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Linkdump 11/2022

Hier sind meine gesammelten Lese-Highlights der vergangenen Woche. Hoffentlicht ist für Euch etwas dabei.

Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare!

I can not agree more to the statements in this article: Personal Knowledge Management is easy. Try 'Collective Knowledge Management'.

5 new sudo features sysadmins need to know in 2022, even old commands "learn" new importatnt features.

Die Mischung macht es, vielleicht verdient man auch das Geld, um privat sinnvollen Dingen nachzugehen - Mehr Geld oder lieber mehr Sinn im Job?.

Kennt ihr den kleinen König?, sehr schöne Geschichte über eine positive Grundeinstellung.

Eine schöne Alternative zu Meetups finde ich, Events organisieren mit Mobilizon.

Zorin OS läuft momentan auf meinem Notebook und es macht Spass.

A good collection on one page: Intro Guide to Dockerfile Best Practices.

So verhalten Sie sich bei einer Abwerbung korrekt, was es nicht alles gibt.

Kompressionsverfahren bei Borgbackup

Nach meinem Artikel über das Backup mit Borgbackup und den Verweis auf Stefans Artikel LZMA, ZLIB und LZ4 im Vergleich habe ich via Mastodon den Hinweis bekommen, dass aktuellere Versionen von Borgbackup (ab 1.1.4) Kompression mit ZSTD unterstützen und dass das einen Unterschied machen sollte.

Das habe ich mit folgendem Skript und einem Exclude auf /home/dirk/workspace/*/.git getestet.

#!/bin/bash
set -o errexit
set -o nounset
set -o pipefail

export BORG_PASSPHRASE=sheow0deighaigahgh1aiphooboh

borg init --encryption=repokey /ext/localbackup/borgnone

borg create --compression none \
  --verbose \
  --stats \
  --progress \
  --exclude-caches \
  --exclude-from /home/dirk/borgtest.exclude \
  /ext/localbackup/borgnone::test /home/dirk/nextcloud

for i in lz4 zstd zlib lzma; do

  borg init --encryption=repokey /ext/localbackup/borg${i}

  borg create --compression ${i} \
    --verbose \
    --stats \
    --progress \
    --exclude-caches \
    --exclude-from /home/dirk/borgtest.exclude \
    /ext/localbackup/borg${i}::test /home/dirk/nextcloud

  borg init --encryption=repokey /ext/localbackup/borg${i}auto

  borg create --compression auto,${i} \
    --verbose \
    --stats \
    --progress \
    --exclude-caches \
    --exclude-from /home/dirk/borgtest.exclude \
    /ext/localbackup/borg${i}auto::test /home/dirk/nextcloud

done

Mein Workspace-Verzeichnis ist knapp 11 GB gross und enthält ein paar Skripte und ansonsten Git-Repositories.

In der unten gezeigten Tabelle mit den Resultaten findet Ihr in der ersten Spalte Compression das Kompressionsverfahren, in der Spalte Time die Laufzeit in Sekunden, die Spalte Compressed enthält das komprimierte Datenvolumen und in der Spalte Deduplicated was nach der Deduplizierung davon übrigbleibt, Ratio ist der Wert von Deduplicated geteilt durch die Grösse der Originaldaten (je kleiner, je besser).

Erkenntnisse:

  • Man kommt um einen initialen Test mit eigenen Daten nicht herum. Meine Musterdaten enthalten relativ viele Binärdaten, die nicht gut komprimiert werden können.
  • Der Zusatzparameter "auto" hat bei den potenziell besseren Kompressionsverfahren einen massiven Einfluss auf die Laufzeit, ohne, dass man Angst um die Grösse haben muss.
  • Ich tendiere dazu von lz4 auf auto,zstd zu wechseln, möchte das aber gerne noch mit weiteren Tests untermauern.
  • Ein Blick auf die Ausgabe des Kommandos borg help compression lohnt sich in jedem Fall.

Linkdump 10/2022

Viel Spass bei den von mir für lesenswert befundenen Artikel der letzten Woche.

Jens hat sich von uns - Sujeevan und mir - anstecken lassen und berichtet über Erste Erfahrungen im Wissensmanagement mit Obsidian und Logseq.

Bye, toxischer Job! Es ist ein Privileg, das sagen zu können, die Möglichkeiten hat wirklich nicht jede Person.

Ein etwas älterer Artikel über die Ambitionen von Digitec (Galaxus) in Deutschland. Wir wollen unter die Top 5.

6 open source web browser alternatives - good software to try.

Sehr gute Tipps, um Dinge geschafft zu bekommen: 4 Tipps, wie man seine langfristigen Ziele in den Fokus rückt.

5 (and a Half) Ways to Motivate Work-From-Home Employees - the necessity to write down topic five is - hm - astonishing.

Es geht nicht um Macht, vielleicht sollte man sich mehr auf Augenhöhe treffen und nicht eine Seite als Bittsteller sehen. Im Vorstellungsgespräch der Zukunft haben Bewerber die Macht.

Umstellung der Arbeitsweise

gedanken

Mit dem Jobwechsel kommen sehr spannende Veränderungen auf mich zu. Viele sind inhaltlicher Natur, klar! Aber einige brechen mit Arbeitsweisen, die ich sich für mich über die vergangenen Jahre etabliert haben.

So benutze ich beispielsweise seit vielen Jahren, das Clientsystem (Windows) nur für das Mailprogramm, den Webbrowser und Office-Anwendungen. In den vergangenen Jahren ist auch noch Visual Studio Code mit der Remote - SSH-Extension dazugekommen. Die eigentliche Arbeit findet via PuTTY in einer tmux-session auf einem Jumphost statt.

Auf dem Client habe ich keine administrativen Rechte (benötige ich auch nicht), auf dem Jumphost schon - das macht die Installation von Tools leichter, wäre aber genaugenommen auch nicht nötig, unter Linux geht fast alles auch im Userland.

Neu wird es so sein, dass alles lokal passiert und ich Adminrechte auf dem Windows habe. Das hat selbstverständlich einige Auswirkungen. Unter anderem werde ich mich wohl mal wieder stärker mit Windows auseinandersetzen müssen und auch mit dem Windows Subsystem for Linux. Für VSCode gibt es natürlich ein Plugin namens Remote - WSL.

Viele Leute, die ausschliesslich unter Windows arbeiten, finden das vielleicht merkwürdig, aber für mich ist das eine sehr grosse Umstellung. Tatsächlich freue ich mich darauf, etwas anderes kennenlernen zu dürfen.

An die Leute, die denken, dass sie nicht arbeiten können, wenn sie nicht "ihre" Tools einsetzen können: Professionalität drückt sich unter anderem auch dadurch aus, dass man seine Arbeit auch in einem ungewohnten Umfeld erledigt bekommt. Effizienz ist eine andere Sache, aber auch die wird immer besser, je mehr man sich an das neue Umfeld gewöhnt.

Linkdump 09/2022

In dieser Woche gibt es einmal nur deutschsprachige Artikel. Viel Spass dabei!

Ich hatte da auch grosse Defizite und musste mir das "auf die harte Tour" im Studium beibringen: Warum lehren wir die wichtigste Sache in der Schule nicht?

Blogs sind schon wieder „tot“ - endlich mal wieder. Die Gründe sind genauso falsch wie früher auch schon.

Ja, dafür gibt es wirklich gute Gründe. Warum Open Source so erfolgreich ist.

Link funktioniert nicht mehr. Lehrabgänger/innen sind zufrieden mit der ICT-Lehre, sind ja auch tolle Jobs mit sehr guten Perspektiven.

Logseq

Im Zuge dessen, dass mein altes Dokumentationssystem mittels Wikis schon stark in die Jahre gekommen ist und ehrlicherweise nie so richtig gut funktioniert hat, habe ich mich von der TILpod-Community bei Matrix einmal inspirieren lassen.

Dort wurde Obsidian empfohlen, was mir aufgrund der Tatsache, dass es Closed-Source-Software ist, nicht so wirklich gefallen hat. In diesem Artikel bei GNULinux.ch wurde ich dann auf Logseq aufmerksam, was ich mir näher angeschaut habe.

Für eine sprachliche Auseinandersetzung mit dem Thema im Rahmen eines Podcasts empfehle ich Euch die März-Episode des TILpod.

Dokumentationsmedien, dazu zähle ich auch Wikis, haben meist ein Problem. Sie erlauben es selten, Informationen einfach so zu erfassen, ohne sich grosse Gedanken über die Struktur und die Findbarkeit machen zu müssen.

Notizen bestehen, zumindest bei mir, aus Stichpunkten, die nicht weiter ausformuliert sind. Ich mache sie am liebsten handschriftlich, weil mir das alle Freiheiten bietet und auch erlaubt, etwas "ins Unreine" zu skizzieren. Tools schränken zumeist die Möglichkeiten für Notizen ein, da sie an Programmvorgaben und Formen gebunden sind. Mobil auf dem Handy benutze ich Nextcloud Notes für Notizen, dafür gibt es eine sehr gute Android-App. Ich spiele mit dem Gedanken, eine Diktierfunktion oder sogar ein Diktiergerät zu verwenden.

Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass ich die Notizen noch einmal durchgehen muss, um sie in eine lesbare und verstehbare Form zu bringen.

Der Vorteil ist, dass ich die Notizen noch einmal durchgehe und die Inhalte besser behalten kann und dass mir durch die erneute Beschäftigung vielleicht noch weitere Inhalte und Themen einfallen.

Logseq versucht jetzt genau diese Lücke zwischen Notizen und Dokumentation zu schliessen. Vorab ein Disclaimer: Ich nutze das Tool erst seit rund einem Monat, bin noch ziemlicher Anfänger und nutze nur einen Bruchteil der Möglichkeiten.

Logseq ist noch im Beta-Modus und es gibt Anwendungen für Linux, Mac OS, Windows und Android. Es gibt auch noch eine Webanwendung, die die Daten in einem GitHub-Repository speichert, die soll aber eingestellt werden, sobald die Android-Anwendung fertig ist. Ach ja, mit einer weiteren Webanwendung aka "Live Demo", mit der kann man ohne weitere Installationen auch mit den lokalen Daten arbeiten. Obsidian und Logseq können auf derselben Verzeichnis-Hierarchie parallel zusammenarbeiten.

Ich habe Logseq via Flatpak auf zwei Linux-Maschinen installiert und zusätzlich auf einem Windows-System. Die Daten von Logseq können via Nextcloud synchronisiert werden, was in meinem Fall ohne weitere Zwischenfälle geklappt hat.

Basis von Logseq ist das Journal, in Form von "was ich heute getan habe". Man kann auch anders damit umgehen, aber das ist der einfachste Weg.

Innerhalb des Journals gibt es für jeden Tag eine Seite (gespeichert im Markdown-Format, Emacs Org-Mode wäre auch möglich), auf der man in Form einer Aufzählung alles notiert, was von Interesse ist. Dabei kann man Tags verwenden. Jeder Aufzählungspunkt und eventuelle weitere Unterpunkte gelten als Blöcke.

Klickt man auf einen Tag, bekommt man alle Blöcke angezeigt, die diesen Tag enthalten. Wenn man auf der "Tag-Seite" weitere Informationen erfasst, so wird auch diese im Markdown-Format abgelegt, ansonsten existiert die Seite nur virtuell.

Beispiel:

Ich beginne einen Block mit dem Namen eines meiner Rechner in doppelten eckigen Klammern (ich könnte auch das Hash-Zeichen "#" verwenden, das führt zum gleichen Resultat). Innerhalb des Blocks schreibe ich auf, was ich auf dem Rechner getan habe, beispielsweise "Logseq installiert". Logseq bekommt auch einen Tag.

Wenn ich auf den Rechnernamen klicke, bekomme ich alles gezeigt, was ich auf dem Rechner gemacht habe. Wenn ich auf Logseq klicke, bekomme ich alle Informationen und alle Installationen mit Bezug auf Logseq angezeigt.

Auf der Seite des Rechners erfasse ich beispielsweise die Hardwareausstattung.

Auf diese Art entsteht über die Zeit eine stark vernetzte Dokumentation. Man kann Bilder einfügen, Videos einbetten und sogar PDFs kommentieren. Mit der Speicherung der Daten kommt man nicht in Berührung, man muss nur beim ersten Start einen Speicherort in Form eines Verzeichnisses angeben.

Ich gewöhne mich gerade daran und bin ziemlich begeistert, dass die Software so gar nicht im Weg steht.

Wenn Ihr sie auch testen wollte, empfehle ich Euch den Logseq Intro Course mit acht kurzen Videos.

Ein Wermutstropfen ist für mich, dass sich die Entwickler "Privacy First" auf die Fahne geschrieben haben, aber per Default Telemetriedaten versenden. Das könnte man auch beim ersten Start abfragen.

Die Software ist FLOSS und soll es auch bleiben. Es ist eine Pro-Version geplant, die eine Synchronisationslösung eingebaut hat, ab dann lohnt sich vielleicht auch die Android-Anwendung.

Ich benutze Logseq für

  • Engineering Journal
  • Sammlung von Links, Bildern und Videos - könnte meine Bookmarks mit Shaarli ablösen.
  • Installationen und Konfigurationen auf meinen Clients und Servern
  • Planung von Vorträgen und Workshops
  • Wissensspeicher

Was ich noch ganz spannend finde, ist die eingebaute Aufgabenverwaltung, die ich mir auch noch näher anschauen möchte. Spannend wäre es, ob ich damit Todoist ablösen könnte und ich alle Daten unter eigener Kontrolle hätte.

Linkdump 08/2022

Ein "Füllhorn" voller Artikel habe ich in dieser Woche. Man merkt sehr stark, dass ich wieder zwei Tage in der Woche ins Büro gehe.

The first step is pretty easy, just leave the thought that you are worse than you thought behind. Here’s how I finally got myself to start exercising.

Darum ist sie wichtiger als Talent - guter Input, ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, dass Ausdauer - verstanden als "etwas durchhalten" - eine so grosse Rolle spielt.

In my opinion good or brilliant tools are important for efficiency, but not necessary to get work done. Sure you need a tool, but even with a bad tool a professional should be able to do any job. People > Processes > Tools.

Deepl-Übersetzer hochwertiger, spannend, oder? Der Unterschied zu Google Translate ist das, was man mit Deepl erreichen möchte.

An Selbstbewusstsein mangelt es mir nicht oder vielmehr nicht immer, aber manchmal werde ich auch vom Impostor-Syndrom besucht: Diese Tricks helfen euch, bei der Arbeit selbstbewusster aufzutreten

Ein bisschen mehr 24. Jahrhundert, bitte., sehr guter Artikel über das alte Verständnis, dass nur lange Arbeitszeiten zeigen, dass jemand im Job engagiert ist.

Wenn man als Chauvinist unterwegs ist, muss man sich das schon gefallen lassen. Alle Männer sind schlechte Journalisten.

Dafür sollten Sie sich jeden Tag Zeit nehmen, die Selbstoptimierung steht für mich da nicht im Vordergrund, sondern vielmehr, dass man sein Hirn in Bewegung hält.

The following three articles are on a very important self management topic: The "Not-To-Do List", just spend a thought on this concept.