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Bloggeburtstag Nummer acht ...

gedanken

Huch, heute ist mein Blog acht Jahre alt geworden. Mit dem "Geburtsdatum" befinde ich mich in sehr guter Gesellschaft.

  • Towel Day, year 2001, age 12 years
  • Geek Pride Day, year 2006, age 7 years
  • Nerd Pride Day, year 2006, age 7 years
  • Star Wars Premiere, year 1977, age 36 years

(So hat es mir daterem heute gemeldet).

Ganz interessant ist, dass der allererste Artikel heute immer noch richtig ist und ich voll hinter ihm stehe, was bei weitem nicht für alle Artikel gilt.

In den letzten Monaten war es hier etwas ruhiger, das wird sich hoffentlich auch wieder ändern. Ich habe einige Ideen, die ich hier im Blog gerne umsetzen möchte und ich bin auf dem Weg, mir die Zeit zu verschaffen, die ich dafür brauche, das auch zu tun. Einer der Punkte wird sein, dass ich weniger Podcasts höre ... :-) Das Problem ist, dass ich die Podcasts nicht nebenbei als Hintergrundbeschallung laufen lasse.

Ich möchte die Chance einmal nutzen, mich bei allen meinen Lesern für die vielen Kommentare und guten Gespräche zu bedanken: Danke!

Wenn Ihr Vorschläge für Artikel habt, die Ihr hier gerne lesen wollt oder die Euch interessieren, dann nur raus damit.

The new social leader ...

Auf dem gleichen Symposium wurde der "New Social Leader" vorgestellt (ab 35:32), aber die ganze Keynote ist sehenswert.

Top 10 Attributes of a Social Leader

(Servant Leader)

  1. Transparent
  2. Non believer in silos
  3. Authentic
  4. Likeable
  5. Collaborative
  6. Comfortable with fast decision making
  7. Explorer of new tools
  8. Active in internal & external networking
  9. Actively looks for new ideas from employees and clients
  10. Passionate about engagement & dialogue

Erschreckend faszinierend ...

Am vergangenen Dienstag war ich auf einem IBM Symposium in Luzern.

Faszinierend für den einen, war das folgende für mich erschreckend. (Ab 36:36 wird der neue Lügendetektor erklärt. Ist zwar nicht dafür gebaut, aber die Anwendung wäre möglich).

Bis auf das Anwendungsszenario war das allerdings ziemlich interessant.

Das Ende des Zufalls ...

Eines vorab: Ich halte das Buch für eine der besten Einführungen in das Themengebiet "Big data". Rudi Klausnitzer erklärt in verständlicher Sprache, was mit "Big data" gemeint ist und welchen Einfluss es auf unser aller Leben hat und potentiell noch haben wird. Dabei verfällt der Autor nicht in die normalerweise skizzierten Schreckensszenarien oder Panikmache, sondern zeigt vielmehr den Einfluss von "Big Data" an gut verständlichen Beispielen auf.

Das eindrücklichste Ausflug in die Praxis war für mich, dass ein Mathematiker, der für eine grosse Supermarktkette arbeitete anhand von nur 25 gekauften Produkten relativ genau den Status einer Schwangerschaft und mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit auch den potentiellen Geburtstermin eines Kindes feststellen konnte. Um hier nur ein Produkt zu nennen, ist bei der Auswertung von tausenden von Einkäufen aufgefallen, dass Frauen im zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft dazu neigen, unparfürmierte Körperlotionen zu kaufen. Dieses gewonnenen Wissen wurde durch den Konzern dazu genutzt, passgenaue Werbung an die Kunden zu senden.

Mit Punktesammelkarten lässt sich ein solches Wissen sogar unternehmensübergreifend generieren.

Dabei geht es primär gar nicht darum, bestimmte Personen auszuspionieren, sondern vielmehr das Verhalten von Menschen und Menschenmassen vorherzusagen.

Aufgrund der Unmenge an Daten, die jeder einzelne von uns generiert, können so vorurteilsfreie Schlüsse gezogen werden.

Beim Thema "vorurteilsfrei" sei hier auf den Abschnitt im Buch verwiesen, der die letzte Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten zum Thema hatten. Die sogenannten Experten entscheiden sich immer für eine Menge an Indikatoren, die sie für relevant halten, einen Einfluss auf die Wahl des Präsidenten zu haben. So haben die meisten dieser Experten sehr früh Romney als Sieger gesehen. Nate Silver, ein Mathematiker,nahm im Gegegenzug alle zur Verfügung stehenden Daten und versuchte vorurteilsfrei alle potentiellen Faktoren zu berücksichtigen. Dabei sagte er (auch schon 2008) einen Sieg von Obama voraus. Er wurde für verrückt gehalten, lag mit der nächsten Wahl aber wieder richtig.

Und das ist das Wesen von Big Data: Mathematische Modelle und Prognosen über alle verfügbaren Daten anzuwenden und mit historischen Daten zu testen. Sowohl die Speicherkapazität wie auch die Leistungsfähigkeit von vernetzten Computern bieten heute diese Möglichkeit.

An dem Buch hat mich vor allem die kluge Wahl der Beispiele und der gute Überblick über Big Data fasziniert. So spielen beispielsweise die Auswertungsform "Predictive Policing" (Vorhersage, wo sich Verbrechen ereignen könnten), die "Quantified Self"-Bewegung (Daten über sich selber sammeln) und auch die "Smart Data Feedback Loop" (Rückkopplungsmodell auf Basis von Big Data) eine Rolle.

All das bietet Chancen und Risiken. Krankenkassen könnten beispielsweise Kunden rauswerfen, deren Profil Anlass zur Sorge gibt oder im Gegenzug Vorsorge-Massnahmen einleiten, die eine Krankheit eventuell verhindern.

Big Data ist vor allem das Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten, was natürlich auch zu Fehlschlüssen führen kann.

Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen, auch ein Besuch der Webseite zum Buch (inklusive Blog) lohnt sich.

Am Rande: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten.

Agile Project Management Guide (IAPM) ...

Als Nachtrag zu Wissen teilen habe ich gerade im Projektmanagement Blog - was ich sehr empfehlen kann, auch und gerade, wenn man nicht als Projektleiter aktiv ist - den Link zum Agile Projektmanagement Guide (IAPM) gefunden. Der Guide ist nicht so lang und gibt einen - wie ich finde - sehr guten Überblick über die agilen Projektmanagementmethoden Scrum, Kanban und Extreme Programming.

Wo ich gerade dabei bin: openPM ist eine Initiative, Projektmanagement-Wissen offen verfügbar zu machen.

Gute Gründe ...

Für den Fall, dass einmal "das machen wir schon immer so" kommt oder "wir hatten gute Gründe uns für etwas zu entscheiden".

Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Naturwissenschaftler, Schriftsteller und Philosoph 1742-1799

Dieses haben unsere Vorfahren aus gutem Grunde so geordnet, und wir stellen es aus gutem Grunde nun wieder ab.

Sudelbücher Heft C (234)

Danke für das Teilen, Mirco.

Wissen teilen ...

Vor etwa drei Wochen bekam ich eine Mail von jemandem, der sich diese Session mit mir (Mann, war ich da noch dick) angeschaut hat und Fragen dazu hatte. Zuerst musste ich natürlich nachschauen, was ich damals "verzapft" habe. Zu den allermeisten Punkten habe ich heute auch noch die gleiche Meinung. Puh!

Im Laufe des Gesprächs wurde ich gefragt, wass ich von agilen Methoden in der Systemadministration halte. Nun ja, wenn ich mir den Wikipedia-Artikel mal angeschaut und auch ein wenig in den eigenen Erfahrungen geblättert habe, zeigt sich sehr schnell, dass die ganzen Methodiken auf Softwareentwicklung ausgelegt sind. Das war auch mein Kritikpunkt an dem Büchlein IT-Projektmanagement. Kleiner Hinweis: Man kann Systeme auch auf Applikationen optimieren.

Na, auf jeden Fall merkte ich, dass ich mit meinem Wissen ziemlich schnell an die Grenzen gekommen bin. Tja, bleiben drei Möglichkeiten: Egal (= stabile Seitenlage), ich bin kein Projektmanager und brauche das Wissen nicht; ich kaufe mir Bücher und arbeite mich rein, das ist zeitaufwendig und sehr synthetisch oder ich frage jemanden, der Ahnung hat.

Mit Roland habe ich einen sehr guten Projektleiter in meinem Bekanntenkreis, den habe ich angeschrieben und gefragt, wann er die nächsten Schulungen über agile Methoden gibt und ob ich mich da rein hängen könnte. Roland kurzerhand: "Weisst Du was? Ich komm vorbei und erkläre Dir das."

So habe ich gestern eine Privatschulung über Projektmanagement, agile Methoden, Scrum und Kanban bekommen und konnte von Rolands Erfahrungen profitieren.

Danke!

Einige der Verfahrensweisen lassen sich gut in System Engineering und System Administration übernehmen.

Gossau ZH - Die lebenswerte Gemeinde im Zürcher Oberland ...

schweiz

Ja, da wohnen wir ... genauer in der "Aussenwacht" Grüt. Wer sich nicht scheut, Zürcher Dialekt zu hören, findet einige interessante Informationen zu den schönen Bildern. Das ist ein Promotionfilm, der von der Gemeinde Gossau in Auftrag gegeben wurde.

Witzig, was die Kammeraperspektive ausmachen kann. Die Bilder sind echt, aber links und rechts gibt es doch immer noch mehr zu sehen (zum Beispiel Strassen).

Präsentationen ...

Schwieriges Thema.

Die Suche nach einem geeigneten Präsentationswerkzeug gestaltet sich gar nicht so einfach. Eine lange Zeit habe ich aus einfachen Textdateien präsentiert. Das funktioniert sehr gut, hat aber leider nur begrenzt grafische Möglichkeiten. Dafür ist es höchst portabel und lässt sich sehr einfach umsetzen.

Die gängigen Bürosoftware-Lösungen wie LibreOffice, OpenOffice.org oder Microsoft Office bieten ihre eigenen Präsentationsprogramme. Diese helfen auf jeden Fall ein Corporate Design umzusetzen, sind aber leider enorm unpraktisch, wenn man viele "Folien" (warum nennt man die eigentlich noch so) erzeugt. Ich habe auch das schon genutzt, bin aber nicht zufrieden damit, weil ich mich mehr mit dem Programm als mit dem Inhalt auseinandersetzen muss.

Zwischenzeitlich habe ich mal S5 benutzt, das bietet eine Präsentationsmöglichkeit auf html-Basis. Aber so richtig warm geworden bin ich damit nicht. Bei Axel Beckert habe ich neulich ASCIIDOC im Einsatz erlebt. Das hat mir auch gut gefallen.

Momentan nutze ich LaTeX-Beamer, was für mich eine gute, aber nicht die beste Lösung ist. Das Tippen geht mir leicht von der Hand, die Präsentationen sehen ansprechend aus, drucken geht auch sehr gut. Alles prima. Aber die einzelnen Seiten sind irgendwie langweilig. Da fehlt der Pepp.

Via Sirko Kemter bin ich auf SVG (Scalable Vector Graphic) als Präsentationsmedium aufmerksam geworden. Zusammen mit Inkscape und einigen Plugins lassen sich grafisch ansprechende Präsentationen erstellen. Leider krankt es hier an der Möglichkeit vernünftig (!) zu drucken.

Dann gibt es noch Online-Dienste wie beispielsweise Prezi, die das, was man mit SVG und Open-Source-Programmen erledigen kann auf einer kommerziellen Online-Plattform möglich machen. Wenn man weiss, wie schlecht häufig der Internet-Zugang auf Veranstaltungen realisiert ist, ist sicher sofort klar, warum ich das nicht so sehr mag.

Selbstverständlich gibt es ein ganzes Bündel an Hilfsprogrammen, die bei der Darstellung von Präsentationen helfen, aber den "wahren Jakob" habe ich noch nicht gefunden.

Wenn Ihr andere und bessere Vorschläge habt, nur her damit, ich bin sehr interessiert.

Ist "Drucken" wirklich ein Anwendungszweck den Ihr habt oder ist Euch die reine Bildschirmpräsentation wichtiger?

Google+ ist eine Geisterstadt

gedanken

Es gibt kaum etwas, was ich widersinniger finde als die Aussage "Google+ ist eine Geisterstadt". Meistens kommt das von jemandem, der sehr aktiv in einem bestimmten Netzwerk ist und sich dann bei Google+ anmeldet, um exakt die gleichen Leute zu seinen Kreisen hinzuzufügen, denen er auch in den anderen Netzwerken folgt. Da jeder Mensch nur begrenzt aktiv ist, begrenzen sich meist auch die Aktivitäten von Leuten auf bestimmte Seiten. Anders gesagt, Menschen die auf Facebook und Twitter aktiv sind, werden es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf Google+ sein.

Wenn man sich aber darauf einlässt und Leuten "folgt", die in Google+ aktiv sind, wird man sehr schnell merken, dass an dem Gerücht mit der Geisterstadt nicht viel wahres ist. Ich persönlich erlebe in Google+ eine Reichhaltigkeit und eine Diskussionskultur, die ich bei anderen Netzwerken vermisse. Damit ist im Umkehrschluss dann auch klar, dass ich bei Facebook so gut wie inaktiv bin.

Swiss Perl Workshop 2013 ...

Gestern war ich auf dem Swiss Perl Workshop 2013 (der erste seiner Art). Neben der Tatsache, dass ich einen der brillantesten Redner erleben durfte, den ich je gehört habe, nämlich Damian Conway, konnte ich mich auch kurz mit Tobi Oetiker unterhalten. Schön an Perl ist, dass selbst die prominenten Mitglieder der Community so herrlich "normal" sind. Nicht falsch verstehen, es sind aussergewöhnliche Menschen, aber dafür ohne Dünkel irgendeiner Form.

Natürlich habe ich auch viel gelernt.

Etwas, was an mir bisher völlig vorbei gelaufen ist, ist Perlbrew. Perlbrew erlaubt es auf einfache Weise zwischen mehreren Perlinstallationen per Befehl umzuschalten (so ähnlich wie virtualenv bei Python).

Die Einrichtung ist ganz einfach:

curl -kL http://install.perlbrew.pl | bash

Das geht sehr flott und wenn das fertig ist, kann man source ~/perl5/perlbrew/etc/bashrc in die eigene .bashrc einbauen oder ausführen und gleich loslegen.

dirk@drusus:~$ perlbrew available
i perl-5.17.10
  perl-5.16.3
  perl-5.14.4
  perl-5.12.5
  perl-5.10.1
  perl-5.8.9
  perl-5.6.2
  perl5.005_04
  perl5.004_05
  perl5.003_07
dirk@drusus:~$ perlbrew install perl-5.16.3
...

Ohne Parameter aufgerufen, gibt perlbrew eine Hilfeseite aus. available listet die verfügbaren Perl-Versionen, install installiert sie, use benutzt sie und off schaltet Perlbrew aus. So einfach kann es sein.

dirk@drusus:~$ perlbrew use perl-5.17.10
dirk@drusus:~$ perl -version

This is perl 5, version 17, subversion 10 (v5.17.10) built for x86_64-linux

Copyright 1987-2013, Larry Wall

Perl may be copied only under the terms of either the Artistic License or the GNU General Public License, which may be found in the Perl 5 source kit.

Complete documentation for Perl, including FAQ lists, should be found on this system using "man perl" or "perldoc perl".  If you have access to the Internet, point your browser at http://www.perl.org/, the Perl Home Page.

dirk@drusus:~$ perlbrew off
perlbrew is turned off.
dirk@drusus:~$ perl -version

This is perl 5, version 14, subversion 2 (v5.14.2) built for x86_64-linux-gnu-thread-multi
(with 80 registered patches, see perl -V for more detail)

Copyright 1987-2011, Larry Wall

Perl may be copied only under the terms of either the Artistic License or the GNU General Public License, which may be found in the Perl 5 source kit.

Complete documentation for Perl, including FAQ lists, should be found on this system using "man perl" or "perldoc perl".  If you have access to the Internet, point your browser at http://www.perl.org/, the Perl Home Page.

The Practice of System and Network Administration ...

Nachdem ich via Michael Kofler von der Nachricht hörte, dass Pearson die IT-Fachbuchsparte (und damit auch Addison-Wesley Fachbücher) einstellt, habe ich mir noch schnell eine Kopie DES Standardwerkes der Systemadministration auf totem Baum gesichert.

Das Buch deckt alle Bereiche der Systemadministration ab, ohne dabei Betriebssystemspezifisch zu sein. Es geht vielmehr um praxisorientierte Tipps, wie man sich nicht selber ins Bein schiesst.

Das Buch "The Praxis of System and Network Administration" ist auch als TPOSANA bekannt und geschrieben von Tom Limoncelli.

Bei meinem vorherigen Arbeitgeber hatte ich via Safari Books Zugriff auf die digitale Version.

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