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Versionsverwaltung mit Git ...

Disclaimer vorab:

Von dem Buch habe ich je ein Exemplar als E-Book vom Verlag und in gedruckter Form vom Autoren bekommen.

Da ich Sujeevan empfohlen habe, dieses Buch zu schreiben, werde ich auch in der Danksagung am Anfang des Buches erwähnt.

Der Grund für die Empfehlung war, dass Sujeevan eine sehr gute Artikelserie zum Thema Git in seinem Blog veröffentlicht hat, von der ich dachte, dass sie neu strukturiert eine gute Basis für ein Buch bieten. Und tatsächlich ist im ihm das mit dem vorliegenden Einsteigerwerk über Git auch gelungen.

Anhand eines Beispiels aus der Praxis - persönliche Webseite mit "Bootstrap" - wird der Leser nach dem obligatorischen Kapitel über Versionsverwaltung im Allgemeinen Stück für Stück mit Git vertraut gemacht.

Mir gefällt gut, dass es im Buch hauptsächlich um das Kommandozeilenprogramm git geht und nicht um grafische Clients, wenngleich diesen auch ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Git gibt auf der Kommandozeile viele aussagekräftige Meldungen, die für ein Verständnis sehr hilfreich sind.

Wer das Grundlagenkapitel verstanden hat, weiss schoh genug, um alleine mit Git arbeiten zu können.

Die waren Stärken von Git zeigen sich jedoch erst wenn es um Branching und verteile Repositories geht, denen ist jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet. Ich empfehle sehr, die Beispiele nachzuvollziehen und die Kapitel durchzuarbeiten, bei der trockenen Lektüre muss man sehr konzentriert bleiben, um nicht verloren zu gehen.

Ein weiterer Pluspunkt für mich ist, dass es typische Arbeitsabläufe skizziert werden und wie man diese mit Git umsetzt. Mit client- oder serverseitigen Hooks kann man sich als Nutzer - vor allem auch im Team - das Leben leichter machen. Tipps & Tricks aus der Praxis runden den Praxisteil ab.

Für mich persönlich hätte es kein Kapitel benötigt, dass den Umstieg von Subversion beschreibt, das "macht man" einmal und dann ist das auch erledigt, die Seiten hätte ich lieber in weiteren Tipps & Tricks gesehen. Trotzdem mag das Thema für einige Leser sehr hilfreich sein.

Die Befehlsreferenz am Ende des Buchs ersetzt das Handbuch in Form von man-pages nicht, hilft aber die häufigsten Optionen im schnellen Zugriff zu haben.

Fazit für mich: Für ein Buch von "nur" rund 260 Seiten ist "Versionsverwaltung mit Git" erstaunlich komplett. Wer das Buch durchgearbeitet hat, kann mit Git arbeiten. Punkt. Statt des Kapitels über Subversion hätte ich mir mehr Tipps gewünscht, das eine oder andere Hilfsprogramm mehr und eine Anleitung, wie man selber Repositories hosten kann. Im Anhang fehlt mir eine Referenz der "nur" vier Objekttypen, die es in Git gibt und auf denen Git aufgebaut ist.

Das Buch ist im wahrsten Wortes Sinn seinen Preis wert und für mich eine echte Empfehlung.

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Kommentare

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-thh am :

*Gekauft.

Ich bin gespannt.

Nils Magnus am :

*Behandelt das Buch nur lokales Git oder geht es auch auf die Prozesse ein, die Github & Co. realisieren?

Dirk Deimeke am :

*Es geht primär um den Git-Client, auf Server wird nur kurz eingegangen. Ich würde das Buch eher im Einsteiger-Bereich verorten.

Sujeevan Vijayakumaran am :

*Im Buch behandele ich auch Workflows wie man mit GitHub (oder anderen verteilten Servern) arbeitet. Also wie man Branches anlegt, Pull-Requests erzeugt und somit bei fremden Projekten auf GitHub mitmacht. Und das auch ausführlich Dirk, nicht nur kurz. ;-)

Dirk Deimeke am :

*Ich habe die Frage von Nils auf das Selberhosten von Diensten wie GitHub und anderen verstanden, den Serverbereich eben.

Sujeevan Vijayakumaran am :

*Oh, achso. Ja, das ist wirklich eher kurz. Also Konfiguration vom Serversystem ist nur recht kurz gehalten, wie man damit letztendlich arbeitet als Workflow ist aber ausführlich enthalten. So sollte es dann klarer sein. ;-)

Dirk Deimeke am :

*Nachdem Du geantwortet hast, bin ich mir nicht (mehr) sicher, was Nils genau meinte. Vielleicht antwortet er ja noch.

-thh am :

*Sobald und wenn ich dazu komme, es zu lesen und dann meine Eindrücke zu Papier zu bringen.

(Das ist ein großes "wenn" ...)

Dirk Deimeke am :

*Das Problem ist bekannt ... aus eigener Erfahrung (das Rezensionsexemplar habe ich seit August).

Nils Magnus am :

*Die reinen Git-Kommandos finde ich leicht zu lernen und zu verstehen, wenn man sich mit einer echten Anleitung daran setzt. Auch ein Buch kann das sicherlich gut vermitteln, weil ja Git und seine Ideen schon mal angesprochen werden müssen. Das ist einfach, aber nicht selbsterklärend.

Die Workshops hingegen sind ja nicht durch Git determiniert, sondern die Teams, die die Software nutzen. Github, vermutlich der einflussreichste der Serververtreter, hat einige Workshops adoptiert und zum Best Practice erklärt (zum Beispiel Issues oder Pull-Requests). Mir war ganz lange nicht klar, dass solche Sachen nur mittelbare Konvention für Git sind, die ein großes Hemmniss werden, wenn sie nicht explizit angesprochen werden.

Ich verstehe, dass das im Buch passiert. Prima!

Zu erklären, wie man ein Gitlab aufsetzt oder was dessen Unterschiede zu Gitolite & Co. sind, kann man wohl knapp halten.

Nils Magnus am :

*Ich habe gegen meine eigene "never mobile"-Maxime verstoßen und am Smartphone geantwortet. Workshop->Workflow.

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