Keine Angst, das wird kein iPad-Rant.
42 Prozent der Deutschen kennen iPad nicht schreibt derStandard aus Österreich. Ich merke immer stärker, dass das, was "wir Onliner" (oder die technikaffinen Menschen) als Hype-Thema wahrnehmen, von der Allgemeinheit oft gar nicht so gesehen wird.
Letztendlich ist das etwas, was auch die Piratenpartei merken muss, um erfolgreich zu sein.
Ja, da draussen gibt es "Internet-Ausdrucker". Um den grossen Erfolg zu haben, muss man auch diese erreichen. Nennt man das jetzt "digitale Spaltung"?
Samstag, 5. Juni 2010
42 Prozent der Deutschen kennen iPad nicht ...
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Relevanz ...
Relevanz scheint nicht erst seit der Wikipedia zu einem Modewort mutiert zu sein. Plötzlich wird bei allen Webangeboten nach Relevanz gefragt und die deutschsprachige Wikipedia löscht Beiträge, die nicht (mehr) relevant sind. Laut Wikipedia:Relevanz is
Relevanz scheint nicht erst seit der Wikipedia zu einem Modewort mutiert zu sein. Plötzlich wird bei allen Webangeboten nach Relevanz gefragt und die deutschsprachige Wikipedia löscht Beiträge, die nicht (mehr) relevant sind. Laut Wikipedia:Relevanz is
Weblog: Dirks Logbuch
Aufgenommen: Aug 26, 06:44
Aufgenommen: Aug 26, 06:44










die Sache ist nur, was kennen den sonst 58% der Deutschen, ich glaube nicht einmal das 58% der Deutschen wissen wie unser former Bundespräsident hieß ^^
Klar, es gibt immer Menschen, die etwas mehr wissen als andere und ich wette, dass 80% der Leute noch nicht einmal wissen wie der Bundespräsident gewählt wird.
Ein Bekanntheitsgrad von 58% reicht definitiv auch aus, um ein finanziell sehr erfolgreiches Projekt zu produzieren.
ABER: Wenn es um Wahlen geht, musst Du nicht bei denen um Stimmen kämpfen, die Dich und Dein Programm schon kennen. Da müssen die Piraten noch eine Menge von den "Analogparteien" lernen.
Andersherum formuliert: Wir als digital affine Menschen entfernen uns immer stärker vom Alltag anderer Menschen.
Verstehst Du, worauf ich hinaus will?
Das stimmt ja nun wirklich nicht. Ich war auch überrascht von der relativ niedrigen Zahl, aber ich bin mir dann doch ziemlich sicher, dass der Bekanntheitsgrad von neu herausgekommenen technischen Geräten vor 10 oder 20 Jahren weitaus niedriger gelegen hat. Und die Tagesschau wird auch keinen Bericht vom Nintendo Store gesendet haben, weil das Super NES rausgekommen ist (irgendwie fällt mir kein vernünftiges Beispiel für ein ähnlich gehyptes Gerät wie das iPad ein - wohl ein weiterer Beleg für meine These...)
Es gibt eine sehr deutliche Spaltung zwischen digital aktiven Menschen und solchen, die es nicht sind. Der Bekanntheitsgrad des iPad ist nur ein Indiz dafür.
Ich stimme dir auch insofern zu, dass ein Großteil der potentiellen iPad-Käufer das Gerät wahrscheinlich gar nicht mal als Computer wahrnehmen sondern als schickes Lifestyleprodukt. Technikaffin macht sie das dann auch nicht.
Aber ansonsten: Selbstüberschätzung trifft es ganz gut.
Eine andere intressante Frage hierzu ist, warum die Menschen in Deutschland "technikfeindlicher" und Neuerungen weniger aufgeschlossen sind als in anderen Ländern. Ich selbst kann das mit Deutschland und Schweden vergleichen. Advocatus Diaboli: Vielleicht sind es nicht wir die sich vom Alltag der Gesellschaft immer stärker entfernen?
Wenn "Technikfeindlichkeit" etwas mit dem Portemonnaie zu tun hat, kann ich mir Gründe dafür gut vorstellen.
Ich merke immer stärker, dass es verschiedene Gruppen von Internet-Nutzern gibt und finde diese mit "Digital Natives" oder "Digital Immigrants" viel zu grob beschrieben, es gibt in beiden Gruppen aktive und passive Nutzer, Kleingeister und weltoffene und noch vieles mehr.
Die "aktiven und weltoffenen Digitalen" bestimmen das Erscheinungsbild mit Blogs, Kommentaren, Vernetzung, ... aber sie entfernen sich (meiner Meinung nach) immer weiter von einem Durchschnittswert (was auch immer der sein mag).
Sicherlich entfernen sich Gruppen von einander. Manchmal denke ich aber, das war schon immer so in allen Gesellschaften und zu allen Zeiten. Das Internet macht es nur transparenter und einfacher. Zu Zeiten der Briefpost oder als der Buchdruck aufkam, ist das gleiche wohl auch passiert.
Die "werberelevante Zielgruppe" erstreckt sich über die 14- bis 49-jährigen Menschen, dafür gibt es einen Grund.
Ich gebe Dir Recht, dass das vermutlich momentan nur transparenter ist, aber es gab auch noch nie so viele Menschen, die dachten, sie würden die Allgemeinheit repräsentieren. Gerade in letzter Zeit gibt es sehr viele Beispiele dafür.
Ehrlich gesagt bin ich gespannt, ob sich das iPad als Lesegerät durchsetzen wird. Ich selbst bin ein begeisterter Bücher- und Zeitungsleser und werde wohl nicht so schnell ein iPad in die Hand nehmen - obwohl sich damit auch neue Möglichkeiten der Text-Vermittlung ergeben, z.B. mit animierter Typografie, sogenannten Vook's oder angereichert mit grafischen Spielereien wie hier http://www.youtube.com/watch?v=gew68Qj5kxw.