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Finanzen an Open-Source-Projekte ...

gedanken Ich höre jetzt immer häufiger von Open-Source-Projekten einen Satz wie "Wenn Dir unsere Software hilft, dann spende uns Geld."

Tatsächlich frage ich mich, wie ich das machen soll. Wie soll man aus dem Wust an Open-Source-Projekten die zu unterstützenden auswählen? Auch, wenn ich nicht schlecht verdiene, kann ich keinesfalls alle Projekte unterstützen.

Mitglied bin ich bei der Open Source Initiative, der Free Software Foundation Europe und "Individual Supporter" der Linux Foundation.

Auf meinen Servern sind rund 1000 Pakete installiert, auf meinem Desktopsystem etwa 2500 Pakete, dazu kommen noch Android Apps und Software, die nicht pakettiert ist. Nahezu alle Software, die installiert ist, benutze ich auch.

Mein Ansatz ist da eher, dass ich mich neben den Mitgliedsschaften selber für Free/Libre Open Source Software zu engagieren. Dazu gehört insbesondere, meine Erzeugnisse unter freie Lizenzen zu stellen: Für Software verwende ich die MIT-Lizenz und für den Rest CC-BY.

Wie haltet Ihr das?

Lebenszeichen ...

gedanken So. In den letzten Wochen ist sehr viel passiert, was dazu führte, dass es hier im Blog – bis auf die Antwort auf Kommentare – Funkstille war.

Das wird sich jetzt hoffentlich wieder ändern.

E-Mail ist tot ...

gedanken ... stattdessen nutzen wir mit jeweils einer handvoll Personen unterschiedliche Kommunikationslösungen.

Da sammelt sich ganz schön etwas an, selbst wenn man "Soziale Netzwerke" (bewusst in Anführungszeichen), aussen vor lässt.

Dann wundern wir uns, dass die Akkus unserer not-so-smart-Phones nicht so lange halten, wie wir es gerne hätten.

Nutze ich:
  • appear.in
  • Keybase
  • Matrix via Riot
  • Mattermost
  • Nextcloud Talk
  • Rocket Chat
  • Slack
  • SMS
  • Telegram
  • Threema
  • WhatsApp
  • Zoom

Nur dienstlich:
  • Facetime
  • Skype for Business
  • WebEx

Nutze ich nicht (mehr):
  • Duo
  • Hangouts
  • Jabber
  • Signal
  • Skype

Vermutlich ist das noch nicht einmal vollständig.

DevOps ...

gedanken Alex Lichtenberger von Pontine hatte mich gefragt, ob ich einen Artikel zu devops.ch beisteuern könnte und ich habe "selbstverständlich" zugestimmt. Apropos zugestimmt: devops.ch ist ständig auf der Suche nach neuen Autoren und frischen Ideen. (Und nein, ich bekomme von der Firma nichts dafür, dass ich das erwähne).

Wenn man Systemadministrator aus Überzeugung sein kann, dann bin ich das wohl. Mich interessiert schon immer die Sysadmin-Kultur vom pubertären "Ich bin root, ich darf das!" bis hin zu professionellem Umgang mit dem Thema. Für unser Buch durfte ich das Kapitel "Der Administrator" beisteuern, was sich grosser Beliebtheit erfreut.

Da lag es nahe, DevOps einmal aus der Sicht eines Systemadministrators zu beleuchten. Ich bin für konstruktives Feedback dankbar.

Basis des Artikels ist übrigens die erste Hälfte des Vortrags zu Praktische Administration - Das Drumherum, den ich im letzten Jahr auf der OpenRheinRuhr und dem LinuxDay halten durfte.

Schön, aber ...

gedanken Momentan häufen sich die Anfragen nach Artikeln oder Vorträgen oder Tests bei mir.

Danke!

Ich freue mich riesig darüber, dass Ihr meine Meinung für so interessant haltet, dass Ihr sie hören oder veröffentlichen wollt. Aber leider werde ich wenigstens bis Ende Juni nichts mehr zusätzlich annehmen können. Die Dinge, die ich zugesagt habe, erfülle ich gerne und hoffentlich auch gut, aber mehr geht im Moment nicht.

Da hoffe ich einmal auf Euer Verständnis.

Das Open-Source-Dilemma ...

gedanken Wenn man - wie beispielsweise ich - sehr (sehr) viel Open-Source-Software benutzt, kommt man irgendwann zu dem Punkt, dass man auch selber etwas beitragen möchte. Das ist viel leichter als man gemeinhin denkt. Aus diesem Grund habe ich im letzten Jahr auf der OpenRheinRuhr einen dazu passenden Vortrag gehalten.

Hier sind die Folien dazu (JavaScript):



Es gibt da leider zwei Dilemmata:

Aus Sicht des potentiellen Unterstützers: Gerade meine Fähigkeiten werden in dem Projekt, dass ich gerne unterstützen möchte, nicht benötigt. Gut, dann kann man sich immer noch in einem anderen Projekt engagieren, nur da dann leider nicht mit so viel Herzblut. Aber, wie im Vortrag erwähnt, es lohnt sich immer, Werbung für das Lieblingsprojekt zu machen.

Ärgerlich hier ist, dass man darüber nur sehr bedingt (kaum) Anerkennung bekommt und gerade diese Anerkennung eine der grössten Triebfedern ist.

Aus Sicht des Projektes ist es umgekehrt leider häufig so, dass gerade das eigene Projekt nicht so viel Liebe ab bekommt, wie man gerne hätte oder dass die gebrauchten Fähigkeiten so speziell sind, dass nur wenige Menschen beitragen können. Da ist dann leider auch schwierig, die eigenen Qualitätsmassstäbe herunter zu schrauben, um mehr Unterstützer zu bekommen.

Die Alternative wäre, jeden beitragen zu lassen und dann als Qualitätsverwalter die Leute in die richtige Richtung zu stossen. Das birgt wiederum die Gefahr, dass es mir dann irgendwie selber keinen Spass mehr macht.

Was also tun? Stabile Seitenlage?

Ich habe dafür keine Lösung, zumindest keine gute, die alle zufrieden stellt. Ich selber nutze privat (fast) ausschliesslich Open-Source-Software, kann mich aber "nur" in drei Projekten engagieren, obwohl es alle anderen auch verdient hätten.

Wenn Ihr Vorschläge und Ideen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare.

Was würdet Ihr tun?

gedanken Mich hat die Episode des Filterblase-Podcasts zur Zukunft der Arbeit ziemlich verblüfft, weil ich dachte, dass Menschen, die sich mit bedingungslosem Grundeinkommen und der Zukunft der Arbeit beschäftigen, eine Idee davon haben, was sie tun würden, wenn sie nicht mehr arbeiten müssten.

Da Blogs ja tot sind und dementsprechend Blogparaden und Trackbacks out, werde ich "natürlich" nicht dazu aufrufen, so etwas zu machen.

Dennoch interessieren mich Antworten auf die Frage:

Was würdet Ihr machen, wenn Eure Grundbedürfnisse - Kleidung, Essen, Trinken, Internet, ... - erfüllt wären und Ihr nicht mehr arbeiten müsstet?

Wenn es sich wirtschaftlich darstellen liesse, würde ich gerne Computerunterricht für sozial schwächere Menschen geben und ich würde ihnen Linux beibringen. Gerne würde ich mich auch mehr in anderen gemeinnützigen Organisationen engagieren und dort mein Know-How zur Verfügung stellen.

Vorratsdatenspeicherung ...

gedanken Kürzlich habe ich mich mit einem durchweg intelligenten Bekannten über Vorratsdatenspeicherung unterhalten. Er war der Meinung, dass man alles unternehmen müsste, um jeden einzelnen Toten zu verhindern.

Ich habe versucht, ihm zu erklären, dass über die Verursacher der letzten Anschläge im Vorfeld schon alles bekannt war, dass es aber an Kompetenzgerangel und schlechter personeller Ausstattung der Polizei gelegen hätte, dass nicht die richtigen Schlüsse gezogen wurden oder gezogen werden konnten.

Er wollte sich nicht auf diese Argumentation einlassen.

Als ich ihm erzählte, dass die Suche nach Terroristen einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleicht und dass man mit Vorratsdatenspeicherung nur den Heuhaufen grösser macht, konnte er das auch nicht nachvollziehen.

Anscheinend ist es auch schwierig, einzusehen, dass Videoüberwachung und Vorratsdatenspeicherung maximal bei der Aufklärung nach der Tat hilft und nichts verhindert, wie gerade auch Paris, London und Madrid gezeigt haben.

Womit ich ihn aber ins Nachdenken gebracht habe, war folgendes:

Wenn es wirklich um die Vermeidung von Toten gehen würde, sollten wir im Strassenverkehr anfangen. Es ist erwiesen, dass ein generelles, niedriges Tempolimit zu weniger tötlichen Unfällen führt. Das gleiche gilt für eine Lichtpflicht, die auch am Tag gilt.


Das möchte nur niemand, weil es die eigene "Freiheit" einschränkt ... die Autobahn ist eben ein rechtsfreier Raum (Ironie ist beabsichtigt).

LTE um jeden Preis ...

gedanken Mobile Geräte sind ja manchmal schon blöd.

Nur, weil ich auswählen kann, dass ich bevorzugt LTE verwende, heisst es nicht, dass das die beste Wahl ist. LTE mit noch nicht einmal einem "Balken" Empfang ist in jedem Fall schlechter als UMTS. "Intelligenten Geräten" würde ich zutrauen, das Netz nach Empfangsstärke auszuwählen und festzustellen, dass volle Empfangsstärke UMTS deutlich besser als LTE ist.