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Goodbye Super Productivity

superproductivity

Super Productivity habe ich sehr intensiv getestet und gemerkt, dass die Benutzung für mich an ein paar Stellen problematisch ist bzw. nicht gut funktioniert. Die Motivation für den Test habe ich in einem anderen Artikel beschrieben.

Das Tool ist für lokale Datenhaltung ausgelegt, was kein Fehler ist. Eine Synchronisation wurde nachträglich eingebaut (das ist eine Vermutung, weil es so wirkt). Die Synchronisation funktioniert via WebDAV, getestet wird es vom Entwickler mit Nextcloud.

Der grosse Knackpunkt ist, dass das eine "ganz oder gar nicht"-Synchronisation ist. Wenn es zu einem Synchronisationsproblem kommt, dann kann man sich entscheiden, ob man den lokalen Datenstand behalten oder den Remote-Datenstand übernehmen möchte. Synchronisationsprobleme können auftreten, wenn auf beiden Seiten Änderungen vorgekommen sind.

Kleinere Synchronisationsprobleme mit einer kleinen Zahl lokaler Änderungen sind ab und an aufgetreten und kein Problem. Dann kam die Situation, dass ich Remote 428 Änderungen hatte und lokal 24. Egal, wie ich mich entscheide, da gehen Änderungen und damit auch Daten verloren. Das geht nicht und ist ein Ausschlusskriterium für eine Aufgabenverwaltung.

Inhaltlich hat Super Productivity sehr viele Funktionen, die ich nicht benötige – ich bin kein Freelancer – und auch andere, die wirklich gut sind. Ich arbeite sehr viel mit wiederkehrenden Terminen, und da fehlt es noch an ein paar Stellen.

Ein zweiter sehr grosser Knackpunkt war, dass ich im Subreddit Super Productivity ein paar Fragen gestellt habe, die auf irgendeinem Weg ohne erkennbaren Grund gelöscht wurden. Ich weiss nicht von wem oder warum, aber es hat sich nicht gut angefühlt.

Zusammengenommen werde ich den Weg nicht weiter beschreiten und mich ausführlich mit Vikunja auseinandersetzen.

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Kommentare

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tuxganmatze am :

*Was hältst du davon Deck, ein Kanbanboard von Nextcloud zu verwenden? Das ist ja sehr ähnlich wie Vikunja.
Außerdem kann Deck auch Aufgaben in den Aufgaben von Nextcloud darstellen und die sogar im Kalender von Nextcloud oder auch in Thunderbird Kalender oder unter Android z.b auch mit dem aCalendar. Vielleicht ist das eine gute Lösung für dich?
Viele Grüße

tuxfanmatze am :

*Die Deck App gibt es auch für Android und iOS.

Dirk Deimeke am :

*Die Aufgabenverwaltung ist ein Teil meines externen Gehirns, ich habe da rund 200 Aufgaben drin und arbeite sehr viel mit Terminen, auch mit wiederkehrenden.

Ein Kanban-Board habe ich auch, aber das ist mit der Menge an Aufgaben kaum benutzbar. Da setze ich übrigens Kanboard ein.

Nextcloud ist eine Lösung, die primär auf Filesharing, Kalender und Kontakte ausgelegt ist. Man merkt an vielen Stellen, dass spezialisierte Software verschiedene Anforderungen doch besser umsetzt.

Ich möchte auch nicht alles auf eine Lösung setzen - "Klumpenrisiko". Wenn die Lösung ausfällt, stehe ich im Regen.

Daniel am :

*Hallo Dirk,

Auf deinen Artikel hin, hatte ich mir Superproductivity auch mal angeschaut, fand aber ebenfalls den Sync seltsam und das Konfliktmanagement lässt mich an Omnifocus-Zeiten zurückdenken.

Vikunya teste ich ebenfalls gerade als möglichen Ersatz für Todoist. Bisher schlägt es sich echt wacker und abgesehen von einer polierten App fürs Mobile lässt es wenig vermissen.

Viele Grüße und danke fürs Update

Daniel

Dirk Deimeke am :

*Mobil nutze ich Android und die "Beta-App" schlägt sich gut.

Bei Vikunja merke ich, dass mir einige Einstellungen fehlen, wie beispielsweise eine Standard-View für "Upcoming", das jedes mal zu klicken, ist blöd.

Mit dem Autoren habe ich mich ausgetauscht. Er möchte Feature-Requests gerne im Forum diskutieren und Bugs via GitHub-Issues bearbeiten. Hauptfokus ist gerade die Version 1.0.0.

Daniel am :

*Da das mit Upcoming ist ziemlich nervig. Ich hab auch festgestellt, dass dort nur Task aufgeführt werden, die ein Fälligkeitsdatum haben.

Wenn man aber zeitliche Arbeitspakete definiert (also nur Start- und Enddatum definiert) werden diese nicht angezeigt.

Unter iOS nutze ich Kuna, aber das ist noch sehr jung und hat bspw. Upcoming/Anstehend noch gar nicht.

Gruss
Daniel

Dirk Deimeke am :

*Es ist ja generell eine gute Idee, dass Aufgaben ein Fälligkeitsdatum haben.

Ich erstelle neue Tasks grundsätzlich in der Inbox und verfeinere sie bzw. passe sie dann an, wenn ich Zeit habe.

Was mir fehlt ist ein Task Template "Due:Today @23:59" oder so.

Eine "Irgendwann mach mal"-Liste ergibt wenig Sinn.

Daniel Hufschläger am :

*Ja das stimmt schon, NLP wäre auch toll. Das DueDates sinnvoll sind ist schon klar, aber wenn ich mir Projektabschnitte einrichten möchte, die ich nur im Blick behalten möchte (bspw. weil ich in dem Projektabschnitt keine eigenen Tasks habe), wäre das schon schön und sinnig das in der Upcomming-View zu haben.

Vikunya hat als Dev schon einige Vorteile. Ihre API ist sehr ähnlich zu der von Todoist. Man kann sich sein Testsystem per Container direkt "hochziehen".

In meinem Fall aggregiere ich Issues aus mehreren Softwareprojekten die in mehreren Gitlab-Instanzen liegen und erstelle mir daraus Tasks. In Todoist muss ich dafür meinen Account nutzen, was natürlich nicht so sinnvoll ist.

Darüberhinaus kann man Vikunya durch Plugins sogar noch im Funktionsumfang aufwerten.

Viele Grüße
Daniel

R. Sato am :

*Oh ja, ich stehe gerade bei dem selbigen Problem. An sich ist es ein gutes Tool, aber die syncro macht alles kaputt, dabei ist das der Kern der Sache.
Ich teste auch andere Tools.
- Joplin (komme mit den Aufgaben noch nicht klar)
- Lunatask (kein Open-Source, Aufgaben managen ist etwas anders)
- QOwnNotes (Aufgaben von Nextcloud sind nicht gut zu managen)
- Logseq (Ich komme nicht klar mit der Strukturierung)

Anforderung: Es muss unter Windows, Linux und Android laufen mit syncro zu Nextcloud

Dirk Deimeke am :

*Spannend, da wäre ich an Deinen Erfahrungen interessiert.

Logseq nutze ich schon ein paar Jahre und bin super zufrieden, allerdings würde ich das nicht für die Verwaltung von Aufgaben nutzen. Wenn Du da generelle Fragen hast, versuche ich die gerne zu beantworten - Kontaktdaten findest Du auf dirk.deimeke.ruhr.

Warum setzt Du eine harte Anforderung auf Nextcloud?

Müsste Deine Aufgabenverwaltung jeweils native Anwendungen haben? Als ich Todoist genutzt habe, brauchte ich die nur für Android, mit den Desktop-Systemen habe ich den Browser benutzt.

R. Sato am :

*Danke fuer die Antwort.
Um es kurz zu beschreiben, ich suche eine eierlegende Wollmilchsau :-)
Nein, aber mal im ernst, ich muss mich nicht nur um die eigenen Aufgaben kuemmern, sondern auch um die, die ich delegiert habe. Daher versuche ich meine Notizen von Projekte zu schreiben, Notizen an Mitarbeiter (mittels Tag?) zu knuepfen. Und die TODO an Mitarbeiter knuepfen und nicht zuletzt auch an mich selbst. Aufgaben sollten wenn moeglich im Kalender sichtbar sein oder zumindest als Erinnerung aufpopen.
Als drittes moechte ich eine Art von Journal (kann aber auch eine Notiz sein) um monatliche Reports erstellen zu lassen.

1) Journal (Abteilungsintern)
2) Aufgaben (eigene und Mitarbeiter)
3) Notizen (Projekte, Mitarbeiter)

Wenn all das in einer App moeglich ist, waere das wie ein feuchter Traum. Noch besser, als Open-Source unter Linux, Windows und Android als App. (Keine Lust jedes mal im Browser anmelden zu muessen mit MFA nur um mal was zu schreiben)

Dirk Deimeke am :

*Ich frage mich gerade, ob es das wirklich alles in einer App gibt.

Wenn Du Nextcloud als Basis nimmst, dann nutzt Du Nextcloud als Applikationsplattform und darauf verschiedene Anwendungen, die vermutlich von verschiedenen Entwicklungsteams kommen.

Damit hast Du ausser der gemeinsamen Plattform aber keine Einheitlichkeit in der Benutzerführung und eine Integration, die über die Plattform gegeben ist.

Das hast Du mit jeder anderen Kombination von Anwendungen auf einem Client-Betriebssystem auch.

Vikunja ist multi-userfähig, aber ich sehe keine Möglichkeit für Reports. Kommentare, Beschreibungen und Notizen kannst Du aber hinterlegen.

Ehrlicherweise hören sich Deine Anforderungen aber eher nach einem Ticketsystem an.

tuxfanmatze am :

*Würde mit Joplin gehen, hat Plugins für Journal und Kanban.
Anytype und Appflowy sind auch einen Blick wert, auch wenn wohl etwas Einarbeitung nötig ist.
Logseq mit Agenda3 Plugin (Tasks, Kalender) scheint auch interessant zu sein.

tuxfanmatze am :

*Ja henau das meinte ich. Hab ich nach ein bisschen Suchen gefunden.
Oft ist mit Plugins viel zu erreichen, viele sind aber erstmal nicht bekannt.
Bin bespannt auf evtl. einen Artikel von dir ob das Logseq Plugin gut zu gebrauchen ist für deinen Einsatzfall

Ich selber nutze Nextcloud Aufgaben mit sync zu Thunderbird Calender und besonders sync mit acalender unter Android für meine Aufgaben.
Für Notizen nutze ich Nextcloud Notes und für meine Anleitungen, Howto und Artikel-Sammlungen für IT, Linux, Windows und Android Joplin.

Lars am :

*Ich habe neuerdings auf deinen Artikel hin auch mal Super Productivity genutzt, als ich festgestellt habe, dass es Open Source ist. Vor allem ist man nicht gezwungen, seine Daten in einer Cloud-"Blackbox" des Anbieters zu speichern und damit ein ewiges Abo abzuschließen.
Allerdings wirken die Bedienung von SP und die Oberfläche mehr wie eine Bastelarbeit, mir gefällt sie überhaupt nicht. Auch eine JITRA-Integration hat nicht geklappt und ich habe keine Lust, mich um solche Probleme zu kümmern. Ich werde weiterhin die Kombination Obsidian/Taskwarrior nutzen.

Dirk Deimeke am :

*Taskwarrior ist für mich immer noch die beste Lösung. Leider fehlt der Sync und ein Android-Client. Damit ist das Tool für mich nicht mehr brauchbar.

Lars am :

*Sync habe ich noch nicht probiert – gibt es da nicht einen Service, den man aufsetzen kann?
Meinst du einen native Android Client?

Dirk Deimeke am :

*Ja, der Taskwarrior Sync ist ein separates Produkt, was meines Wissens nach nicht weiterentwickelt wurde.

Richtig, ich meinte einen nativen Android-Client.

tuxfanmatze am :

*Für Linux gibts noch Planify, mit Nextcloud und Todoist sync.

An R. Sato: ich finde das Anmelden im Browser ist ja mit einem Klick schnell getan.
Du kannst für deine drei Sachen auch mal Next Cloud probieren. Dort gibt es für Notizen oder Journaling auch noch die Collectives gerade für Gruppennotizen. In next Cloud hast du den Vorteil, dass du über alle Apps jeweils alle eingetragenen Nutzer zur Verfügung hast und z.b im Kanban Deck schnell mal eine Zuweisung vornehmen kannst und so weiter.

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