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DNS-Server wechseln

Warum sollte man überhaupt die DNS-Server wechseln? Reichen nicht die des Internet-Providers?

Meiner Meinung nach gibt es drei Gründe, einen Wechsel in Betracht zu ziehen.

  1. Verbesserte Privatsphäre
    • Einige DNS-Server protokollieren Suchanfragen und nutzen diese Daten kommerziell.
    • Anbieter mit einer strikten No-Log-Policy respektieren die Privatsphäre der Nutzer und speichern keine Daten über deren Aktivitäten.
  2. Zusätzliche Sicherheitsfunktionen
    • Einige alternative DNS-Dienste bieten Schutz vor Malware und Phishing, indem sie den Zugriff auf bekannte bösartige Domains blockieren.
    • Darüber kann auch ein Teil der Werbung blockiert werden.
    • Sicherheitsorientierte DNS-Server können auch Inhalte filtern, um den Zugriff auf jugendgefährdende Inhalte zu verhindern.
  3. Umgehung von DNS-Sperren
    • In einigen Netzwerken oder Ländern können bestimmte Webseiten auf DNS-Ebene gesperrt sein.
    • Durch den Wechsel zu einem anderen DNS-Server können solche Sperren oft umgangen werden, was den Zugang zu gesperrten Inhalten ermöglicht.

Welchen DNS-Server sollte man nun wählen?

Ich verlasse mich dabei auf Empfehlungen vom Sicherheitsberater Mike Kuketz aus seiner Empfehlungsecke.

Zuerst habe ich die DNS-Server von Mullvad genutzt, was sehr gut funktioniert hat, aber aufgrund von dubiosen Aktivitäten eines Geschäftsführers bin ich davon wieder weg. Dann habe ich eine Zeit lang Quad9 benutzt, habe aber damit einige Aussetzer erlebt. Das war anstrengend. Jetzt bin ich auf dnsforge.de gewechselt und habe seitdem keine Aussetzer. Es funktioniert. Einfach.

Achtung: Manche öffentlichen WLANs erlauben keine eigenen DNS-Server (warum nur?).

Mit Ausnahme von Android habe ich nicht das komplette Betriebssystem auf den DNS-Server umgestellt, sondern nur Firefox, Ungoogled Chromium und Thunderbird.

Dazu einfach in den Einstellungen nach DNS suchen und den passenden Server einstellen.

Bei mir:

  • DNS-Server: dnsforge.de
  • DNS über HTTPS: https://dnsforge.de/dns-query
  • Alle weiteren Einstellungen und Möglichkeiten: DNSforge

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Kommentare

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Volker Büscher am :

*Ich setzte meinen eigenen DNS-Server ein, der direkt die root-server abfragt. Damit umgehe ich Punkt 1 und 3. Dieser lokale DNS-Server ist als secondary-dns auf meinen Clients eingerichtet.

Primary DNS für die Clients ist adguard-home der das Filtern aus Punkt 2 übernimmt.

Das sind in Summe zwei Container die kaum Brot (Ressourcen) fressen. adguard belegt 190 MB, bind9 noch weniger.

Sobald meine mobilen Clients das heimatliche WLAN verlassen aktiviert sich mein selbstgehostetes tailscale als VPN. Das wiederum nutzt meine heimatlichen DNS-Server, also bin ich auch mobil abgesichert und die öffentlichen WLANs können das auch nicht filtern.

Vorteil: Ich bin auf keine externen Services angewiesen.

Gruss
Volker

Mathias am :

*Ich habe auch DNS4EU in meiner Liste mit drin:
https://joindns4.eu/

Matthias Urlichs am :

*> Achtung: Manche öffentlichen WLANs erlauben keine eigenen DNS-Server (warum nur?).

Abgesehen von den offensichtlichen Gründen: weil zu viele Leute, insbesondere Bürohengste, den DNS-Server fest auf "ihren" eingestellt haben … der blöderweise auf externe Anfragen nicht antwortet. Oder in einem RFC1918-Netz hängt.

Dirk Deimeke am :

*Vermutlich wird diese Zielgruppe gar nicht in der Lage sein, den DNS-Server zu wechseln.

Es liesse sich ja auch prüfen, ob der DNS-Server reagiert.

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