Zurück zu Taskwarrior
Nach rund sechs Jahren mit verschiedenen Tools habe ich mich entschieden, wieder zurück auf Taskwarrior zu wechseln. Über Taskwarrior finden sich hier im Blog eine Menge Artikel (Tag taskwarrior) und in meinen Vorträgen und Workshops gibt es auch reichlich Informationen. Warum ich gewechselt bin, habe ich "natürlich" auch dokumentiert.
Bei Taskwarrior war ich relativ lange und als ich zu Todoist gewechselt bin, habe ich sehr viele Funktionen vermisst. Meinen Workflow habe ich auf das reduzierte Featureset von Todoist angepasst. Natürlich habe ich auch neue Funktionen bekommen: eine perfekte Synchronisation, die Verfügbarkeit überall und dergleichen mehr.
Das Killerfeature von Taskwarrior, nämlich die Berechnung der Dringlichkeit einer Aufgabe, ist seitens Todoist nie implementiert worden (die wait-Funktion allerdings schon, sie heisst "scheduled").
Die Preiserhöhung bei Todoist hat bei mir allerdings einen Denkprozess angestossen und dafür gesorgt, dass ich nach Alternativen geschaut habe.
Wenn ich darüber nachdenke, dann habe ich herausgefunden, dass ich alle Aufgaben, die ich mobil erfasst habe, einmal nachbearbeiten musste. Sei es, dass ich sie einem Projekt zugewiesen, das Fälligkeitsdatum angepasst oder einen Tag vergeben habe. Daher ist es gar nicht so wahnsinnig wichtig, einen lokalen Client zu haben. Toll wäre es, ein Webfrontend zu haben, um mobil nachschauen zu können.
Nach intensiven Tests mit Super Productivity, Vikunja und Logseq zur Aufgabenverwaltung bin ich von allen nicht zu 100% überzeugt. Alle drei haben Stärken und Schwächen. Zum Teil Stärken, die ich nicht brauche, und Schwächen, die mir wehtun. Logseq werde ich weiterhin für Notizen benutzen, aber nicht zur Aufgabenverwaltung.
Jetzt habe ich Taskwarrior auf einer VM mit Fedora installiert (ich nutze nur das paketierte Tool) und zusätzlich als Frontend Taskwarrior WebUI um auf Systemen ohne ssh-Client (insbesondere mobil) zugreifen zu können. Das WebUI muckt manchmal ein wenig und es scheint auch nicht mehr weiterentwickelt zu werden. Vermutlich steige ich auf Taskwarrior Web um, wenn mein Problem gelöst wird.
MitTaskwarrior 3 hat sich eine Menge getan, unter anderem wird im Backend jetzt SQLite als Datenbank verwendet und es gibt einen neuen Synchronisationsserver, den ich noch testen muss.
Kommentare
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Jörg am :
toll, dass du deinen Wechsel verbloggt und auch gleich auf verfügbare Webschnittstellen hingewiesen hast.
Danke und Gruß
Jörg
Dirk Deimeke am :
Daniel am :
ich hab mir den Code angesehen und einen Kommentar in deinem Issue gepostet. Leider hab ich momentan keine Zeit für ein PR und einen Unit-Test um das korrekt abzudecken.
Was waren die Schwachpunkte oder nicht notwendigen Stärken bei Vikunya?
Viele Grüße
Daniel
Dirk Deimeke am :
Ich habe mir aufgeschrieben, was meiner Ansicht nach umgesetzt werden sollte.
- “Add a task …” in the Upcoming view
- Have a default view.
- Upcoming / Today / with overdue / no date enabled …
- Have a default for new tasks
- Add a due date to every new task.
- Have a default time for every new due date.
- 23:59 for me
- Have a divider / separator for “today” in the Overview view.
- Search for unlabeled tasks.
- Duplicate tasks.
- Refresh before change (otherwise duplicates done)
- Define sort order inside projects
- Reset Subtask, when the repeating occurrence is done.
- Repeating Dates
- Every Weekday
- Every year
Es lässt sich gut mit Vikunja arbeiten, allerdings nutze ich sehr viele wiederkehrende Aufgaben und alleine, dass ich in der Aufgabenliste des heutigen Tages keine neue Aufgabe hinzufügen kann, killt meinen Workflow.
Grüsse
Dirk
Daniel am :
das kann ich super nachvollziehen.
Was ich nicht ganz bei "Taskwarrior Web" habe ich nicht ganz verstanden, warum der CLI-Output geparst wird. Da das ja bereits in Rust geschrieben wurde, hätte man doch gleich die library von task-champion nutzen können und würde so ein Issue wie deins vermeiden.
Anyway, ich hätte da eine Idee wie man ein Web-UI mit dem task-champion verbinden könnte. Eventuell sollte ich doch mal in euer Matrix kommen
Viele Grüße
Daniel
Dirk Deimeke am :
Meine Hauptgruppe dort ist die von TILpod.