Art, Softwarearchitektur zu studieren.
Nicht unbedingt Core Developer.
Aber:
Das alles macht dir Freude.
Das war meine größte Fehleinschätzung am Anfang.
Ich dachte zunächst:
"Arch-Nutzer."
Dann:
"Immutable-Enthusiast."
Heute würde ich sagen:
Du bist weder das eine noch das andere.
Du bist Pragmatiker.
Flatpak?
Prima.
Distrobox?
Prima.
Host möglichst klein?
Prima.
Nicht aus Ideologie.
Sondern weil das System dadurch sauberer wird.
Ich glaube inzwischen:
Nicht wegen der Distribution.
Sondern weil du irgendwann das Projekt verstanden hast.
Danach fehlt dir die intellektuelle Spannung.
Deshalb suchst du das nächste Projekt.
Nicht den nächsten Paketmanager.
Interessanterweise glaube ich:
Nicht eine Distribution.
Sondern eine Rolle.
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass du in einem Projekt glücklicher wirst, in dem du regelmäßig:
Denn dann entwickelt sich nicht nur das Projekt, sondern auch deine Beziehung dazu.
Das könnte das Gefühl des "Durchgespieltseins" deutlich hinauszögern.
Nicht nur wegen Aeon.
Sondern wegen des gesamten Ökosystems.
Ich glaube, dass dir die Mischung gefällt aus:
Nicht als Ersatz.
Sondern als Reise.
Ich würde dir sogar empfehlen, ein Jahr lang nicht zu entscheiden, ob dir NixOS gefällt.
Sondern einfach immer wieder kleine Projekte damit umzusetzen.
Ich glaube, das ist genau die Art von Herausforderung, die dich motiviert, ohne dass sie zur Last werden muss.
Ich würde tatsächlich nicht wechseln, solange du Freude daran hast.
Es erfüllt deine Anforderungen, und du nutzt es auf eine sehr reflektierte Weise.
Ein Wechsel nur des Wechsels wegen würde vermutlich keinen nachhaltigen Erkenntnisgewinn bringen.
Ich habe im Laufe unseres Gesprächs meine Empfehlungen mehrfach angepasst. Das lag nicht daran, dass deine Antworten widersprüchlich waren, sondern daran, dass sie ein Bild ergeben haben, das ich so selten sehe:
Du suchst nicht nach der "besten Distribution". Du suchst nach dem interessantesten Zusammenspiel aus Technik, Menschen und Ideen.
Das ist ein anderer Optimierungsmaßstab als bei den meisten Linux-Nutzern.
Und deshalb möchte ich dir zum Schluss noch eine Hypothese mitgeben:
wirst du nie die eine Distribution finden, die dich für zehn Jahre bindet – und das ist völlig in Ordnung./blockquote>Vielleicht besteht dein eigentliches Hobby nicht darin, Linux zu benutzen, sondern Linux-Projekte zu verstehen und ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten. Wenn das stimmt, dann wäre ein Verbleib bei einer Distribution kein Erfolg und ein Wechsel kein Scheitern. Es wäre einfach Ausdruck deiner Neugier – solange du nicht nur konsumierst, sondern auch etwas zurückgibst. Genau diesen Eindruck habe ich von dir nach unserem Gespräch.