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Interessanter Satz im Bezug auf Werbung ...

Du kannst nur Kohle machen mit Leuten, die unglücklich sind und die meinen, es gibt was zu kaufen, was dagegen hilft.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Wahrheit finde ich, die in diesem Satz steckt. Ausgangspunkt ist dieser lesenswerte Artikel von Zeit Online.

Der eigentliche Zusammenhang sind Schönheitsideale, aber der Satz lässt sich auch auf den Wunsch, neue Technik haben zu wollen, ausweiten. Erst, wenn Du mit deinen Geräten unglücklich bist, schaust Du Dich nach Alternativen um. Werbung versucht (unter anderem), Dich unglücklich zu machen, weil das neue Gerät ja viel mehr kann als Dein jetziges.

Und das macht die Werbung so gut, dass wir - anders als unsere Elterngeneration - Geräte vor Ende der Lebenszeit bereits austausschen.

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Kommentare

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Michael am :

*Dem stimme ich zu: Wenn man sich ständig vergleicht (mit den Kollegen, den Nachbarn, mit dem Idealbild aus der Werbung), wird man wohl früher oder später unglücklich!

Einen anderen Punkt finde ich aber mindestens genau so interessant: An der Lebenszeit von Konsumgütern wird anscheinend ja auch von der Herstellerseite absichtlich nach unten geschraubt, um den Warenumsatz am Laufen zu halten - und das nicht erst, seit es elektronische Gadgets gib.

Hier der Begriff des "Geplanten Veraltens" in der englischen Wikipedia: Planned Obsolescence.

Und hier der erste nachgewiesene Fall von 1924 (Glühlampen) in der deutschen Wikipedia: Phoebuskartell (Zumindest hier handelt es sich nicht um eine Verschwörungstheorie).

Dirk Deimeke am :

*Dass es den Begriff Obsoleszenz gibt, habe ich auch erst hier im Blog erfahren. Das ist auch ein Punkt.

Oder die Tatsache, dass sich Leute neue Handies zulegen nur, weil der Vertrag abgelaufen ist.

Beispiele gibt es wirklich viele.

Dee am :

*Ich stimme nicht generell zu. Zum Beispiel gebe ich ja auch Geld für Open-Source-Produkte aus, obwohl ich diese auch so nutzen kann. Das hat also nichts mit Unzufriedenheit zu tun, sondern mit dem Gegenteil: Zufriedenheit mit dem Produkt.

Und es gibt auch viele Leute, die sich aus Spaß an der Freud Geräte kaufen (z.B. das OpenMoko) und nicht zwingend, weil sie mit dem vorherigen Gerät unzufrieden sind.

Sprich: Deine Aussage passt sicherlich auf einige Situationen, aber auch Gegenteil ist gültig.

Dirk Deimeke am :

*Jein ... Open-Source-Software wird nicht mit Gewinnerzielungsabsicht erstellt und Deine Beteiligung ist eine Spende an das Projekt. Daher passt das hier nicht so richtig hinein.

Spenden liegen allgemein in einer anderen Güteklasse.

Ja, es gibt Leute, die aus "Spass an der Freude" Geld ausgeben, das ist richtig. Aber auch dort, weil das Prinzip unterstützt werden soll.

Flo am :

*Zum Thema Geplante Obsoleszenz gibt es eine sehr Interessante Dokumentation von ARTE, die kann man auch bei YouTube anschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=tI798T2tRrQ

Sollte man gesehen haben.

(P.S.: Der Spamschutz ist ganz schön nervig, ich bin keim Spambot)

Dirk Deimeke am :

*Die Dokumentation ist wirklich sehenswert, kann ich ebenfalls nur empfehlen.

(Spamschutz: Wenig Text, ein Name, der aus einem Wort besteht und ein Link ... ja, ich weiss, das ist nicht perfekt).

Patrick am :

*Ich hab mein Handy (ein E71) seit 2009.

Seit paar Monaten lernt es nun etliche Features wie "selbstständiges Ausschalten" oder "Akku ist voll, ich muss es aber dennoch aufladen damit es wieder funktioniert" und vieles anderes.

Ja, ich werd mir wohl demnächst ein neues Handy kaufen.. Aber es eilt nicht. Ich warte bis mir eines gefällt und bis der richtige Zeitpunkt ist.

Und das mach ich bei fast allen Artikel so. Auch wenn z.B. meine Winterjacke sicherlich nicht mehr die neuerste ist, und einige Nähte aufgerissen sind .. Ich kann sie zu machen und sie hält mich relativ warm.

Ja, wenn ich eine neue Jacke sehe die mir gefällt werde ich sie kaufen, aber wie manche mit Zwang versuchen sich mit neuen Artikel glücklich zu kaufen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Dirk Deimeke am :

*Damit gehörst Du zu einer aussterbenden Minderheit. Und ich vermute stark, dass sich mit zunehmendem Verdienst auch Dein Verhalten ändern wird.

Da lasse ich mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

Patrick am :

*Leider wird sich mein Verdienst in den nächsten Jahren nicht wirklich verändern.

Aber klar, würde ich wesentlich mehr verdienen hätte ich sicherlich auch einen anderen Stil. Aber ohne "Polster" durchs leben gehen, kann ich nicht. Dafür bin ich (leider?) zu feig.

jott aus SN am :

*Hallo Dirk, in diesem Zusammenhang - lasst euch nicht begierig machen auf Sachen die ihr nicht braucht - eine mir weitgehend aus dem Herzen sprechende Meinung: http://dobelli.com/wp-content/uploads/2011/06/Dobelli_Vergessen_Sie_die_News.pdf.

Gruß aus Sachsen

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