Nationalfeiertag für die Schweizer = Wandertag für uns.
Spontan haben wir uns gestern zu einer kleinen Runde aufgemacht. Die Anforderungen waren schnell geklärt, einfach zu gehen, viel Schatten und gerne etwas höher gelegen, da ist es kühler. Also haben wir uns auf gemacht um uns mal die Tösstaler Gipfel anzugucken... Vom Parkplatz Wolfsgrueb gin es dann los Richtung Höchhand und Hand und dann wollten wir eigentlich gemütlich wieder zurück zum Parkplatz.
Tja ja, eigentlich... Wir waren nur gerüstet für einen Spaziergang, ohne Rucksack und mit Trekkingsandalen, kein Wasser und nur 7 Franken in der Tasche. Wir waren dann ein paar Stunden unterwegs, zum Glück gab es dann und wann eine Viehtränke oder einen Brunnen, so dass wir halbwegs gut mit Wasser versorgt waren. Was als gemütlicher Spaziergang begonnen hat, wurde bald zur grossen Herausforderung. Ich habe mir unterwegs den Fuss verdreht (scheiss Geröll, elendes), Scooby hatte keinerlei Wandererfahrung und für Bao und Dirk wurde die Strecke zum Gewaltmarsch. Glücklicherweise hatten wir wenigsten das Navi mit, denn wie das immer so ist, der Weg war dann auch irgendwann weg und Experimente konnten wir uns auf Grund meines Knöchels nicht erlauben.
Und bis zum letzten Anstieg waren wir alle müde, aber ziemlich gut gelaunt und von der Wanderung, trotz aller Anstrengungen, einem unfreundlichem Hüttenhund und einer Menge Insekten, begeistert. Wir konnten unterwegs unsere geschundenen Pfoten und Füsse in der Töss kühlen und der Ausblick auf die Glarner Alpen war atemberaubend. Wenn eben nicht der letzte Anstieg gewesen wäre ... Himmel, wer baut so was und wie haben die den neuen Schotterbelag dazu überredet auch da liegen zu bleiben. Für %-Zahlen ist Dirk zuständig - aber die Steigung war mörderisch, so dass ich alle paar Meter pausieren musste und sich bei mir so langsam Panik breit machte, dass ich mit dem Fuss den Anstieg nie schaffen würde.
Als wir dann schlussendlich oben angekommen waren, konnte ich mein Glück kaum fassen, der Weg endete fast direkt vor unserem Auto. Bao und Scooby waren grossartig, auch wenn sie etwas nervös waren, weil ich mich ständig zum ausruhen hinsetzten musste. Bao ist mir nicht von der Seite gewichen und hat mich immer wieder angestubst, wenn ich nicht mehr konnte. Das Dirk der beste Ehemann und Wanderkumpel der Welt ist, dass wisst ihr ja.
Zeit uns zu freuen, hatten wir allerdings nicht
Kaum waren wir oben angekommen, wurden wir auch gleich von einem sehr unfreundlichen Schweizer in Trekkingsandalen mit Comicsocken angeschnauzt, weil Bao noch nicht angeleint war - die Betonung liegt auf noch nicht, weil ich die Leine schon fast am Geschirr hatte ... Hätte er den Satz doch wenigstens mit einem freundlichen "Grüerzi" begonnen...
Leider gibt es keine Fotos, aber das holen wir nach, ganz bestimmt 