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Onyx Boox Max 3 - Erfahrungsbericht

Mein letzter letzter Artikel zum Onyx Boox Max 3 ist schon fünf Monate her und in der Zwischenzeit benutze ich das Gerät täglich beruflich, privat und auch im Urlaub.

Zwischenzeitlich kam ein Update auf Android 10 und das nächste grössere Update steht vor der Tür. Onyx hat eine Reihe neuer Geräte auf den Markt geworfen. Zum grössten Teil handelt es sich dabei um Weiterentwicklungen der bestehenden Produktlinien. Der Nachfolger meines Gerätes ist auch erschienen, das Onyx Boox Max lumi. Es hat knapp ein Jahr gedauert bis der Nachfolger da war. Jetzt wird die Zeit zeigen, wie lange mein Gerät unterstützt wird und ob es noch weitere Updates geben wird.

Auch, wenn das Gerät mit Android bestückt ist, so habe ich es weder mit dem Google Playstore verbunden, obwohl ich könnte. Und, ich habe auch keine weiteren Apps installiert. Für das, was ich mache, reichen die Apps die bereits installiert sind. Weitere Apps - wie beispielsweise die Kindle App - sind im "hauseigenen" App Store verfügbar. Der App Store ist mit rund 70 Apps - zum grossen Teil nicht aktuell - eher dürftig bestückt. Aber, für den, der es benötigt, gibt es ja reichlich andere Quellen für Anwendungen.

Denen von Euch, die gerne einen grossen Teil der Funktionen erklärt bekommen wollen, kann ich nur den YouTube-Kanal My Deep Guide empfehlen. Für Artikel in Deutscher Sprache verweise ich gerne im Blog von Robert Lender auf das Schlagwort Boox.

So viel zum Vorgeplänkel und jetzt zurück zu mir. Das Gerät hat WLAN, man kann es aber komplett ohne Verbindung zum Netz betreiben, auch die Updates lassen sich auf den Seiten des Herstellers herunterladen. Es wird übrigens ein MicroSD-USB-C-Adapter mitgeliefert, mit dem man selbstverständlich auch E-Books, PDFs, Apps, Notizen, ... übertragen kann.

Ich selber bin zu faul dafür und nutze zum Transfer von Daten den vom Anbieter zur Verfügung gestellten Dienst push.boox.com und im Urlaub habe ich auch einmal den eingebauten Webserver verwendet.

Die Botschaft ist, wenn Ihr das Gerät ohne Netz oder Internetzugang betreiben wollt, ist es möglich.

Tatsächlich benutze ich selber aber nur einen Bruchteil der Funktionen, nämlich nur die Lesefunktion ("Neo Reader") und die Notizfunktion da kenne ich den Namen nicht. Die ganzen erweiterten Funktionalitäten wie Spracherkennung, Schrifterkennung, Benutzung als externer HDMI-Monitor, und andere habe ich mir noch nicht einmal angeschaut.

Ziel war es, mit dem Gerät störungsfrei zu Lesen und ebenfalls störungsfrei Notizen machen zu können. Auch das bekommt man vermutlich mit jedem anderen Gerät durch Kappen der Internetverbindung hin, aber das macht man ja dann doch nicht.

In den vergangenen fünf Monaten habe ich mit dem Gerät genau das getan, für das ich das Ding gekauft habe. Das hat perfekt geklappt.

Die Akkulaufzeit ist beeindruckend gut - im Urlaub habe ich zwei Wochen lang jeweils zwei Stunden täglich gelesen und der Akku ging von 100% auf etwa 66% runter.

Durch den "Reader" / "Note-Taker" habe ich auch wieder begonnen, handschriftliche Notizen und Skizzen zu machen. Es gibt verschiedene Studien, die sagen, dass das gut "für das Hirn" ist. Ich merke einfach nur, dass es mir gut tut, mich fokussieren zu können und die Möglichkeit, nicht an Formen gebunden zu sein, hilft meiner eigenen Kreativität.

Es ist sehr spannend zu sehen bzw. zu bemerken, wie schwer es mir gefallen ist, längere Artikel oder gar Bücher am Stück zu lesen. Ich bin gewillt, meine minimal gewordene Aufmerksamkeitsspanne wieder zu vergrössern und dabei hilft mir ein solches Hilfsmittel.

Das ist natürlich die Paradedisziplin und das macht auch sehr viel Spass. Insbesondere das A4-Format und der acht-Kern-Prozessor helfen sehr, auch grössere PDFs - ich habe das Linux-Magazin abonniert - flüssig in Ganzseitenansicht zu lesen. Andere Formate sind natürlich noch viel weniger ein Problem, ob epub- oder mobi-Format.

Das Gerät ist sehr teuer, gar keine Frage, aber für mich ist es jeden einzelnen Rappen oder Cent wert.

Was ich mir besser gewünscht hätte, wäre, dass ein deutlich besserer Stift mitgeliefert wird. Der passt einfach nicht zur Preisklasse des Geräts. Er funktioniert sehr gut, wirkt aber billig. Meine Frau hat sich einen Lamy EMR Pen gegönnt - sie ist mit Lamy-Füllern gross geworden - und ich liebäugele mit einem Noris digital Jumbo. Achtet bei einem Kauf darauf, dass das Gerät eine Löschtaste hat.

Zusätzlich habe ich mir noch das Cover zugelegt, was das Gerät gut schützt und es schlafen legt, wenn das Cover geschlossen wird oder aufweckt, wenn man es öffnet, aber auch hier hätte ich mir für den Preis eine bessere Verarbeitung gewünscht. Bei meiner besseren Hälfte war der Stifthalter nach ein paar Wochen abgerissen.

In Summe bin ich sehr zufrieden und würde es, oder besser den Nachfolger, wieder kaufen.

Trackbacks

Nur ein Blog am : Onyx Boox Max 3 Erfahrung

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Dirk Deimeke zieht nach ein paar Monaten Resümee über die Nutzung seines Onyx Boox Max 3. Danke auch hier für die Erwähnung meiner Erfahrungen, insbesondere mit dem kleineren Nova 2.

Dirks Logbuch am : E-Book-Reader: Size matters

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Da ich das vergessen hatte, im letzten Artikel zu erwähnen, mache ich das jetzt hier. Einigen Menschen aus meiner Blase liegt es schwer im Magen, so viel Geld für ein Lesegerät auszugeben, wie ich es für das Onyx Boox Max 3 getan habe. Dazu vielleic

benedikt.io am : PingBack

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Kommentare

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Robert Lender am :

*Danke für die Erwähnung :-)

Mir geht es ähnlich. Zum Lesen ist mein Nova 2 wunderbar. Und handschriftliche Notizen machen mehr Spass oder sind manchmal irgendwie kreativer als das tippen. So unterstützt mich das Gerät oft in Nachdenkprozessen.

Über ein Nachfolgegerät werde ich wohl erst frühestens 2021 nachdenken. Und wäre ich mir nicht sicher ob ich nicht zumindest auf eine Größe höher (Note) oder gleich auf das Max umsteige. Wobei halt für Reisen (die hoffentlich bald wieder sein dürfen) ein kleinerer Formfaktor praktischer ist...

Dirk Deimeke am :

*Wenn ich reise, hatte ich bisher immer Platz für eine Zeitschrift und die hat das gleiche Format wie das Boox Max.

Momentan habe ich keinen Bedarf, über einen Nachfolger nachzudenken. Ich hoffe sehr, dass mich das Gerät einige Jahre intakt begleiten wird.

Helmut Frank am :

*Hallo zusammen,
Ich bin auf die Webseite gestossen, weil ich Infos zu Notereader‘s gesucht habe.

Danke dass Du, Robert und .. eure Erfahrungen mit der Welt teilt. Ich hatte bis jetzt „nur“ Kobo‘s in Betrieb. Nachteil keine brauchbare Notiz- und Schreibfunktion.
Neu ist ein Note 3 von Hong-Kong unterwegs.

Jetzt zu meinem Hinweis auf der Kompatibilitätsliste von Staedler ist der Stift Noris Jumbo mit den Onyx‘s ohne Löschfunktion gekennzeichnet. Wurde das schon ausprobiert?

Dirk Deimeke am :

*Tatsächlich kann ich mir nicht vorstellen, dass die Radierfunktion nicht kompatibel ist, die Hersteller müssen sich ja an Standards halten. Vermutlich habe sie es mit den Geräten nicht getestet und sagen dann eher, dass es nicht geht.

Das wäre sicher ein guter Grund, den Stift online zu bestellen und vom Rückgaberecht Gebrauch zu machen.

Habe gerade diesen Eintrag gefunden, bei dem der Autor begeistert ist.

Eine Kommentatorin ("Anna") schrieb auch in den Rezensionen bei Amazon, dass alles gut funktioniert.

Norbert Tretkowski am :

*Kann man Android Apps auch von außerhalb des Play Store installieren, oder wird das unterbunden? Dann könnte man F-Droid installieren, Kalender und RSS Reader hätte ich auf dem Tablet dann doch gerne...

Schwanke gerade noch zwischen dem Note 3 und dem Nova 3, das Max ist mir definitiv zu groß für ein Tablet...

Dirk Deimeke am :

*Der Playstore ist im Default gar nicht eingerichtet, man muss ihn separat aktivieren. Daher denke ich, dass Installationen von Apps anderer Hersteller oder AppStores problemlos möglich ist.

Ob es wirklich funktioniert, kann ich Dir nicht sagen, ich benutze das Gerät ausschliesslich zum Lesen und Notizen machen.

Habe aber diesen Thread gefunden.

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