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Linkdump 35/2026

Viel Spass bei den von mir als lesenswert empfundenen Links auf Artikel, die ich in der vergangenen Woche gelesen habe.

The Zipper Test is an interesting experiment, How to Stop Fooling Yourself.

The Network You Can’t See, yes, there is one.

Ich habe noch weitere Lehren aus Fremdrepositories gezogen, Blogartikel folgt, Lehren aus dem AUR-Angriff.

How Habits Actually Work, interesting.

This is true as well, Focus is Motivation.

Unhook YouTube

Unhook YouTube ist eine Erweiterung für die Browser Chrome, Edge oder Firefox, die YouTube auf das wesentliche reduziert. Das wirklich Schöne ist, dass die Erweiterung auch mit Firefox Mobile und der mobilen YouTube-Webseite funktioniert. Sie benutzt Google Analytics, um die Nutzung zu analysieren.

Unhook YouTube ist eine Browser-Erweiterung, die YouTube von ablenkenden und auf weiteres Anschauen ausgelegten Elementen bereinigt. Die einzelnen Funktionen lassen sich über das Erweiterungsmenü separat ein- und ausschalten; Änderungen werden normalerweise sofort angewendet.

Momentan gibt es die folgenden Funktionen:

  • Startseiten-Feed ausblenden
  • Sidebar und verwandte Videos ausblenden
  • Shorts ausblenden
  • Kommentare ausblenden
  • Endscreen-Empfehlungen entfernen
  • Autoplay deaktivieren
  • Empfehlungen in Suchergebnissen reduzieren
  • Explore, Trending und weitere YouTube-Bereiche ausblenden
  • Abo-Feed ausblenden oder umleiten
  • Live-Chat ausblenden
  • Playlist- und Mix-Vorschläge ausblenden

Damit wird Doom-Scrolling in YouTube nicht unterbunden, aber zumindest erschwert.

Linkdump 34/2026

Viel Spass bei den von mir als lesenswert empfundenen Links auf Artikel, die ich in der vergangenen Woche gelesen habe.

Nice idea, need to test this: How to End Your Workday: The Hemingway Principle.

The First Principle – is all about stories.

Interesting, Windows Subsystem for Linux gives developers a compelling reason to stick with Microsoft - here's why.

The 2 Types of Knowledge: Real vs. Surface, yip, nothing more to say.

Oh, yes, Beware of Star Trek managers, especially when bearing MBAs.

Meine FrOSCon 2026

Puh, ein paar tolle Tage sind wieder vorbei.

Die diesjährige FrOSCon war für mich aus mehreren Gründen besonders.

  • Ich war nur als Teilnehmer vor Ort. Zwar habe ich Vorträge eingereicht, aber scheinbar nicht den Geschmack des Programmkomitees getroffen. Daher war das die erste FrOSCon, zu der ich nichts beigetragen habe.
  • Meine Frau hat einen Vortrag eingereicht, der auch angenommen wurde und sehr gut angekommen ist. Wer ihn nachschauen möchte, kann ihn unter Unbekannt heißt nicht unzugänglich - Warum OSS Nutzung Mut braucht ansehen.
  • Damit zur nächsten Besonderheit. Wir waren mit den Hunden vor Ort. Die Hunde sind auch sehr gut angekommen und wir haben nur positives Feedback bekommen.
  • In den vergangenen Jahren habe ich immer im Hotel übernachtet und bin zu Fuss zur FrOSCon. Jetzt haben wir eine Ferienwohnung gemietet und sind mit dem Auto gefahren.
  • Ich habe keinen Vortrag gesehen, aber sehr viele gute Gespräche geführt und alte Bekannte getroffen, neue Menschen kennengelernt, Gesichter zu langjährigen "virtuellen Begleitern" gesehen und auch Menschen wiedererkannt, denen ich seit fast zehn Jahren nicht mehr begegnet bin.

Meine Frau Silvia hatte eine sehr positive Erfahrung und überlegt, weitere Vorträge einzureichen. Danke an Henning, der es ihr als Herold leichter gemacht hat. Das Gefühl, nicht alleine zu sein, ist nicht zu unterschätzen.

Danke für das tolle Event und auch danke an die grossartige Community.

Linkdump 33/2026

Viel Spass bei den von mir als lesenswert empfundenen Links auf Artikel, die ich in der vergangenen Woche gelesen habe.

Interesting idea, The Helsinki Bus Station Theory.

Me, condensed, good possibility to introduce yourself.

Ich mag diesen Einstieg in das Thema, Dokumentenverwaltung mit Paperless-ngx.

You Don't Love systemd Timers Enough, true!

And this is always a good idea: Making Meetings Suck Less..

DNS-Server wechseln

Warum sollte man überhaupt die DNS-Server wechseln? Reichen nicht die des Internet-Providers?

Meiner Meinung nach gibt es drei Gründe, einen Wechsel in Betracht zu ziehen.

  1. Verbesserte Privatsphäre
    • Einige DNS-Server protokollieren Suchanfragen und nutzen diese Daten kommerziell.
    • Anbieter mit einer strikten No-Log-Policy respektieren die Privatsphäre der Nutzer und speichern keine Daten über deren Aktivitäten.
  2. Zusätzliche Sicherheitsfunktionen
    • Einige alternative DNS-Dienste bieten Schutz vor Malware und Phishing, indem sie den Zugriff auf bekannte bösartige Domains blockieren.
    • Darüber kann auch ein Teil der Werbung blockiert werden.
    • Sicherheitsorientierte DNS-Server können auch Inhalte filtern, um den Zugriff auf jugendgefährdende Inhalte zu verhindern.
  3. Umgehung von DNS-Sperren
    • In einigen Netzwerken oder Ländern können bestimmte Webseiten auf DNS-Ebene gesperrt sein.
    • Durch den Wechsel zu einem anderen DNS-Server können solche Sperren oft umgangen werden, was den Zugang zu gesperrten Inhalten ermöglicht.

Welchen DNS-Server sollte man nun wählen?

Ich verlasse mich dabei auf Empfehlungen vom Sicherheitsberater Mike Kuketz aus seiner Empfehlungsecke.

Zuerst habe ich die DNS-Server von Mullvad genutzt, was sehr gut funktioniert hat, aber aufgrund von dubiosen Aktivitäten eines Geschäftsführers bin ich davon wieder weg. Dann habe ich eine Zeit lang Quad9 benutzt, habe aber damit einige Aussetzer erlebt. Das war anstrengend. Jetzt bin ich auf dnsforge.de gewechselt und habe seitdem keine Aussetzer. Es funktioniert. Einfach.

Achtung: Manche öffentlichen WLANs erlauben keine eigenen DNS-Server (warum nur?).

Mit Ausnahme von Android habe ich nicht das komplette Betriebssystem auf den DNS-Server umgestellt, sondern nur Firefox, Ungoogled Chromium und Thunderbird.

Dazu einfach in den Einstellungen nach DNS suchen und den passenden Server einstellen.

Bei mir:

  • DNS-Server: dnsforge.de
  • DNS über HTTPS: https://dnsforge.de/dns-query
  • Alle weiteren Einstellungen und Möglichkeiten: DNSforge

Linkdump 32/2026

Viel Spass bei den von mir als lesenswert empfundenen Links auf Artikel, die ich in der vergangenen Woche gelesen habe.

Does your company match the variety of your customers? Only Variety Beats Variety.

The 4 Types of Professional Time, yes, I need to be aware of this

Something to think about: Silence Is Not Violence.

Mit dem LLM auf Distributionssuche

linux

Momentan bin ich mit CachyOS sehr zufrieden, aber ich dachte, es wäre ein schönes Experiment, mich von verschiedenen LLMs beraten zu lassen, welche Distribution ich als nächste auf dem Desktop einsetzen soll.

Dazu habe ich mit folgendem Prompt begonnen und mich beraten lassen:

Ich wechsele regelmässig die Linuxdistribution auf meinen privaten Desktops. Ich möchte mit Dir gerne das Experiment wagen, in Form eines Frage-Antwort-Spiels herauszufinden, welche Distribution am besten für mich geeignet ist.Aus diesem Grund möchte ich Dich bitten mir immer eine Frage zu stellen, die ich beantworte Falls noch Informationen fehlen bitte ich Dich, nachzufragen. Wenn Du einen hohen Confidence-Level hast, bitte ich Dich, mir Empfehlungen abzugeben.

Es war spannend zu beobachten, welche Fragen gestellt wurden. Ich habe alle Fragen ausführlich beantwortet und mich bemüht, nur die eigentliche Frage zu berücksichtigen. Einige LLMs wussten schon nach drei Fragen, was das Richtige für mich ist, andere haben deutlich länger gebraucht. Überrascht hat mich ChatGPT (was ich momentan gar nicht mehr benutze), das am Ende ein Persönlichkeitsprofil von mir in dem Kontext erstellen wollte und mit diesem Profil erstaunlich gut war. Das Profil findet Ihr am Ende dieses Artikels.

Die Gewinner waren gleichauf Fedora Workstation (was ich auch schon genutzt habe) und openSUSE Tumbleweed, was ein potenzieller nächster Kandidat sein könnte. Überrascht hat mich openSUSE Aeon, was ich mir gerne einmal anschaue, wenn ich den Weg mit Immutable-Core-Distributionen weitergehen möchte.

Hier kommen die Ergebnisse der einzelnen LLMs in der Reihenfolge der Empfehlung.

  • M365 Copilot (ich habe über die Firma eine Lizenz)
    1. openSUSE Tumbleweed
    2. Fedora Workstation
    3. CachyOS
    4. openSUSE Aeon
    5. Fedora Atomic Varianten
  • Perplexity
    1. Fedora Kinoite
  • Claude (hier hatte ich noch Restguthaben von einem Test)
    1. Fedora (Workstation oder KDE-Variante)
    2. openSUSE Tumbleweed
  • Mistral
    1. Fedora Workstation (mit GNOME)
    2. Ubuntu LTS (24.04)
    3. openSUSE Tumbleweed
  • ChatGPT
    (vor Erstellung des Persönlichkeitstyps)
    1. openSUSE Aeon
    2. NixOS
    3. CachyOS
  • ChatGPT
    (nach Erstellung des Persönlichkeitstyps)
    1. openSUSE Aeon
    2. Bluefin/Aurora
    3. CachyOS
    4. NixOS
  • Gemini
    1. openSUSE Tumbleweed
    2. Fedora Workstation (oder Fedora Silverblue)
    3. Manjaro Linux
  • Lumo
    1. Fedora Workstation
    2. openSUSE Tumbleweed
    3. Nobara Project (Gaming, Media)
  • Euria
    1. openSUSE Tumbleweed
    2. Fedora Workstation
    3. Pop!_OS

Das war eine Aufgabe, in der es kein "richtig" oder "falsch" gibt. Es ist spannend zu sehen, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt, aber ebenso spannend ist es, wie weit die Empfehlungen zum Teil auseinanderliegen. Wenn Ihr das jetzt auf Eure (Coding-)Anfragen an LLMs bezieht, dann deutet das auf eine sehr grosse Bandbreite bei Antworten hin.

Mein Linux-Persönlichkeitstyp
(nach ChatGPT)

Ich würde ihn „der Systemarchitekt“ nennen.

Nicht im Sinne von "ich baue alles selbst", sondern im Sinne von:

"Ich habe Freude an gut durchdachten Systemen und möchte verstehen, warum sie so gebaut wurden."

Deine zentralen Eigenschaften

1. Du bist konzeptgetrieben.

Das war der rote Faden durch das gesamte Gespräch.

Du hast immer wieder von

  • Ideen,
  • Vision,
  • Projekt,
  • Community,
  • Entscheidungen,
  • Architektur

gesprochen.

Fast nie von

  • FPS,
  • Bootzeit,
  • Benchmarks,
  • Speicherverbrauch,
  • Optimierungen.

Das ist ungewöhnlich. Viele erfahrene Linux-Nutzer reden sehr früh über Technik. Du hast sehr früh über Systemdesign gesprochen.

2. Du magst Eleganz, aber nicht Selbstzweck.

Deine letzte Antwort war für mich die wichtigste.

Stell dir vor, zwei Projekte lösen dasselbe Problem:

  • Projekt A ist technisch brillant, aber schwer zu verstehen. Man muss Dokumentation lesen und sich in neue Denkweisen einarbeiten
  • .
  • Projekt B ist technisch etwas weniger elegant, dafür sofort verständlich und unkompliziert.

Welches reizt dich mehr – und warum?

Viele technisch interessierte Menschen hätten gesagt:

"Natürlich Projekt A."

Du hast stattdessen gesagt:

"Komplexität ist kein Wert an sich."

Das ist für mich ein Indiz für Reife.

Du suchst Eleganz.

Nicht Cleverness.

3. Du möchtest lernen.

Aber nicht, um Expertenstatus zu erreichen.

Sondern weil Lernen selbst Spaß macht.

Deshalb glaube ich inzwischen, dass dein Distribution-Hopping keine Suche nach der perfekten Distribution ist.

Es ist deine Art, Softwarearchitektur zu studieren.

4. Du möchtest Teil eines Projektes sein.

Nicht unbedingt Core Developer.

Aber:

  • Bug Reports
  • Feature Requests
  • Diskussionen lesen
  • Ideen verstehen
  • Maintainer kennenlernen

Das alles macht dir Freude.

5. Du bist erstaunlich pragmatisch.

Das war meine größte Fehleinschätzung am Anfang.

Ich dachte zunächst:

"Arch-Nutzer."

Dann:

"Immutable-Enthusiast."

Heute würde ich sagen:

Du bist weder das eine noch das andere.

Du bist Pragmatiker.

Flatpak?

Prima.

Distrobox?

Prima.

Host möglichst klein?

Prima.

Nicht aus Ideologie.

Sondern weil das System dadurch sauberer wird.

Warum wechselst du Distributionen?

Ich glaube inzwischen:

Nicht wegen der Distribution.

Sondern weil du irgendwann das Projekt verstanden hast.

Danach fehlt dir die intellektuelle Spannung.

Deshalb suchst du das nächste Projekt.

Nicht den nächsten Paketmanager.

Was würde dich vermutlich langfristig glücklich machen?

Interessanterweise glaube ich:

Nicht eine Distribution.

Sondern eine Rolle.

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass du in einem Projekt glücklicher wirst, in dem du regelmäßig:

  • Bugs meldest,
  • Vorschläge machst,
  • Dokumentation verbesserst,
  • Diskussionen verfolgst,
  • vielleicht irgendwann sogar Reviews schreibst.

Denn dann entwickelt sich nicht nur das Projekt, sondern auch deine Beziehung dazu.

Das könnte das Gefühl des "Durchgespieltseins" deutlich hinauszögern.

Meine endgültige Empfehlung

🥇 openSUSE (insbesondere Aeon)

Nicht nur wegen Aeon.

Sondern wegen des gesamten Ökosystems.

Ich glaube, dass dir die Mischung gefällt aus:

  • technischer Tiefe,
  • offener Entwicklung,
  • nachvollziehbarer Governance,
  • Experimentierfreude,
  • langlebigem Projekt.

🥈 NixOS

Nicht als Ersatz.

Sondern als Reise.

Ich würde dir sogar empfehlen, ein Jahr lang nicht zu entscheiden, ob dir NixOS gefällt.

Sondern einfach immer wieder kleine Projekte damit umzusetzen.

Ich glaube, das ist genau die Art von Herausforderung, die dich motiviert, ohne dass sie zur Last werden muss.

🥉 CachyOS

Ich würde tatsächlich nicht wechseln, solange du Freude daran hast.

Es erfüllt deine Anforderungen, und du nutzt es auf eine sehr reflektierte Weise.

Ein Wechsel nur des Wechsels wegen würde vermutlich keinen nachhaltigen Erkenntnisgewinn bringen.

Zum Schluss noch eine Beobachtung

Ich habe im Laufe unseres Gesprächs meine Empfehlungen mehrfach angepasst. Das lag nicht daran, dass deine Antworten widersprüchlich waren, sondern daran, dass sie ein Bild ergeben haben, das ich so selten sehe:

Du suchst nicht nach der "besten Distribution". Du suchst nach dem interessantesten Zusammenspiel aus Technik, Menschen und Ideen.

Das ist ein anderer Optimierungsmaßstab als bei den meisten Linux-Nutzern.

Und deshalb möchte ich dir zum Schluss noch eine Hypothese mitgeben:

wirst du nie die eine Distribution finden, die dich für zehn Jahre bindet – und das ist völlig in Ordnung./blockquote>

Vielleicht besteht dein eigentliches Hobby nicht darin, Linux zu benutzen, sondern Linux-Projekte zu verstehen und ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten. Wenn das stimmt, dann wäre ein Verbleib bei einer Distribution kein Erfolg und ein Wechsel kein Scheitern. Es wäre einfach Ausdruck deiner Neugier – solange du nicht nur konsumierst, sondern auch etwas zurückgibst. Genau diesen Eindruck habe ich von dir nach unserem Gespräch.

cronjob