Wie ich Ende 2025 arbeite (Client)
Was soll ich als Einleitung schreiben, auch hier gab es einen Artikel im letzten Jahr. Hier tut sich erfahrungsgemäss sehr viel mehr als auf der Serverseite.
Hardware
Damit sind meine "daily driver" (Hybrid bedeutet, dass ich die die Geräte privat und beruflich einsetze):
- Hybrid: Google Pixel 9
- Hybrid: Onyx Boox Max 3
- Privat: Boox Palma 2 Pro
- Privat: Withings ScanWatch
- Privat: TUXEDO Infinity Book
- Privat: TUXEDO Core One
- Privat: Sony WH-1000XM4
- Arbeit: Lenovo P1 Generation 4
- Arbeit: Jabra Evolve2 65 (USB-C)
Mehr Details zu der von mir eingesetzten Geräte gibt es auf der Technikseite im Blog, eine dedizierte Computer-Historie gibt es dort übrigens auch.
Software
Android
Ich nutze auch Organic Maps wieder, aber OsmAnd zusätzlich.
Die Geshichte der Kartenanwendungen ist sehr in Bewegung, mir reicht mittlerweile CoMaps für alles (insbesondere für Wanderungen).
Linkdy ist der Bookmarkclient zu meiner Linkding-Instanz.
Das Wetter zeigt mir mittlerweile Breezy Weather an. Sehr gut konfigurierbar und genauso gut oder schlecht wie andere Wetter-Apps, nur dass sie besser aussieht.
Einen Client für meine Immich-Instanz gibt es ebenfalls neu.
Bei den LLMs bin ich zu Mistral (mit passender App) gewechselt. Mistral macht sehr schnell grosse Fortschritte und unterliegt der DSGVO, das finde ich gut.
Linux
Da ich den Spass am Ausprobieren wiedergefunden habe, haben sich hier reichlich Veränderungen ergeben.
Auf meinen Clients läuft Bluefin als Distribution (Immutable OS) und damit auch wieder Gnome. Damit einhergehend kommen jetzt Anwendungen containerisiert via Distrobox. Darüberhinaus werden grafische Anwendungen via Flatpak, Kommandozeilen-Anwendungen via Homebrew installiert.
DotFiles werden neu mit Chezmoi verwaltet, was auch statische Binaries kann. Wenn es rein um statische Binaries ginge, lohnt eget einen Blick.
Ich habe viele Editoren ausprobiert und bleibe in der Kommandozeile bei Vim, als grafischen Editor spiele ich gerade mit ecode herum.
Durch den Distributionswechsel, habe ich VirtualBox durch Virtual Machine Manager mit libvirtd und KVM im Backend ersetzt.
Als Aufgabenverwaltung kommt neu Vikunja zum Einsatz, vorher war es Todoist. Getestet habe ich auch Super Productivity.
Das bisschen Zeiterfassung was ich mache, erledigt wieder Timewarrior, Clockify habe ich abgesägt.
Als Linkchecker setze ich neu Lychee ein. Funktioniert einfach grossartig.
Die letzte grössere Änderung ist, dass ich mit Typst LaTeX ersetzen möchte. Ich habe LaTeX nur für Präsentationen und Briefe benötigt. Da habe ich mich gefragt, ob ich bis zu 4 GB auf der Platte brauche, um ab und zu einen Brief zu schreiben (ein oder zwei Mal im Jahr).
Suchmaschine
Meine Standard-Suchmaschine ist Kagi, ich zahle dafür und die Ergebnisse sind mir das Geld wert.
Kommentare
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Paul am :
Hättest du denn Lust mal einen Langzeitbericht über die Nutzung mit Bluefin zu schreiben? Hat sich das für dich bewährt? Bleibst du dabei? Der Schritt von einer klassischen Distribution zu einem immutable Linux (mit Containern) ist ja nicht gerade klein. Mich interessiert es vor allem deshalb, weil ich mich selbst sehr viel mit den neuen immutable Distributionen beschäftigt, aber den eigentlichen Umstieg nie geschafft habe, auch wenn mir das Konzept an sich sehr gut gefällt.
Am besten hat mir noch GnomeOS gefallen, aber das gibt es ja leider nur als Nightly mit der Gnome Alpha Version und ist daher für den täglichen Gebraucht nicht unbedingt geeignet.
Für mich wirkte Bluefin immer etwas unprofessionell mit ihrem Dinosaurier Fetisch und ziemlich bloated, wenn man nicht gerade alle Tools so braucht wie sie vorinstalliert mitkommen. Auch wirkt Hombrew auf Linux irgendwie etwas befremdlich, zumal die Installation mit dem eigenen User in /home ja nicht wirklich Mulituser tauglich ist.
Dirk Deimeke am :
Mich hat übrigens Christoph Stoettner, der Talks zu dem Thema gehalten hat, überzeugt.
Brauchst Du auf Deinem Dekstop-System Multiuser-Fähigkeiten?
Machst Du Professionalität am Hintergrundbild fest?
Alternativ würde ich auf Silverblue wechseln.
Ich habe versucht, Homebrew zu vermeiden, fand es aber lästig, alles aus Containern bereitzustellen. Vor allem da die Tools aus Containern nicht für den root-User bereitstehen (ncdu als Beispiel)..