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Telefonieren und Privates

Auf meiner ToDo-Liste steht schon lange der Titel für diesen Blogartikel.

Wenn mich das Homeoffice in einem bestätigt hat, dann dass ich froh darüber bin, ein privates Telefon und ein davon getrenntes dienstliches Telefon zu benutzen. Ich darf das Diensthandy zwar privat benutzen und müsste nur den Anteil der Nutzung bezahlen, der über einem festgelegten Betrag liegt, aber ich habe mich aufgrund schlechter Erfahrungen in einem früheren Job dagegen entschieden.

Jetzt ist es so, dass ich ausschliesslich Anrufe über das Mobiltelefon und über Skype for Business bekomme, bis auf die Menge habe ich gar nichts dagegen. Mein Fehler war, dass ich an einem Abend das Handy nicht ausgeschaltet habe und ich bekam - wie schon früher - einen Anruf spät am Abend ("damals" war es in der Nacht um drei Uhr) mit einer relativ belanglosen Rückfrage. Die Frage konnte ich aber nur beantworten, nach dem ich mich in der Firma angemeldet habe. Da mich die Person erreicht hat, wollte ich natürlich auch helfen. Nennt es "Charakterschwäche".

In der Firma liefern wir Unterstützung von 7:00-18:00 Uhr direkt und ausserhalb dieser Zeiten leisten wir für Produktionssysteme Bereitschaft (in der Schweiz "Pikett"). Das funktioniert auch gut und die anderen Probleme können bis zum nächsten Tag warten.

Die Konsequenz daraus ist, dass ich zum Einen daran denken muss, das Handy auszuschalten, wenn ich keinen Dienst habe und zum anderen auch konsequent "Nein!" sagen muss.

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Kommentare

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-thh am :

*Ich habe kein dienstliches Telefon, sondern nutze seit anderthalb Jahrzehnten mein privates Gerät dafür - ein Ding weniger, das man mit sich herumschleppen muss, und meine private Festnetznummer ist ohnehin ebenfalls hinterlegt. Außerdem gehöre ich zu den Leuten, die durchgehend Rufbereitschaft haben, weil meine Organisationseinheit neben dem regulären Bereitschaftsdienst - an dem wir nicht beteiligt sind - eine Zufallsbereitschaft sicherstellt (die erste Führungskraft, die erreicht wird, kümmert sich).

Das macht aber nichts, weil es hier noch - fast immer - funktioniert, dass Anrufe in der Bereitschaft (insbesondere nachts) auch wirklich wichtig (und dementsprechend selten) sind. Damit kann ich gut leben.

Dirk Deimeke am :

*Wenn das funktioniert, ist es super.

Meine Kollegen haben natürlich meine private Handy- und auch die Festnetznummer (die sollte ich beizeiten einmal abbestellen).

Ich vermute auch, dass wir da andere Anforderungen haben, Du als Staatsanwalt wirst sicherlich nicht wegen "Maus funktioniert nicht" aus dem Bett geklingelt oder weil das Testsystem etwas langsam reagiert. Das sind beides Fälle, die ich erlebt habe.

Ute am :

*In früheren Zeiten hatte ich die geschäftliche Nummer auch Zuhause aktiv. Bei Beginn der meines Versanddepots kamen gleich zu Anfang trotz Öffnungszeiten Mo-Sa 8-23 Uhr Anrufe sonntags, ob ich nicht eben doch mal...

Das war perfekt, denn da entschied ich mich für Ladentelefone. Die Telefone waren im Laden und wurden daher nur zu Öffnungzseiten abgenommen.
Meine Mitarbeiter hatten meine Privatnummer, aber weder Kunden, noch Geschäftspartner, Nachbarn des Ladens oder wer auch immer bekam meine Privatnummer.
Seit einigen Wochen habe ich zwar den Laden mit Öffnungszeiten nicht mehr, aber ich habe die Geschäftstelefone beibehalten. Zusätzlich habe ich die Info auf dem AB, bitte schreiben, wenn man niemand erreicht. Wenn ich konzentriert an etwas arbeiten will, sind die Telefone trotzdem lautlos und ohne Vibrieren, ich schaue wieder, wenn ich fertig bin.

Da ich es weder höre, noch sehe, ob mich jemand erreichen will, gerate ich auch nicht mehr in Versuchung zu reagieren.

Dirk Deimeke am :

*Das waren tatsächlich ähnliche Probleme wie bei mir.

Ich habe kein Problem, das Telefon abzuschalten, ich möchte aber für Notfälle aus der Familie erreichbar bleiben. Dieses Dilemma kann ich nur mit zwei Telefonen lösen. Wenn es bessere Ideen gibt, freue ich mich über Vorschläge.

Ute am :

*Möglicherweise lässt es sich mit einem Telefon für beides lösen, wenn man selbst berufliche Meldungen ignoriert, falls sie außerhalb der erwünschten Zeiten sind.
Ich kann das nicht gut, ich habe dann zumindest im Hinterkopf, dass da noch was offen ist. Deshalb bleibt für mich nur andere Telefonnummern und anderes Gerät.

Dirk Deimeke am :

*Na, ja, woran soll man denn merken, ob ein Anruf beruflich motiviert ist oder nicht? Ich denke nicht, dass es mit einem Telefon alleine geht.

Es sei denn man hätte Dual-SIM oder sogar Triple-SIM. Bei mir kommen drei mobile Rufnummern zusammen - Dienst, Schweiz und PrePaid für Deutschland - das lässt sich derzeit noch nicht mit einem Handy lösen.

Bruno am :

*Privat und Dienst würde ich in dem Fall mit Dual Sim lösen, bzw. hatte ich so gelöst, als ich noch zwei Nummern hatte. Und für die englische Prepaid kam in der Zeit die Dienst-Sim raus. ;-)

Dirk Deimeke am :

*Das ist natürlich auch eine Variante.

Die Dienst-SIM bietet jetzt auch 40 GB im europäischen Ausland, da braucht es Prepaid fast nicht mehr. Man kann ja auch die Telefoniefunktion ausschalten ...

bruno am :

*Yep, ich weiss. Darum nutze ich mein Dual-Sim aktuell auch nur mit einer SIM für Dienst, Privat und Ausland.
Wobei für UK ja noch nicht klar ist, wie sich das entwickelt. Vielleicht kriegt mein zweites SIM-Fach ja bald wieder was zu tun... ;-)

bruno am :

*Ich habe ja die Privatnummer aufs Geschäft konvertieren lassen.
(Ich glaube, die Grenze mit den privaten Anrufen gibts nicht mehr mit der Flatrate. Ich habe seitdem auf alle Fälle nie mehr eine Abrechnung erhalten).

Du hast da sicher noch andere Anrufe als ich. Ich werde zum Glück nachts nie "ohne trifftigen Grund" angerufen. Wenn nachts ein Anruf kommt ist er, leider, immer begründet.
Aktuell in der Home Office Zeit erlaube ich mir auch, unbekannte Nummern (bzw. klare Businessanrufe) in meiner freien Zeit zu ignorieren.

Dirk Deimeke am :

*Wir haben meines Wissens nach keine EU-Flatrate ... daher würden Anrufe von / nach Deutschland immer noch Gebühren verursachen (vermute ich).

Jetzt, wo sehr viele zuhause arbeiten, wie stellst Du da anhand der Rufnummer fest, ob es ein wichtiger Businessanruf ist oder nicht?

bruno am :

*Ich kann es nicht wirklich sagen bzgl. Privatkostenabrechnung. Aber bis zu den neuen Tarifen gab es monatlich eine Abrechnung, auf der man seine privaten Gespräche/SMS markieren musste. Diese Abrechnung gibt es seither (Abänderung) nicht mehr.

Businessanrufe erkenne ich einerseits an der Nummer, da freundlicherweise immer noch einige aus dem Büro anrufen. Und bei unbekannten Mobilenummern nehme ich nur direkt ab, wenn ich (offiziell) am arbeiten bin. ;-)

Dirk Deimeke am :

*Klar, die Abrechnungen gibt es nicht mehr und ich bin auch noch nie über den "kritischen" Betrag gekommen, daher kann ich das auch nicht sagen.

Deinen Weg habe ich noch nicht ausprobiert, aber ich vermute, dass ich mit der strikten Trennung besser zurechtkomme.

Henrik Heigl am :

*Die Anrufe während der Bereitschaft kenne ich auch. Ich hab ja ein privates Handy, ein Dienstliches und insgesammt 3 Bereitschaftshandys wovon aber immer eins bzw. zwei jeweils aus sind. Während der bereitschaft (bei Uns ab 20Uhr) kommt es dann auch schonmal vor, das jemand ein "Problem" meldet was er allerdings nur BIS 20Uhr melden dürfte. Das kommt zwar nicht oft vor, aber immerhin. Das führt dann oft dazu, das man dann später der person klar machen muß, ds man das problem gerne aufnimmt, die aber dann zu den Geschäftszeiten weiter behandelt wird. Dieie Alarmierungen der Server während der nacht sind natürlich wieder eine andere Sache.

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