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Zeit nehmen

gedanken Am Samstag habe ich mir einmal Zeit genommen, nachzudenken. Ich habe bewusst nicht meditiert, vermutlich würde ich das (noch) nicht schaffen.

Warum ist das so aussergewöhnlich? Nahezu rund um die Uhr bin ich von "Gedudel" umgeben oder sitze vor elektronischen Geräten. Ich nehme mir viel zu selten die Zeit, bei mir zu sein. Ok, wenn ich mit den Hunden gehe, habe ich zwar ein Handy dabei, nutze es aber nicht. Jetzt habe ich einmal bewusst nichts anderes gemacht.

Einfach hingesetzt, Löcher in die Luft geschaut und wenn ich einen Gedanken hatte, habe ich den handschriftlich festgehalten. Das war klasse. Ich bin auf viele gute Gedanken und Ideen gekommen. Ich merke, dass mir die Zeit fehlt, meine Gedanken einmal schweifen zu lassen. Wobei Zeit "fehlt" falsch ist. Ich nehme mir die Zeit nicht. Das wird sich ändern.

An dieser Stelle möchte ich gerne einmal Werbung dafür machen, dass Ihr das auch versucht. Wenn Ihr wollt, teilt gerne Eure Erfahrungen hier in den Kommentaren oder auch per E-Mail oder über andere Kontaktmöglichkeiten.

Vielleicht noch eine Anmerkung: Meine handschriftlichen Notizen mache ich mit einem E-Note-Taker, so ganz ohne Elektronik bin ich dann doch nicht.

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nureinblog.at am : Webmention

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Kommentare

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Chris am :

*Durch meine Kinder habe ich erst wieder begriffen, wie unglaublich wichtig „Langeweile“ ist. Bei Kindern ist das wichtig, damit sie kreativ werden, "einfach anfangen zu spielen" und nicht die ganze Zeit beschäftigt werden.

Aber im Umkehrschluss müssen wir Erwachsenen auch mal wieder lernen, wie das geht. Ich fand das kürzlich recht amüsant, dass es mir besonders bei der Netflixserie "Vikings" aufgefallen ist, dass die Leute dort teils gefühlt stundenlang herumsaßen oder herumstanden und dem Leben um sich herum zugeschaut haben. Irgendwie fühlte sich das nach etwas an, was ich mal wieder machen möchte.

Ich habe das letztens beim Busfahren ausprobiert, eine Stunde lang ohne Ablenkung. Vermutlich werde ich gelegentlich den Bus dem Fahrrad vorziehen, um mir diese Stunde "nichts" zu schenken.

Dirk Deimeke am :

*Das klingt grossartig.

Ich schrieb ja, dass ich (noch) nicht meditieren kann, ich muss auch hart daran arbeiten, aber ich bin der festen Überzeugung, dass sich das lohnt.

Das Beispiel mit Deinen Kindern finde ich klasse!

Jörg am :

*Hallo Dirk,

ich finde es großartig, dass du das mal ausprobiert hast. Schön, dass es dir so gut gefallen hat.

Ich brauche sehr häufig Zeit zum Nachdenken, Nichtstun oder wie ich es gerne nenne: Konstruktives Schweigen.

Wenn ich längere Zeit vor Terminen nicht dazu komme, merke ich wie es mir zunehmend schlechter geht.

Meditieren tue ich nicht. Das empfinde ich als zu anstrengend, habe es aber vielleicht auch noch nicht ganz begriffen und mache es falsch. Ich genieße das Nichtstun im Gehen und Sitzen. Manchmal kommen mir dabei auch richtig gute Einfälle, vor allem hilft es mir aber zu enstpannen und trägt spürbar zu meinem Wohlbefinden bei.

Viele Grüße
Jörg

Dirk Deimeke am :

*Wir brauchen dringend Zeit, um mit uns alleine zu sein. Leider nehmen wir uns zu selten diese Zeit und es ist so wahnsinnig heilsam.

Bock am :

*Offen gestanden, mache ich das schon Zeit meines Lebens. Und da so sehr, dass Essentielles gerne mal liegengeblieben ist: Also Abwasch, Karriere, Ehe, Hausbau... Aber es hilft mitunter auch sehr beim Einschlafen. 🦌

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