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Pinboard ...

Vor längerer Zeit habe ich schon einmal angedroht, dass ich schreiben wollte, warum ich mittlerweile einen fremd gehosteten Lesezeichen-Dienst verwendet, nämlich Pinboard.

Auf die Idee hat mich Matthias mit diesem Artikel gebracht und die Gründe sind bei mir nahezu identisch. Seit die mobile Welt dazu gekommen ist, reichen mir Firefox Sync oder X-Marks nicht mehr aus. Es ist noch gar nicht so wahnsinnig lange her, dass ich überhaupt keine Bookmarks verwendet habe, da ich mir den Weg zur Seite gemerkt habe, aber mittlerweile mag ich den Komfort nicht mehr missen.

Die soziale Komponente spielt natürlich auch eine Rolle, meine Bookmarks sind hier zu finden. Lesezeichen, die noch nicht verschlagwortet (getagged) sind, stehen auf der "Später lesen"-Liste.

Pinboard selber ist sehr minimalistisch, aber dafür auch sehr schnell und die Suchmöglichkeiten sowie die Suchgeschwindigkeit sind klasse. Es gibt ein Plugin für gängige Browser und auch eine Android-Anwendung, vermutlich gibt es für den angebissenen Apfel auch Anwendungen.

In RadioTux Talk 134 tauchte Pinboard in den Picks auf, dort gab es auch den Hinweis auf Croffler, einem Dienst, der die "Read-Later"-Artikel herunterlädt, aufbereitet und an einen Kindle weiterleitet (bei mir kostet der Dienst Geld, da mein Kindle kein WLAN hat). Eine automatische Weiterleitung nach Instapaper oder Readitlater wäre aber ohne fremde Dienste möglich. Neue Bookmarks können auch an Twitter gesendet werden, eine Anbindung von Google Reader ist ebenfalls möglich.

Ja, der Dienst kostet einmalig rund 10 Dollar, aber das Geld ist gut angelegt und wenn die Ausgaben dann so transparent wie bei Pinboard in The cost of Bookmarking dargelegt werden, ist das schon echt klasse.

Der Advanced-Account prüft die Lesezeichen periodisch auf Erreichbarkeit und bietet die Möglichkeit, nicht erreichte Adressen zu entfernen. Zusätzlich archiviert er die Webseiten, so dass sie selbst bei Ausfall des entfernten Servers oder Einstellung des Dienstes lesbar bleiben.

Für mich passt Umfang und Preis des Angebots.

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Kommentare

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Frank am :

*Vielen Dank Dirk!

Ich nutze aktuell ReadItLater.com und bin sehr zufrieden. Allerdings fehlt mir die Option, die Bookmarks anderen zugänglich zu machen. Damit ist Pinboard natürlich im Vorteil.

Ich werde es mir noch genauer ansehen, ich glaube aber, ich bin 'angekommen'.

Gruß, Frank

Dirk Deimeke am :

*Yip, mit Pinboard kannst Du beide Dienste verknüpfen, dann hast Du das beste aus beiden Welten.

Matthias Mees am :

*Die Transparenz bei Pinboard ist tatsächlich vorbildlich – neulich™ wurde (irrtümlich, wenn ich das richtig verfolgt habe) ein Pinboard-Server in einem FBI-Raid mit aus dem Rechenzentrum beschlagnahmt. Das hat Maciej sehr detailliert und zeitnah Schritt für Schritt im Blog dokumentiert. Spätestens da war mir zumindest endgültig klar, dass der Knabe die lausigen 10$ mehr als verdient hat und einen super Job macht.

Dirk Deimeke am :

*Ja, das stimmt, das war klasse. Es war zu dem zu jeder Zeit möglich, die eigenen Bookmarks herunterzuladen.

Seraphyn am :

*Ich nehme jenes.

http://seraphyn.teiko.org/archives/285-SiteBar-Bookmarkserver-Stable-Release-3.3.9.html

Gruss

Chris

Seraphyn am :

*Ist es Wert mal zu Testen.

Vor allem, da ich immer versuche meine Daten in meiner Hand zu behalten.

Und wenn man es auf dem Srv ins Netz packt hat man auch die Möglichkeit der .htpasswd.

Es ist leider länger dort nichts mehr passiert, aber es macht was es soll.

Dirk Deimeke am :

*Stimme zu, allerdings sind das Bookmarks auf fremde Seiten und daher eher nicht meine Daten. Die soziale Komponente habe ich mit einer Insellösung leider nicht.

Chris am :

*Also ich nutze Bookmarks nur dazu, Websiten mal schneller zu finden, wenn ich darin enthaltene Stichworte in der Adressleiste eintippe (Feature von Opera, das es mal wieder bei den anderen Browsern nicht gibt... ). Das Ergebnis ist, dass meine Bookmark-Liste auf über 250 Elemente angewachsen ist und kontinuierlich weiter wächst ;-) – das spart mir aber auch häufig die Verwendung von Suchmaschinen...

Seiten, die ich wirklich noch lesen möchte bleiben bei mir offen, was dazu führt, dass ich schon mal 100 offene Tabs habe!

Dirk Deimeke am :

*Das Feature haben andere Browser nachgerüstet. Bezüglich der Tabs habe ich es ganz gerne aufgeräumt.

Jeffrey am :

*Ich habe in den Lesezeichen einen speziellen Ordner "ToDo" dafür angelegt.

Ansonsten was ich sonst noch so entdecke und mir genauer anschauen möchte wird direkt in Evernote gespeichert.

Funktioniert via Mobile und Einträge können zudem per Mail an Evernote gesendet werden.

Dirk Deimeke am :

*So hat jeder den Weg gefunden, der für ihn am besten passt.

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