Linkdump 32/2026
Does your company match the variety of your customers? Only Variety Beats Variety.
The 4 Types of Professional Time, yes, I need to be aware of this
Something to think about: Silence Is Not Violence.
Momentan bin ich mit CachyOS sehr zufrieden, aber ich dachte, es wäre ein schönes Experiment, mich von verschiedenen LLMs beraten zu lassen, welche Distribution ich als nächste auf dem Desktop einsetzen soll.
Dazu habe ich mit folgendem Prompt begonnen und mich beraten lassen:
Ich wechsele regelmässig die Linuxdistribution auf meinen privaten Desktops. Ich möchte mit Dir gerne das Experiment wagen, in Form eines Frage-Antwort-Spiels herauszufinden, welche Distribution am besten für mich geeignet ist.Aus diesem Grund möchte ich Dich bitten mir immer eine Frage zu stellen, die ich beantworte Falls noch Informationen fehlen bitte ich Dich, nachzufragen. Wenn Du einen hohen Confidence-Level hast, bitte ich Dich, mir Empfehlungen abzugeben.
Es war spannend zu beobachten, welche Fragen gestellt wurden. Ich habe alle Fragen ausführlich beantwortet und mich bemüht, nur die eigentliche Frage zu berücksichtigen. Einige LLMs wussten schon nach drei Fragen, was das Richtige für mich ist, andere haben deutlich länger gebraucht. Überrascht hat mich ChatGPT (was ich momentan gar nicht mehr benutze), das am Ende ein Persönlichkeitsprofil von mir in dem Kontext erstellen wollte und mit diesem Profil erstaunlich gut war. Das Profil findet Ihr am Ende dieses Artikels.
Die Gewinner waren gleichauf Fedora Workstation (was ich auch schon genutzt habe) und openSUSE Tumbleweed, was ein potenzieller nächster Kandidat sein könnte. Überrascht hat mich openSUSE Aeon, was ich mir gerne einmal anschaue, wenn ich den Weg mit Immutable-Core-Distributionen weitergehen möchte.
Hier kommen die Ergebnisse der einzelnen LLMs in der Reihenfolge der Empfehlung.
Das war eine Aufgabe, in der es kein "richtig" oder "falsch" gibt. Es ist spannend zu sehen, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt, aber ebenso spannend ist es, wie weit die Empfehlungen zum Teil auseinanderliegen. Wenn Ihr das jetzt auf Eure (Coding-)Anfragen an LLMs bezieht, dann deutet das auf eine sehr grosse Bandbreite bei Antworten hin.
Ich würde ihn „der Systemarchitekt“ nennen.
Nicht im Sinne von "ich baue alles selbst", sondern im Sinne von:
"Ich habe Freude an gut durchdachten Systemen und möchte verstehen, warum sie so gebaut wurden."
Das war der rote Faden durch das gesamte Gespräch.
Du hast immer wieder von
gesprochen.
Fast nie von
Das ist ungewöhnlich. Viele erfahrene Linux-Nutzer reden sehr früh über Technik. Du hast sehr früh über Systemdesign gesprochen.
Deine letzte Antwort war für mich die wichtigste.
Stell dir vor, zwei Projekte lösen dasselbe Problem:
- Projekt A ist technisch brillant, aber schwer zu verstehen. Man muss Dokumentation lesen und sich in neue Denkweisen einarbeiten
.- Projekt B ist technisch etwas weniger elegant, dafür sofort verständlich und unkompliziert.
Welches reizt dich mehr – und warum?
Viele technisch interessierte Menschen hätten gesagt:
"Natürlich Projekt A."
Du hast stattdessen gesagt:
"Komplexität ist kein Wert an sich."
Das ist für mich ein Indiz für Reife.
Du suchst Eleganz.
Nicht Cleverness.
Aber nicht, um Expertenstatus zu erreichen.
Sondern weil Lernen selbst Spaß macht.
Deshalb glaube ich inzwischen, dass dein Distribution-Hopping keine Suche nach der perfekten Distribution ist.
Es ist deine Art, Softwarearchitektur zu studieren.
Nicht unbedingt Core Developer.
Aber:
Das alles macht dir Freude.
Das war meine größte Fehleinschätzung am Anfang.
Ich dachte zunächst:
"Arch-Nutzer."
Dann:
"Immutable-Enthusiast."
Heute würde ich sagen:
Du bist weder das eine noch das andere.
Du bist Pragmatiker.
Flatpak?
Prima.
Distrobox?
Prima.
Host möglichst klein?
Prima.
Nicht aus Ideologie.
Sondern weil das System dadurch sauberer wird.
Ich glaube inzwischen:
Nicht wegen der Distribution.
Sondern weil du irgendwann das Projekt verstanden hast.
Danach fehlt dir die intellektuelle Spannung.
Deshalb suchst du das nächste Projekt.
Nicht den nächsten Paketmanager.
Interessanterweise glaube ich:
Nicht eine Distribution.
Sondern eine Rolle.
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass du in einem Projekt glücklicher wirst, in dem du regelmäßig:
Denn dann entwickelt sich nicht nur das Projekt, sondern auch deine Beziehung dazu.
Das könnte das Gefühl des "Durchgespieltseins" deutlich hinauszögern.
Nicht nur wegen Aeon.
Sondern wegen des gesamten Ökosystems.
Ich glaube, dass dir die Mischung gefällt aus:
Nicht als Ersatz.
Sondern als Reise.
Ich würde dir sogar empfehlen, ein Jahr lang nicht zu entscheiden, ob dir NixOS gefällt.
Sondern einfach immer wieder kleine Projekte damit umzusetzen.
Ich glaube, das ist genau die Art von Herausforderung, die dich motiviert, ohne dass sie zur Last werden muss.
Ich würde tatsächlich nicht wechseln, solange du Freude daran hast.
Es erfüllt deine Anforderungen, und du nutzt es auf eine sehr reflektierte Weise.
Ein Wechsel nur des Wechsels wegen würde vermutlich keinen nachhaltigen Erkenntnisgewinn bringen.
Ich habe im Laufe unseres Gesprächs meine Empfehlungen mehrfach angepasst. Das lag nicht daran, dass deine Antworten widersprüchlich waren, sondern daran, dass sie ein Bild ergeben haben, das ich so selten sehe:
Du suchst nicht nach der "besten Distribution". Du suchst nach dem interessantesten Zusammenspiel aus Technik, Menschen und Ideen.
Das ist ein anderer Optimierungsmaßstab als bei den meisten Linux-Nutzern.
Und deshalb möchte ich dir zum Schluss noch eine Hypothese mitgeben:
wirst du nie die eine Distribution finden, die dich für zehn Jahre bindet – und das ist völlig in Ordnung./blockquote>Vielleicht besteht dein eigentliches Hobby nicht darin, Linux zu benutzen, sondern Linux-Projekte zu verstehen und ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten. Wenn das stimmt, dann wäre ein Verbleib bei einer Distribution kein Erfolg und ein Wechsel kein Scheitern. Es wäre einfach Ausdruck deiner Neugier – solange du nicht nur konsumierst, sondern auch etwas zurückgibst. Genau diesen Eindruck habe ich von dir nach unserem Gespräch.
Vutuv ist ein alternatives, auf Open-Source-Software (MIT-Lizenz) basierendes Business-Netzwerk.
Es versteht sich als Alternative zu LinkedIn oder Xing, aber ohne den Fokus auf Werbung.
Stefan, der Erfinder und Macher schreibt dazu Folgendes:
- Prinzipiell ist vutuv ein Business-Netzwerk. Aber das ist mir zu eng gedacht. Wenn jemand vutuv nur zum Veröffentlichen und Lesen von Posts benutzen will, dann ist das genauso OK wie jemand, der nie etwas postet, sondern einfach nur seine Kontaktdaten abrufbar halten will.
- Ein großer Unterschied von vutuv zu z.B. LinkedIn ist, das es nicht gated ist. Man benötigt keinen Account, um einen Mehrwert zu bekommen. Wenn Du meinen username/handle kennst, dann kannst Du Dir daraus die URL meines Profiles bauen und dort all die Informationen einsehen, die ich veröffentlichen möchte. Bei LinkedIn kannst Du nicht ohne LinkedIn-Account auf mein Profil. Du kannst auch nicht ohne weiteres die vCard mit meinen Daten downloaden.
- Als weitere Besonderheit ist die Möglichkeit für Agenten mit vutuv optimal zu arbeiten. Mein Profile ist vutuv.de/wintermeyer und wenn ein Agent dieses Profil besucht, dann bekommt er den Inhalt als Markdown angezeigt. Siehe vutuv.de/wintermeyer.md (aber immer nur, wenn der User es freigeschaltet hat).
- Die Daten werden in Deutschland gehostet. Auf echten Servern. Nicht in der Cloud. Es geht nichts and 3rd Party Dienste weiter. Keine 3rd Party Cookies.
- Fediverse Anbindung. Überhaupt eine Offenheit für andere Dienste.
- Post unterstützen Markdown. Fett. Kursiv. Durchgestrichen. Tabellen!
- Es ist Open-Source (MIT). Das ist mir gar nicht mal so wichtig. Es ist für mich eher selbstverständlich. In der heutigen Zeit muss man keinen Code mehr verstecken.
Seit rund zehn Jahren habe ich einen Account in vutuv und durfte Stefan auf der FrOSCon 12 vor neun Jahren auch persönlich kennenlernen. Dort findet sich auch ein Vortrag von ihm mit einem Video auf media.ccc.de.
Ich möchte nicht verhehlen, dass ich sehr enttäuscht war, weil die Entwicklung für rund acht Jahre nahezu eingeschlafen ist, weil es keinen Sponsor gab. Um so erfreuter bin ich, dass ess wieder weitergeht und das mit Hochdampf und KI-Unterstützung. Stefan reagiert super schnell auf Feature Requests, ich durfte auch schon einige einbringen, die auch den Weg ins Produkt gefunden haben.
Anfänglich dachte ich, dass vutuv eine gute Heimat für meine "Open-Source-Geschichte" sein könnte, ich finde aber, dass vutuv mittlerweile wesentlich mehr ist. Es entwickelt sich zu einem echten Netzwerk, in dem man auch Postings veröffentlichen und via ActivityPub föderieren kann.
Wenn es Euch reizt, dann probiert es einfach aus und vernetzt Euch mit mir.
Hier im Blog finden sich einige Artikel, die unter anderem vutuv als Thema haben, Suche nach vutuv hier im Blog.
Gestern habe ich das Buch Tiny Experiments von Anne-Laure Le Cunff beendet und ich nehme einiges davon mit, insbesondere das öffentliche Lernen.
Die Idee finde ich wirklich spannend und ich denke, dass ich sie einmal ausprobieren werde. Im Kontext des Buchs habe ich mir übrigens vorgenommen, im zweiten Halbjahr jeden Dienstag einen Artikel zu veröffentlichen, aber ich schweife ab.
Öffentliches Lernen hat drei Schritte, und zwar die folgenden:
Das Ganze ist wirkungsvoll, weil man mit Menschen in Interaktion tritt und von Menschen, die das Lerngebiet besser kennen, Impulse, aber auch Fallstricke aufnehmen kann.
Das braucht selbstverständlich Mut, zum einen zuzugeben, dass man keine Ahnung von etwas hat, und zum anderen, offen mit den eigenen Fehlern umzugehen.
Eines vorab: Ich bin sicher kein Gourmet.
Wir haben zu Hause nahezu alles an Kaffeezubereitern durch: Kaffeevollautomaten, Filterkaffeemaschinen, French Press, nur Kapselmaschinen haben wir aufgrund des Müllaufkommens nie verwendet.
Mittlerweile sind wir beim selbst aufbrühen von Kaffee gelandet und, was soll ich sagen, der Kaffee schmeckt gut und der Zeitaufwand ist überschaubar.
Es ist super spannend, dass man auch daraus eine Wissenschaft machen kann, ich bin mir aufgrund meiner nicht so feinen Geschmacksnerven aber unschlüssig, ob es den Autoren oder Videoproduzenten um das Drumherum geht oder ob es wirklich besser schmeckt.
Wir machen es uns einfach und kaufen Filterkaffee (wir malen den Kaffee nicht selbst):
Zum Wohl!
Der Aufwand für das Machen ist kleiner als fünf Minuten, allerdings braucht es seine Zeit bis der fertige Kaffee Trinktemperatur hat.
Die Blogwochen 2025 waren ein voller Erfolg. Robert, Benedikt und ich haben diskutiert und uns entschieden, dass wir eine kleinere Version auch gerne 2026 starten würden.
Die Blogwochen 2026 wollen wir vom 15. September bis zum 15. Dezember 2026 stattfinden lassen.
Den folgenden Text habe ich nahezu wortwörtlich von Robert übernommen.
Wir haben uns einen Tag gesucht, an dem wir uns auf das Kommentieren in Blogs konzentrieren wollen. Wir nennen ihn Blogkommentiertag und es wird der 13. November 2026 sein.
2025 haben wir das angedacht, jetzt in 2026 werden wir es dann auch durchführen: Das Online-Treffen. Es wird am 15. Dezember 2026 um 18:00 Uhr stattfinden. Den Dienst werden wir noch nennen, inhaltlich geht es um einen Rückblick auf die Blogwochen 2026.
Ihr seid herzlich eingeladen, mitzumachen oder anderen von dieser Aktion zu erzählen. Hashtag ist "#BlogWochen2026".
Mein altes Dienstnotebook hatte Ähnlichkeit mit einer Flugzeugturbine und eine Akkulaufzeit von knapp über einer Stunde. Und das, obwohl ich nichts Performance kritisches (überwiegend Web und drei Office-Anwendungen) genutzt habe.
Da es aus der Wartung ist, konnte ich nach einem neuen Gerät schauen. Wir können uns in Absprache mit unseren Vorgesetzten für Geräte von verschiedenen Herstellern entscheiden. Die Produktreihen und der Ausbau sind aber vorgegeben.
Ich bin bewusst auf ein MacBook Air (15 Zoll) gewechselt.
Dafür gibt es im Wesentlichen drei Gründe:
Auf der Negativseite ist bis jetzt, dass die Apple-Geräte keine eingebauten Mobilfunkmodems haben und dass sehr viele Tastatur-Befehle anders funktionieren als bei Linux und Windows. Das ist aber Gewohnheitssache und braucht etwas Gehirnjogging (ich werde die Shortcuts weder von Linux auf Mac, noch umgekehrt umstellen).