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Audio-Setup

Selbst nach 15 Monaten Homeoffice oder Remote Work haben viele Leute noch immer kein vernünftiges Audio-Setup.

Mal am Rande bemerkt: Wenn Ihr nach der Pandemie weiterhin Remote oder im Homeoffice arbeiten wollt, könnte das ein Kriterium sein, um weitermachen zu können. Es schadet in jedem Fall nicht.

Gute Audioqualität ist der Schlüssel zu akzeptierten Audio- und Videokonferenzen über das Internet.

Etwas Aufwand in das Setup zu investieren, ist auch eine Form von Respekt, den man seiner Gesprächspartnerin oder seinem Gesprächspartner entgegenbringt.

Bitte denkt daran, dass Ihr Euch selbst nicht hören könnt und selbst wenn Ihr denkt, dass alles in Ordnung ist, könnte das nicht der Fall sein.

Fragt Eure Kollegen und bittet sie um ehrliches Feedback.

Hier sind einige Tipps, um gute Audioqualität zu erreichen.
(Wenn Ihr bereits eine professionelle Audioausrüstung habt, kennt Ihr das schon).

Verwendet ein dediziertes Headset.

Wenn Ihr die Lautsprecher Eures Computers verwendet, führt das dazu, dass die Leute sich selbst hören (Echo), wenn sie mit Euch sprechen.

Verwendet, wann immer möglich, Kabel.

  • Netzkabel. Wenn Ihr ein Notebook verwendet, kann das Betriebssystem im Akkubetrieb die Soundkarte in den Energiesparmodus versetzen und die Audioqualität verringern.
  • Netzwerkkabel. Selbst das beste WLAN hat eine höhere Latenz als eine kabelgebundene Verbindung. Bei Videokonferenzen sieht man, dass die Lippen nicht synchron mit dem Ton sind und auch ohne Video neigen wir in Gesprächen dazu, uns gegenseitig zu unterbrechen, wenn die Latenz höher wird.
  • Headset-Kabel. Ein kabelgebundenes Headset ist latenz- und qualitätsmässig die beste Option.
    Update am 25.06.2021: Wenn das Headset via USB angeschlossen wird, müsst Ihr bitte sicherstellen, dass es nicht an einem USB-Hub oder einer Dockingstation mit vielen anderen Geräten angeschlossen ist. Ich habe häufig erlebt, dass das zu "Stottern" führt.

Bluetooth-Headset: Verlasst Euch nicht auf den Bluetooth-Adapter in Eurem Computer. Dieser ist höchstwahrscheinlich für Datenübertragungen und nicht für Audio optimiert. Verwendet entweder den Bluetooth-Dongle, der mit Eurem Headset geliefert wird, oder kauft einen speziellen Dongle. Sucht nach Bluetooth-Audioadaptern, die A2DP unterstützen, die sind nicht teuer und machen einen wirklich grossen Unterschied.

Testet Euer Setup erneut und bitten wieder um ehrliches Feedback.

Wenn etwas nicht so funktioniert, wie es sollte: Fragt!

Meine Podcast-Geschichte

podcast

In den letzten Wochen wurde ich häufiger gefragt, wie ich zum Podcasting gekommen bin. Mittlerweile bin ich - mit Unterbrechungen - schon zwölf Jahre in unterschiedlichen Konstellationen dabei.

Der Ursprung liegt interessanterweise hier im Blog und in meinem Ubuntu-Engagement, beide starteten 2005 (wow, das ist lange her).

Bevor ich das Engagement deutlich herunterfuhr, war dieses Blog einmal sehr erfolgreich und hatte ordentlich Reichweite. Das lag zum Teil auch daran, dass es noch nicht so wahnsinnig viele Blogs gab und diese durch die Blogosphäre stark miteinander vernetzt waren.

Im Jahr 2008 bin ich in die Schweiz ausgewandert und, um Menschen kennenzulernen, habe ich an einem regelmässigen Bloggertreffen namens "Bloggy Friday" teilgenommen.

Auf einem dieser Treffen habe ich Roman Hanhart kennengelernt, damals ebenfalls ein sehr erfolgreicher Blogger ("Yoda") und ebenfalls sehr aktiv im Ubuntu-Umfeld. Wir "kannten" uns vorher schon virtuell und waren uns auf dem Treffen gleich sympathisch, sodass es eigentlich nur logisch war, dass wir uns darauf verständigt haben, einmal etwas zusammen zu machen.

Roman war damals aktiv für RadioTux, einem der ältesten deutschen Podcasts (schon lange bevor es das Wort "Podcast" gab), und schlug vor, dass wir einen gemeinsamen Podcast erstellen sollten. Für mich war das Neuland, aber ich war sehr interessiert und so erblickte die erste Episode von DeimHart am vierten Mai 2009 das Licht der Welt. Für die Star-Wars-Fans unter Euch, ja wirklich "May, the 4th", was eher zufällig passiert ist (obwohl wir zwei ebenfalls Star-Wars-Fans sind).

Roman und ich haben uns mit DeimHart "verwirklichen" können, wir hatten gemeinsam sehr viel über Audio- und Audiosetups gelernt, hatten viele Formate ausprobiert und damit DeimHart zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Podcasts im Bereich Linux, Open-Source-Software und Gesellschaft gemacht.

Wir durften viele Kritiker Lügen strafen, dass ein solcher Podcast nur unter Einsatz von Linux nicht möglich wäre. DeimHart mussten wir leider Anfang 2015 nach einer schweren Erkrankung von Roman einstellen, es war eine tolle Zeit.

In der DeimHart-Zeit liess ich mich von Roman anstecken, habe Ingo Ebel kennengelernt und eine Zeit lang bei RadioTux mitgemacht, den Anfang nahm das mit Folge 100, in der ich zusammen mit Frank Karlitschek (Gründer von ownCloud und Nextcloud) zu Gast war.

Da wir mit dem Hackerfunk von Martin "Venty" Ebnöther und Axel "XTaran" Beckert neben der räumlichen Nähe auch thematisch eine grosse Schnittmenge hatten, war es nur natürlich, dass wir uns gegenseitig in den Podcasts "besucht" haben.

Ingo Ebel wusste, dass ich mal als Datenbankadministrator gearbeitet habe und fragte mich, ob ich Interesse hätte an einer Sendung zu NoSQL im Rahmen eines neuen Formats namens Binaergewitter mitzumachen (ja, klar!).

Ich habe fast schon verdrängt, dass ich natürlich auch ein eigenes Format namens Wattenichsachs produziert habe, nur, um mich mit der Technik auseinander zu setzen. Mir wurde sehr schnell klar, dass ich nicht der Podcaster bin, der gerne alleine in Mikrofon spricht. Daher gibt es auch nur zwölf Folgen.

Nach dem Ende von DeimHart habe ich bis auf wenige Ausnahmen etwa viereinhalb Jahre Pause mit dem aktiven Podcasting pausiert. Natürlich habe ich in der Zeit weiter Podcasts gehört.

Ralf Hersel, ein Bekannter aus der Freien-Software-Bewegung fragte mich in 2019, ob ich mir vorstellen könnte bei LibreZoom, einem Podcast über Freie Software, mitzumachen. Mit Folge 12 war es dann so weit, dass ich bis zum Ende des Podcasts Mitte 2020 als Co-Host Ralf unterstützt habe.

Der Podcast LibreZoom wurde von Marius Quabeck (NerdZoom Media) produziert, was mich dann auch zur Teilnahme an einigen wenigen Episoden des NerdZoom-Podcasts gebracht hat.

Seit September 2020 bestreite ich jetzt mit Mario Hommel, den ich über die gemeinsam genutzte Blogsoftware Serendipity (er ist wenige Monate länger dabei als ich) kenne, den Podcast BuzzZoom, der ebenfalls von Marius produziert wird.

Buzzwords, zu Deutsch Schlagwörter begegnen uns täglich in den Medien, im Arbeitsleben und im Privaten. Oft werden sie als Modewörter benutzt, ohne die wirkliche Bedeutung dabei im Blick zu haben.

Dirk und Mario analysieren in jeder Folge ein Buzzword, sprechen über seine Bedeutung und die Hintergründe. Hierbei wird auch die ein oder andere leere Worthülse mit einem guten Schuss Ironie entlarvt. Obwohl die beiden beruflich und privat eher technisch unterwegs sind, sind nicht nur Buzzwords aus IT und Technik ein Thema.

Von Sujeevan Vijayakumaran wurde ich mal gesiezt als er mich auf der OpenRheinRuhr 2010 angesprochen hat, zu dem Zeitpunkt war ich noch Vereinsvorstand für den Ubuntu Deutschland e. V. Wir wollten auch immer mal etwas zusammen machen. Wir kommen beide aus dem Ruhrgebiet und interessieren uns beide für "Leben und Arbeiten in Tech". Ich durfte Sujeevan einen Teil seines Berufslebens begleiten und so ist im November 2020 der Podcast TILpod entstanden, der genauso wie BuzzZoom immer noch aktiv ist.

Sujeevan und Dirk reden über Themen, die Ihnen in der letzten Zeit untergekommen sind. Die Abkürzung "TIL" steht für "Today I learned", es geht also um Themen, die neu für die beiden waren oder die sie in der letzten Zeit erst so richtig verstanden haben.

Dazu kommen Hinweise, wie sie versuchen, ihr Arbeitsleben zu verbessern und zusätzlich gibt es auch den einen oder anderen Karrierehinweis.

So, das ist die Geschichte. Ich hoffe, dass ich keinen grösseren Meilenstein oder Link vergessen habe. Falls doch bin ich für Hinweise in den Kommentaren dankbar.