Zeit nehmen
Warum ist das so aussergewöhnlich? Nahezu rund um die Uhr bin ich von "Gedudel" umgeben oder sitze vor elektronischen Geräten. Ich nehme mir viel zu selten die Zeit, bei mir zu sein. Ok, wenn ich mit den Hunden gehe, habe ich zwar ein Handy dabei, nutze es aber nicht. Jetzt habe ich einmal bewusst nichts anderes gemacht.
Einfach hingesetzt, Löcher in die Luft geschaut und wenn ich einen Gedanken hatte, habe ich den handschriftlich festgehalten. Das war klasse. Ich bin auf viele gute Gedanken und Ideen gekommen. Ich merke, dass mir die Zeit fehlt, meine Gedanken einmal schweifen zu lassen. Wobei Zeit "fehlt" falsch ist. Ich nehme mir die Zeit nicht. Das wird sich ändern.
An dieser Stelle möchte ich gerne einmal Werbung dafür machen, dass Ihr das auch versucht. Wenn Ihr wollt, teilt gerne Eure Erfahrungen hier in den Kommentaren oder auch per E-Mail oder über andere Kontaktmöglichkeiten.
Vielleicht noch eine Anmerkung: Meine handschriftlichen Notizen mache ich mit einem E-Note-Taker, so ganz ohne Elektronik bin ich dann doch nicht.
Kommentare
Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt
Chris am :
Aber im Umkehrschluss müssen wir Erwachsenen auch mal wieder lernen, wie das geht. Ich fand das kürzlich recht amüsant, dass es mir besonders bei der Netflixserie "Vikings" aufgefallen ist, dass die Leute dort teils gefühlt stundenlang herumsaßen oder herumstanden und dem Leben um sich herum zugeschaut haben. Irgendwie fühlte sich das nach etwas an, was ich mal wieder machen möchte.
Ich habe das letztens beim Busfahren ausprobiert, eine Stunde lang ohne Ablenkung. Vermutlich werde ich gelegentlich den Bus dem Fahrrad vorziehen, um mir diese Stunde "nichts" zu schenken.
Dirk Deimeke am :
Ich schrieb ja, dass ich (noch) nicht meditieren kann, ich muss auch hart daran arbeiten, aber ich bin der festen Überzeugung, dass sich das lohnt.
Das Beispiel mit Deinen Kindern finde ich klasse!
Jörg am :
ich finde es großartig, dass du das mal ausprobiert hast. Schön, dass es dir so gut gefallen hat.
Ich brauche sehr häufig Zeit zum Nachdenken, Nichtstun oder wie ich es gerne nenne: Konstruktives Schweigen.
Wenn ich längere Zeit vor Terminen nicht dazu komme, merke ich wie es mir zunehmend schlechter geht.
Meditieren tue ich nicht. Das empfinde ich als zu anstrengend, habe es aber vielleicht auch noch nicht ganz begriffen und mache es falsch. Ich genieße das Nichtstun im Gehen und Sitzen. Manchmal kommen mir dabei auch richtig gute Einfälle, vor allem hilft es mir aber zu enstpannen und trägt spürbar zu meinem Wohlbefinden bei.
Viele Grüße
Jörg
Dirk Deimeke am :
Bock am :
Dirk Deimeke am :